EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
lara64unl.

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von lara64unl. » So Mai 13, 2018 8:17 pm

Hallo gast,

ich bin ein sehr religiöser Mensch und für mich gibt es Wunder "nur" aus diesem Bereich. Aber von dort können sie kommen, daran glaube ich und so hatte ich das gemeint.
Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht all zu sehr irritiert.
Das meinte ich mit "andere Abteilung.."
mir gibt mein Glaube viel Kraft zum weitermachen und darin liegt für mich auch meine Heilung.

Denn Heilung bei psychischen Erkrankungen ist doch etwas sehr persönliches..
und das wirst du schon deinen eigenen Weg finden müssen. Den wird dir hier niemand sagen können.

Und für manche Betroffene ist vielleicht EMDR so ein Wunder - aber genau darin liegt ja das Geheimnis des Wunders..man weiß es nicht vorher, es ist nicht verfügbar und nicht machbar..eben ein Wunder - und nicht worauf man sich verlassen kann.

Wenn du was verlässliches brauchst und suchst, wirst du dich mit deinen Erfahrungen auseinandersetzen "müssen" und die Körpersymptome als das Anerkennen was sie sind, keine lösgelöste "Erkrankung für sich, sondern Bestandteil einer Traumafolgestörung. Da hilft leider nur drüber reden.

Shalom - lara64

gastacht

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von gastacht » Di Mai 15, 2018 8:20 pm

sorry offtopic
@lara64: ja das stimmt, dass ich da einen wenig differenzierten Blick habe. versuch wohl meine angst zu verringern wieder mist erfahrungen zu machen und die waren halt oft bei leuten ohne grundständige ausbildung und ohne klassisches verfahren.
Ich habe nichts gegen systemisch, ich hab nur zwei doofe systemische Theras kennengelenrt wo ich nicht erkannt habe, was der mehrwert von systemisch ist.. auch hypnotherapie find ich zb super. auch anerkannt.
meine erfahrung ist eben, dass mir leute, was ich besonders wichtig finde, die nicht ausreichend lehrtherapie hatten, sehr geschadet haben.. das waren sowohl vt, als auch systemische leute.. vermutlich kann man das nicht generalisieren. kenn kein verfahren ausser tp wo man gesagt bekommt: sie sind selbst krank, sie gehören hier (noch) nicht hin. wenn du das besser weißt, lass ich mich da gern eines besseren belehren, aber einer hat noch ganz stolz gesagt, dass keiner gerafft wie depressiv er selbst ist.. der war systemisch...

aber ich finde das hat auch psychologische gründe.. jemand der 5 jahre studiert und da enorm viel kraft und zeit rein gesteckt hat, ist nicht unebdingt besser als jemand der "nur" nen heilpraktiker hat, aber ich find es schon gerecht, dass leute, die da nunmal mehr zeit kraft und geld(!) reingesteckt haben, dann eben durch ne kk zulassung belohnt werden. aber ja auch das nicht eindeutig weil die zusatzausbildungen ja auch teuer sind.
das mag unfair sein, aber mit warten und klagen kann heut jeder psycho oder medizin studieren, das ist kein hexenwerk. und irgendnen vermeintlich objektiven zugang zu kassenzulassungen muss es nun mal geben. und die kassen zahlen heut leider eh immer weniger therapie, da is auch klar, dass sich eben um den einen geringer werdenden geldtopf gestritten wird. das spüren psychos ja sogar sehr im vergleich zu ärzten. die würden ja am liebsten, dass psychos auch keine theraausbildung machen dürfen. was ich aber zb unmöglich finde, das pädagogen nicht zugelassen werden, besonders für kinder und jugend. die wissen darüber ja viel mehr als jeder arzt oder psycho.
aber natürlich geb ich dir auch recht, dass dich nicht das studium qualifiziert sondern gute und die richtigen zusatzausbildungen und ja auch zwei theras mit kk zulassungen waren für mich sau schlecht. unterirdisch. meine jetzige thera hat übrigens keine kk zulassung und ne hypnothera ausbildung.. also auch ich bin lernfähig :wink:

lara64unl.

