Erneuter Anlauf - Wieder da

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lara64
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Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Fr Apr 11, 2014 10:28 pm

Nach dem ich seit einigen Wochen hier immer einmal still mitgelesen habe, hier nun die ersten Zeilen seit Ende 2012. Manche erinnern sich vielleicht noch, ich habe in 2012 hier einige Zeit mit geschrieben. Und nun ist zwischen Ende 2012 und Frühjahr 2014 so unendlich vieles in meinem Leben passiert, dass ich vor allem im Frühjahr/Sommer letzten Jahres dachte ich verliere gleich den Verstand. Manches war wie ein Erdbeben, manches war und ist wie ein Achterbahn fahren - nur nicht so schön, und manche Erfahrung war wie die Befreiung des kleinen Vogel aus dem "Goldenen Käfig"...

Es fing Ende 2012 damit an, dass sich in der Beziehung zwischen meiner therapeutischen Begleitung und mir etwas änderte..bzw. ich für mich klar hatte, dass ich ihr gegenüber ein schwieriges Thema ansprechen muss/soll. Ich muss dazu sagen, dass ich eine besondere therapeutische Beziehung zu dem Zeitpunkt hatte. Ich wurde von einer evangelischen Ordensfrau begleitet - wir gehören beide der selben Communintät an, kannten uns auch vorher schon. Sr.Ch. und ich kannten uns, noch bevor sie sich entschloss als Ordensfrau zu leben,während ich zu der Zeit gerade frisch geschieden war..lange her. Und irgendwann hatte ich mich in Ch. verliebt - da war sie bereits Ordensfrau - wir hatten zu dem Zeitpunkt keine therapeutische Beziehung, waren einfach "Geschwister" der Gemeinschaft. Damals vor fast 10 Jahren, konnte ich mir da so nicht eingestehen bzw. ich war nicht bereit mich mit dem Gefühlschaos auseinander zu setzen. Ich habe meine Gefühle für sie auf die Seite geschoben, wir sahen uns ja auch nicht so oft. Dann fingen wir 2010 eine therapeutische Beziehung an. Eine tolle und fruchtbare Zeit, herausfordern was vieles an dem Kontext besonders war - und doch würde ich es jeder Zeit wieder machen. Irgendwann in 2012 spürte ich sehr deutlich, dass ich meine Gefühle nicht länger zurück schieben konnte, auch wenn es einen rationalen Teil gibt/gab der wusste, dass sie sich ihrer Entscheidung für ihre Lebensform sicher ist. Ich ja auch wieder verheiratet war..auch wenn es zu diesem Zeitpunkt in meiner Ehe heftigst kriselte.

Bei unseren letzen Treffen 2012 vor der Weihnachtspause gab es so viele andere Themen, z.B. meine Ehe und so verstrichen unsere gemeinsamen Tage und ich fuhr heim, ist wissen, dass ich es ihr erst Anfang 2013 sagen würde denn ich wusste, dass ich das weder per Mail/Brief oder am Telefon machen möchte.
Parallel dazu spitze sich meine Ehesituation ziemlich zu. Mörz 2013 sahen wir uns dann leider erst wieder. Ich konnte es ihr sagen, es war ein schwieriges Gespräch. Ihre Reaktion hat mich kurz befremdet, aber da ich neben dem Thema einfach noch einen ganzen Wust an anderen Themen hatte, dachte ich, wir finden dann schon noch Zeit um das Thema näher zu beleuchten.
Hauptproblem war meine Ehe und die dadurch ausgelöste schwierige Situation. Ich fühlte mich in meiner Ehe nicht mehr sicher, seit Ende 2012 leider auch körperlich nicht. Wir haben also gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten geschaut. Sie mir bereits im März signalisiert hat, das Gott nicht möchte, dass ich in der Ehe bleibe, wenn ich mich zuhause nicht sicher fühle...und sie mich selbstverständlich weiter begleiten würde...
Daneben zeigte sich, dass die Folgen eines Arbeitsunfall aus 2012 deutlich heftiger waren, ich massive Nervenschmerzen hatte...

Ich in dieser Zeit nach vielen Jahren wieder so suizidal wurde, dass klar war, es muss wieder einen Krisenplan geben...und passierte was bis dahin mein bestgehütetes Geheimnis war - es gibt hier mehr als nur mich. Viele viele Jahre hatte wir es verstanden unser so sein nach außen hin meist gut zu verstecken...man hatte uns vor fast 20 Jahren gesagt, dass wäre psychotisch....danach haben wir es in keinem Kontext mehr thematisiert und manches merkwürdige wurde mit einer BPS erklärt...
Im Frühjahr 2013 war ich dann so fragil und permanent getriggert durch die Situation in der Ehe, da platzen die destruktiven Sr.Chr. gegenüber voll raus...und dann war das Chaos perfekt...

Im Juni war ich so instabil, dass die behandelnde Ärztin in der PIA von Traumaklinik sprach und auch Sr. Ch. sich große Sorgen machte, wie es weiter gehen könnte..ich wollte nicht in die Klinik..ich wollte an meinem Arbeitsplatz bleiben, das war die einzige Sicherheit die ich hatte...oft war es der einzige sicherer Ort in meinem Alltag..immer häufiger schlief ich nicht mehr zuhause..oder wenn ich mehrere Tage zuhause war, kam es zu Streitigkeiten, die in der Regel so endeten, dass mich eine Freundin abholen musste...oder ich gerade noch selber fluchtartig das Haus verlassen konnte...zweimal fuhr ich in so einer Situation auch zu Sr.Chr...
Im Sommer hatte ich den Mut mir einzugestehen, auch meine zweite Ehe war gescheitert...und noch viel schlimmer ich erneut massiv traumatisiert...Sr.Chr. hat mit mir dann die Trennung durchgestanden...

leider beruhigte sich dann mein System nicht wirklich...was in der therapeutischen Beziehung zu Sr.Chr. zum völligen Chaos und Stress pur führte...vor allem die "destruktiven" hier hatten sich ziemlich auf Sr.Chr. eingeschossen und so war uns im November 2013 klar, es geht so erst einmal nicht weiter. Ich brauche nochmals richtig Unterstützung durch eine ambulante Traumatherapeutin..die Entscheidung war für die "Kleinen" hier wiederum total schwierig...weil die bei Sr. chr. bleiben wollten..
Wir haben dann im Nov. vereinbart, dass ich mir eine ambulante Traumatherapeutin suche...ich habe den Vorteil ich kann diese z.T. selbst finanzieren.. wir weiterhin in Kontakt bleiben und im neuen Jahr schauen was wie geht...

Parallel dazu hatte sich die Unfallfolge so heftig entwickelt, dass ich für Anfang Dez. einen OP Termin an der Vervenschädigung hatte. OP verlief nicht optimal, es wird eine chronische Nervenschädigung bleiben mit einem Schmerzyndrom..während ich in der Klinik lag ist mein Mann dann endlich aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen...

Im Januar diesen Jahres kam es dann zu zwei sehr unschönen Mailkontakten bzw. Telefonaten zwischen Sr.Chr. und mir (hier wurde und wird teilweise echt heftig agiert..) und so haben wir uns zu einem radikalen Schnitt der Kommunikationspause von zwei Jahren entschieden..Chr. wusste, dass ich beeits einen Termin mit einer Thera vereinbart hatte ...
Ich dann auch im Januar/Februar/März in Reha wegen der OP und des Schmerzsyndrom war und nun seit drei Wochen wieder zuhause bin...

Mit der Traumathera habe ich angefangen, wir können bisher ganz gut miteinander, aber es ist alles völlig wackelig und auf unsicherem Boden...

an manchen Tage denke ich, ich schaff das alles nicht..an anderen Tagen bin ich dankbar und froh darüber was trotzdem alles geht...freue mich über mein Singel sein - oder habe Panik vor dem alleine sein, mache meinen Job gerne - oder er überfordert mich körperlich wie psychisch...und und und...

PUHH, das war jetzt viel länger als ich wollte...aber gut.