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von lara64unl. » Di Mai 22, 2018 10:31 pm

hallo gastacht,

du darfst da gerne deine Blick behalten, jede von uns hat auf ihre Art bei bestimmten Themen so eine Tunnelblick..

denn ich kenne auch Theras die nicht Psychologie studiert haben, sondern z.B. Theologie, Soziologie, Ethnologie oder Philosophie, Sozialpädagogen...also die da auch schon viel Geld, Kraft und Zeit investiert haben und die ihre Zusatzausbildungen dann auch alle selber zahlen müssen..inklusive dem Heilpraktiker..und ja klar gibt es da schwarze Schafe..

meine Thera hat eine Promotion zu einem supertollen Thema schon vor 25 Jahren geschrieben, geht es um Fluchtursachen und alternative Migrationsgründe..und heute hat sie halt auch die Traumata dazu in der Praxis...

aber da gelingt es mir vielleicht insgesamt leichter zu differenzieren..denn ich kenne völlig unfähige Orthopäden und Neurochirurgien die mich beinahe in den Rollstuhl gebracht hätten, weil sie nicht genau Diagnostiziert haben..und sich dann auch nicht noch mit dem Thema Trauma richtig auseinander setzen wollen..sondern die schmerzen halt da reingeschoben haben...und einen wertschätzenden sehr empathischen Neurochirurgen, der einem alles haarklein zeigt auf den Bildern, zuerst sich mit dem Menschen befasst und dann mit den Bildern..der vieles über Trauma wusste und wie sich Trauma auf den Körper auswirkte..die beiden erstgenannten haben beide sogar eine Professur an einer Uniklinik hier in der Region...der andere leitet mit zwei Freunden zusammen ein medizinisches Versorgungszentrum und kleiner Klinik..
und hat halt nur promoviert...dafür ist er menschlich und die Patienten sind ihm wichtig..

die Frage dabei ist doch, damit es hier nicht ganz OT wird, ist jemand als TraumatherapeutIn bereit sich auf einen längeren Zeitraum mit dem/der Betroffenen auf den Weg zu machen, und sich dann ggf. auch weiter zu bilden und gemeinsam lernschritte zu gehen, und gemeinsam mehr zu verstehen..denn Theras wissen oft auch nicht mehr wie wir betroffene, sie haben meist nur einen anderen Blick darauf..

Shalom - lara64

Imagica
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Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Imagica » Do Jun 21, 2018 10:05 pm

Hallo!

Meine Thera hat mir jetzt mal so grob erklärt, was für Möglichkeiten es mit EMDR bei komplex Traumatisierten gäbe. Da hier viel auf Französisch gemacht wird, hatte sie leider keine einzige deutsche Bezeichnung für mich und mit der französischen Sprache kann ich nicht viel anfangen, daher hab ich jede Bezeichnung vergessen.
Sie hats aber so erklärt daß es einen Weg gibt, wo man in der Gegenwart anfängt, einfach bei dem was einen jetzt gerade belastet. Also keins der Traumen, auch wenn zwar alles sich irgendwie darauf zurückführen läßt, aber einfach ein aktuelles Problem. Und wenn das gut geklappt hat, versucht man ein pränatales Trauma zu lösen, das laut ihr auch fast jeder Traumatisierte hat. Sie meinte, da wird der Grundstein gelegt und wer da schon eins bekommt, bekommt später weitere. Danach sollte man theoretisch so weit stabilisiert sein, das dann die eigentlichen Traumen um dies geht, garnicht mehr so ein großes Problem sind.
Oder man schreibt Briefe, z.B. an jeden Elternteil oder eben den/die Täter oder halt Mitwisser. Briefe, die die natürlich nie zu lesen bekommen werden. Und dann wird mit diesen Briefen EMDR gemacht. Mit den Gefühlen die bei den Briefen hochkommen, aber nicht mit direkten Erinnerungen auch wenn natürlich ganz automatisch dabei Erinnerungen hochkommen. Dann sollte sich einiges bessern, aber sicher nicht alles. Was dann noch übrigbleibt, könnte man dann direkt mit EMDR behandeln. Sie meint, beides wären sanftere Wege als das übliche EMDR wo man eben direkt mit den einzelnen traumatischen Erinnerungen arbeitet und es bestünde nicht so sehr die Gefahr, daß es einem davon schlechter geht. Etwas Stabilität sollte natürlich auch dafür trotzdem da sein.