Shalom und so long
lara64

nanaseme

Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von nanaseme » Sa Apr 12, 2014 8:48 am

Hallo Lara, willkommen zurück
kann leider sonst wenig sagen, nur eben willkommen

schneegestöber

Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von schneegestöber » Sa Apr 12, 2014 5:45 pm

i erinnere mich an dich :) <3-lich willkommen zurück. i brauch immer eine weile für längere texte :oops:

glggrace^^.

lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » So Apr 13, 2014 10:22 pm

Danke ihr beiden für die Begrüßung.

Heute ist es sehr still hier, nach dem Donnerstag - Samstag eher schwierig und turbulent war. Die Tage nach der Traumatherapie sind im Moment - ich hoffe das ändert sich wieder ein wenig- super anstrengend. Da muss ich einfach noch besser schauen, wie ich das gut für mich geregelt bekomme. Ich brauche da wieder Regelungen mit Freundinnen die dann zumindest telefonisch erreichbar sind.
Derzeit sind die Termine ja noch ein wenig weiter auseinander, was den Vorteil hat, dass ich Zeit zum Luft holen habe. Andererseits hier einfach so viel losgetreten worden ist, dass ich oft nicht weiß wohin mit all dem inneren Chaos..und man mir das auch nicht ansieht..hier gibt es einen so hoch funktionalen Anteil, der leider nur fragementarisch mitbekommt was sonst so los ist.
Weiß, dass hier welche sehr traurig sind. Eine ganz gute Freundin wird sterben - dürfen. Aber es löst hier Chaos aus. Obwohl wir es vor 18 Jahren nicht wollten, es hat sich eine Mutter/Tochter Beziehung entwickelt..oder zumindest sowas in der Art...und ich will nicht dass A. stirbt- PUNKT! :!: :!:
Sorry völlig kindisch. Ich weiss, dass sie schon viel länger lebt, als wir bei Diagnosestellung je gedacht haben..aber ich will sie nicht verlieren..nicht jetzt wo Sr.Chr. nicht da ist...und ich nicht so genau weiss wie die Thera so genau tickt...es noch nicht das Vertrauen gibt..

Vielleicht erst einmal die Arbeitsplatzsituation klären..auch so eine Baustelle gerade..
Oder die Trennung/Scheidung voran bringen - er wird es nicht machen...
Und irgendwie mit dem neuropathischen Schmerzsyndrom noch nebenher zu Recht kommen- oder??

Mir wäre nach weit weg laufen - aber das kann ich ja nicht..ich darf den Unterschenkel und den Fuß nicht übermäßig belasten :lol: :lol: und Auto fahren, darf ich erst nach der Fahrtauglichkeitsprüfung nach Ostern 8) ...

Also gut...ich lass jetzt mal das gejammer und gehe schlafen oder so ähnlich.

So long

lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Mo Apr 14, 2014 11:27 pm

Ich bin heute so müde und erschöpft und die Schmerzen im Unterschenkel sind heute jenseits von gut und böse..ich werde mein zusätzliches Opiat nehmen, sonst brauche ich mir heute über schlafen keine Gedanken machen. Und in mir gibt es wieder einmal mehr Fragezeichen als Antworten...
Es ist einer der Tage, an denen ich nicht mehr mag...und doch weiss, dass auch diese beschissenen Tage vorbei gehen..kanns grad nur nicht so sehen :cry:

Lonly hearts are crying...nobodys here??

Werd jetzt wohl besser ins Bett gehen, wird so auch nicht besser...

Shalom und so long
lara64

lara64
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Di Apr 15, 2014 9:00 am

Guten Morgen liebe Welt,

Schmerzen sind heute im tollerablen Bereich..die Welt ist heute ein wenig freundlicher..
Werde heute noch einen etwas längeren Arbeitstag haben und morgen dann noch ein paar Stunden und dann auf Freizeit..
es gibt hier einige die sich echt freuen, auch weil wir Menschen treffen werden, die uns mögen und die uns wichtig sind..
ABER es ist das erste Mal dass wir auf der Osterfreizeit sind, ohne unseren "Noch- Ehemann" und es ist das erste Mal das Sr. Chr. nicht bei der Osterfreizeit dabei ist...puuhh..löst hier auch Angst und Trauer aus...

*************************

Seit Tagen beschäftigt uns schon ein ziemliches Problem...für uns jedenfalls...

Im Januar sind wir in einem "halböffentlichen Kontext" deutlich geswitcht, was für enormes Chaos kurzfristig gesorgt hat...ich irgendwie den Kontext verlassen konnte, ohne mich zu erklären...
ich mich fragmentarisch erinnern kann, da es wie "neben mir stehen" war, ich also den Teil agieren sehen konnte, ohne eingreifen zu können...was sich total scheiße angefühlt hat..

Rückmeldung aus der Gruppe war " ich habe dich nicht wieder erkannt", " ich wusste überhaupt nicht wie ich in dem Moment mit dir und der Situation umgehen soll.." "das ging so schnell, dass du so anders als sonst reagiert hast..."..

Ich den Trigger dafür schon gefunden habe...ABER

Problem ist, dieser Kontext ist meine Ausbildungsgruppe einer Fortbildung innerhalb meiner diakonischen Tätigkeit (bin Diakonin und Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin)...ich werde einen Teil der Gruppe davon spätestens im Juni wieder sehen, eigentlich sollte ich im Mai wieder an einem Abend teilnehmen...

Ich habe keine Lust, allen zu erklären was da passiert ist, weil das nicht alle dort was angeht. Mein Mentor, mit dem ich ein gutes Verhältnis habe, weiss es so in ungefähr..er ist neben seinem Pfarrdienst auch Psychotherapeut (TA)...und ist schon durch eigene Krisen etc. gegangen...der kann manches schon sehen..
Wie seid ihr mit solchen Situationen umgegangen?? Oder wie geht ihr damit um??

Passiert es euch häufiger, dass ihr in der Gegenwart von "Fremden" so deutlich switcht, dass die anderen es wahrnehmen..?

WEnn es sonst schon passiert ist, war es so, dass ich hinterher mit den anderen keinen Kontakt mehr hatte/haben musste...
*********

O man, ich sollte glaube ich los..irgendwie muss der Mensch ja sein Geld verdienen, also los jetzt.

Shalom und so long
lara64

Aufatmende
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von Aufatmende » Di Apr 15, 2014 2:22 pm

Über switchen kann ichnichts sagen, passiert mir so extrem Gott sei Dank nicht. ABer ich habe Scheißtage, wo mir das Arbeiten mit Menschen, as mein Alltag ist, schwerfällt. Dann versuche ich, von mir selber nicht so viel zu verlangen und mir zu sagen, dass auch 70% Leistungsfähigkeit gut genug sind.
Jeder andere verhält sich auch manchmal seltsam, z. B. durch einen heranziehenden INfekt, innerhal des Zyklus, weil er schlecht geschafen hat, familiären Streit hatte. Ich würde das nicht überbewerten udn den anderen gegenüber bagatellisieren. Deine "Schutzmaske" wird schon dicht genug sein! Ich habe vor kurzem ein knappes Jahr mit einer Familie zusammengewohnt. Die haben, wie sonst mein Mann, i.d.R. gar nicht mitbekommen, wenn ich total neben mir stand, weil ich mal wieder eine neue Hardcore-Erinnerung am Bein hatte.
Bin nur noch selten hier. Finde es cool, dass es hier doch noch jemanden gibt, der längere Texte schreibt und sich selbst reflektieren kann.

LG
die Aufatmende, vielleicht kennst du mich noch unter milkar?
Rückfälle sind Vorfälle!

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Di Apr 15, 2014 10:33 pm

Hallo Aufatmende,

danke für deine Antwort - ja ich kann mich noch "dunkel" erinnern, wobei ich schon in 2012 nicht so massig bei anderen gelesen habe, eher vereinzelt, ich das hier gerne auch als Plattform nutzen möchte geschützt zu schreiben, ohne dass wie im TB bestimmte Anteile dann wieder so unendlich vernichten..ganze Texte ect...und das I-Net für mich immer schon auch mal eine Möglichkeit der Distanzierung ist...

die Eigenreflektion gehört zum Job dazu...ich arbeite in der Sozialpsychiatrie...wir würden ja abdrehen wenn das nicht ginge...
und ja an Tagen wie gestern oder so muss es auch mal langsamer gehen...
Ja meine Maske geht i.d. R. im Alltag und im Job eh..an manchen Tagen eben nicht so doll....
und da hilft dann inzwischen die Schmerzerkrankung :mrgreen: ...da darf es einem ja schlecht gehen, gell...und das macht auch dünnhäutig 8)

so jetzt aber ab ins Bett, brauche gerade meinen Schlaf...dringend..

Shalom und so long
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Mo Apr 21, 2014 10:59 pm

So nach 5 Tagen Osterfreiezeit wieder zuhause...nicht so einfach dieses mal gewesen, und doch viel einfach und viel besser..o`wie chaotisch schon wieder.

Das erste Mal auf Osterfreizeit ohne meine "Noch-Mann" und ohne Sr.Chr.; ein wenig verloren am Mittwoch Abend, auch weil zwei andere Gäste auf die ich ein wenig gebaut habe, erst später gekommen sind und weil Sr. Chr. mir ein wenig gefehlt hat..aber es war auch deutlich entspannter...nicht wie in den vergangen Jahren, als G. und ich uns regelmäßig auf der Osterfreizeit in den Haaren lagen, und uns wie letztes Jahr schon am ersten Abend anzoffen...und letztes Jahre Ostern mit Sr.Chr. ein Alptraum...es fing gerade an super schwierig zwischen uns zu werden..
insgesamt jedoch waren es tolle Tage, endlich auch Ostern und nicht nur pausenlos Karfreitag...nach dem ich mich ein wenig eingefunden hatte, hatte ich so meine Menschen und Kontakte...mit den anderen Schwestern ist es gut und vertraut...freundschaftlich und herzlich...Sr.Su. und Sr. Si. haben einen ähnlichen Humor wie ich, Sr. An. und Sr. Er. sind einfach stabile und patenten Frauen...Sr. Co. muss ich mal noch sehen, ist erst seit Dez. da, kennen lern Phase.

Am Gründonnerstag hat mich eine Frau dort verblüfft oder irritiert...wie kann jemand, der noch nie dort war, die Schwestern nicht kennt, all die Menschen nicht kennt, in einer Kleingruppe gleich derart offen sein und über den eigenen MB wenn gleich auch nur benannt reden...bin nur ich da so kompliziert...wir würden das in einen unbekannten und fremden Kontext niemals so erwähnen...oder mache ich es manchmal einfach zu kompliziert??

War heute dann noch bei meiner Freundin An.....nach dem ich schon seit ca. einem Jahr denke, dass sie stirbt, geht es jetzt in Richtung Schlussphase...und ich wünsche ihr und uns allen, dass es nicht zu lange geht...

Morgen arbeiten, weitere Versuche in Rahmen der Eingliederung...Schmerzen waren an manchen Tagen sehr an der Grenze...manchmal denke ich "Fuß ab" wäre auch eine Option...weiss allerdings um die Phantomschmerzen, also lassen wir den Gedanken..

Übernächste Woche wieder Therapie...mal sehen, welches Thema dann oben sein wird...
Jetzt schlafen gehen

Shalom und so long
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Mi Apr 23, 2014 8:49 pm

Heute nach knapp sechs Stunden, Ende auf der Arbeit...Nervenschmerzen ohne Ende...auch weil ich superschlecht geschlafen habe...weil ich gestern Spätabend wieder so unendlich destruktiv war....ich es nicht lassen kann...es mich seit Jahren so ankotzt...ich es vor 2 Jahren bei Sr. Chr. thematisiert habe...in Folge dessen ja das Chaos teilweise hier wieder entstanden ist...die Traumathera weiss, dass es ein "Heißes Eisen/Thema" gibt, dass hier stresst, mich leider das Thema auch derart destabilisiert, dass sie zuerst möchte, dass genügend Vertrauen, Sicherheit und Schutz da sind...und alle die wichtig sind, mit im Boot sind...

bin einfach heute auch soooo unendlich müde und habe keine Lust zu nichts mehr...

Shalom und so long
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Do Apr 24, 2014 10:08 pm

zuviel riskiert, zuviel probiert
zuviel gewagt, zuviel gesagt,
keine Chance weiter zu gehen,
kann den Rettungsweg nicht sehen
mit Mauern ist alles zu gebaut
so hoch, dass keiner mehr drüber schaut,
das Geheimnis erneut preis gegeben,
wird verdammt schwer zu überleben.
Kopfkino tobt, kein Ausschaltknopf da, nicht telefonieren, nicht reden, niemanden sehen.. einfach NICHTS
Noch fünf Tage...Stress pur bis dahin...alles boykotiert, alles kaputt machen, alles tot schlagen, alles

bin erwachsen und kann arbeiten, oder :oops:
alles nicht ganz so schlimm 8)
oder vielleicht spinn ich einfach...normal werden, ja!

L?G?Z?

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Fr Apr 25, 2014 10:13 pm

O`Mann, ich hab den thread so wie er ist, kopiert und per Mail an meine Thera geschickt.. :roll: :oops: :x
wenn das so weiter geht - wir hatten vor der letzten Stunde auch schon so eine Art Mail geschickt, ist die Therap schneller beendet, wie ich überhaupt eine Genehmigung durch die KK habe..
keine Ahnung wie ich ihr am Mittwoch gegenüber sitzen soll...schäme mich, peinlich, Angst und Panik..

habe ich mich heute irgendwann wieder ein wenig gefangen...Gartenarbeit am Nachmittag mit meinen Söhnen..
aber das kostet alles viel Energie und Kraft...

jemand Erfahrung, wie mit diesen Boykoteuren und Saboteuren, Kriegern und Co. gut umgegangen werden kann...die Kosten mich gerade echt den letzten Nerv..,es macht mir auch Angst, dass es wird wie bei Sr.Chr. und alles kaputt geht..bevor es überhaupt richtig angefangen hat..und dabei habe ich gerade echt soooo viele andere Baustellen noch neben her..

Durch den Arbeitsunfall und die Folgen muss ich gerade meinen Arbeitsbereich neu sortieren...was nicht so einfach ist und mich echt viel Kraft und Energie kostet..
und ich auch irgendwie lernen muss mit dieser Nervenschädigung und den permanenten Schmerzen zu leben...inklusive der Medikamente und all dem was dazu gehört, Physio, Ergo, Akupunktur...
Stress mit der BG...und und und...

so genug gejammert..irgendwie schauen, dass ich die Tage bis Mittwoch gut rum krieg ohne, dass hier einer der Destruktiven seins wieder auslebt..

Shalom und so long
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Sa Apr 26, 2014 10:41 pm

Vertrauen...

Vertrauen ist nicht nur ein Wort,
ist eine Erfahrung jenseits aller Begrifflichkeiten.
Vertrauen ist ein Fremdwort,
in einer mir unbekannten und unverständlichen Sprache.
Vertrauen ist gefährlich,
ist ein sich einlassen auf jemand oder in eine
Situation.
Vertrauen ist riskant,
ist das loslassen der eigenen Kontrolle- und
Steuerungsmechanismen.
Vertrauen ist wie verbotenes Neuland,
ist die Grenzerfahrung des Lebens,
ohne das jedoch nichts neue entstehen kann.
Vertrauen ist wie das Betreten
des eigenen Heiligen Raumes -
fremd, gefährlich, riskant, verboten und doch
unumgänglich -
um mir und dir zu begegnen.
Habe mich heute völlig körperlich verausgabt...Fenster geputzt, Wohnungsgroßputz und den dann noch im Garten weiter...
mein Körper bedankt sich schon.. :x :(
aber im Moment sind mir die Verschlimmerung der Nervenschmerzen lieber, als diese völlig destruktiven und boykottierend Stimmen und Anteile..

Hatte dann schon am Donnerstag den Impuls alle TB aus der Zeit von Sr.Chr. Begleitung zu einer Freundin zu bringen...ich muss mich ja nicht noch selber immer wieder runter ziehen..

Mir fest vorgenommen, ich tue mir morgen was gutes bevor ich wieder zu A. fahre und mit ihr Abendesse und sie " ins Bett bringen.."
Ausnahmsweise morgen kein Godi...muss mal länger schlafen...

Shalom und so long
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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » So Apr 27, 2014 9:20 pm

Hoffnungsfunken

Hoffnungsfunken sind wie die Irrlichter der Sommernacht
unerwartet und unverhofft haben sie mir heute
die Glücksmoment vorbei gebracht.
Sie machen die verängstigte Seele wieder weit, froh und hell,
kommen und gehen leider viel zu schnell.
Sie geben dem müden Herzen wieder frische Kraft und neuen Mut,
darauf zu vertrauen - ALLES wird gut.
Hoffnungslichter sind wie die Irrlichter der Sommernacht,
die hat heute ein Engel Gottes vorbei gebracht.
Heller und gute Tage, länger schlafen ging nicht, aber in Ruhe rum gegammelt und Zeit mir mir verbracht...

überleget ob heute:
ICH - DU - WIR

Aus dem Spiegel schaut ein Gesicht zu mir herüber,
oder schauen wir in das Gesicht?
Wer ist die Fremde die da so unvermittelt
aus dem Spiegel mich anlächelt?
Oder ist die Fremde gar nicht so fremd?
Sind nicht wir heute morgen die Fremden,
die einander nicht erkennen?
Je länger du mich aus dem Spiegel heraus ansiehst,
desto vertrauter erscheinen mir die Gesichtszüge.
Die Fremde meiner Seele, ist für einen Augenblick
uns so nahe,
dass ich nicht sicher bin, wer hier wen ansieht.

ICH - DU - WIR
wussten es dann doch nicht, und sind dann irgendwann zu A. gefahren...Kaffee getrunken und Kuchen gegessen...Zeit miteinander geteilt...
Zeit auch zum langsam Abschied nehmen...heute ging es ihr zwar besser wie Ostermontag, aber es wird deutlich, dass es dieses Mal keine deutliche Verbesserung mehr geben wird...nach fast fünf Jahren geht die Reise nun dem Ende zu... :cry:

Morgen Arbeiten... mal sehen...auch Arzttermine..PIA und Orthopäde...

So nun Feierabend
Shalom und so long
lara64

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Re: Erneuter Anlauf - Wieder da

Beitrag von lara64 » Di Apr 29, 2014 9:41 pm

Warum lernt er es nicht...ich will es nicht wissen, wie es IHM geht, ob er die OP überstanden hat, ob...blablabla...es ist mir scheißegal...was ist daran so schwer zu verstehen!!

Es tobt hier gerade der Sturm...Gewitterstimmung im Körper...Donner und Blitze jagen durch..noch reicht meine Kraft nichts zu tun, aber ich lege heute für mich keine "Hand ins Feuer" wie nett und doppeldeutig 8) ...

es reicht doch gerade, morgen der Thera gegenüber zu sitzen mit dem Wissen, sie hat diese völlig unkonstruktive Mail erhalten..mein Paniklevel steigt...
wo ist gerade "Frau L..." die hier arbeiten geht?? Warum verschwindet die immer einmal zu hause...ich hätte auch gerne so eine Sozialtante... :oops: oder eigentlich doch nicht 8) ...bin froh, dass wir hier auch immer einmal anders ticken können, ohne dass wir hier die Maske hochfahren müssen...

Arzttermine gestern waren anstrengend...aber soweit erfolgreich...mein Orthopäde wird sich für meine Interessen bei der BG einsetzen...für einen Orthopäden ist er schon immer sehr empathisch und mitfühlend....einer der wenigen Mediziner der zu den nicht OP Narben keine " blöden" Fragen gestellt hat...er hat eine MA die ebenfalls zumindest ger...t hat...und es sehr offen auf der Arbeit zeigen darf/kann..
PIA naja wie immer, ich und Frau J. suchen immer einmal wo gerade eben nicht "Frau L..." ist, denn die braucht keine PIA, einige hier schon...nun ja denn manchmal sitzt dann da eben auch wer anders...sie kommt schon zu recht damit...
Physio hat an manchen Tagen fast was von ...nun ja wir lassen es hier mal wie wir es ausdrücken würden...

Da ich morgen sehr sehr sehr sehr früh raus muss...
heute auch bald ins Bett..

Shalom und so long
lara64

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