Hat da Jemand Erfahrung mit? Ich denk, ich würd das schon gern versuchen, wenn ich dann so weit bin. Weil mich nervts so langsam, weil ich einfach nicht alle Trigger meiden kann, und mich im hier und jetzt verankern hilft mir auch nicht ganz viel, mir gehts trotzdem schlecht jeweils. Was sie noch sagte, und was ich auch schon selbst gemerkt hab: Mit dem Verstand und Logik kann man da nix lösen.

Liebe Grüße,
Imagica

gastacht

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von gastacht » So Jun 24, 2018 8:37 am

Hi
Hab diverse fachbücher über emdr gelesen umd da steht nichts von briefen als methoden und pränatalem trauma.
Das finde ich ziemlich merkwürdig mit dem pränatalen.
Das ist ja nichts was man merkt oder einen belastet bei den allermeisten also wieso das auch noch anrühren.
Und je früher umso krasser ein trauma also harmlos ist das vermutlich nicht wenn man da denn überhaupt dran kommt.
Man braucht bilder sagte man mir auf einer emdr station sonst wirds schwer. Und die hat man da ja nicht.
Würd mal emdria mailen und fragen oder mir ne zweite meinung holen.
Das probieren mit nem aktuellen thema stimmt.
Man macht davor ne traumalandkarte wo man alles mal kurz benennt. Wichtig ist vorher zu schazen um welchen anteil es geht und den nachher gut zu versorgen zb kakao etc. Was der halt will. Und frei haben den tag danach ist auch wichtig.
Oft kommt dadurch neues hoch und oft erst nachts nach 24-48 h. Das aktuelle holte schon meime übelste sache hoch. Also pass gut auf.
Und frag nochmal falls du was nicht verstehst. Frag was sie für ne ausbildung hat und wie oft sie das macht evtl.
Und ob du sie anrufen kannst. Das ist unkontrollierbar und machte mich massiv suizidal.
Gastacht

Imagica
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Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Imagica » Mo Jun 25, 2018 10:12 pm

Hallo gastacht,

danke für Deine Antwort!

Also das ist ein ziemlich neues Verfahren, was ich nun auch beim googeln gefunden habe. Ist aber garnicht so einfach zu finden, weil das in Deutschland wohl noch garnicht so praktiziert wird, obwohl dort aber auch Weiterbildungskurse für Psychologen angeboten werden. Hauptsächlich in Frankreich und Luxemburg verbreitet. Erfunden hat das eine Helene Dellucci. Das eine nennt sich wohl "Briefe-Protokoll" und das andere entweder auf Französisch "Boite de vitesse" oder Englisch "Gear Box". Das boite de vitesse wurde extra für komplex traumatisierte mit dissoziativen Störungen entwickelt. Das erste soweit ichs verstehe, nur für komplex traumatisierte. Von dissoziativen Störungen les ich da jedenfalls nirgends was. Ist schwer, weil die meisten Infotexte nur auf Französisch sind und das kann ich nicht sonderlich gut.

Meine Thera hat bei dieser Helene Dellucci die Fortbildungen gemacht. Sie ist ja auf Trauma und EMDR spezialisiert, wird das sicher also schon öfters gemacht haben.

Wahrscheinlich werde ich dann wohl keinen finden, der eine dieser beiden Variationen schon ausprobiert hat, wenn das in Deutschland noch kaum praktiziert wird. Schade, eine Erfahrungsbericht wär jetzt schön gewesen!

Liebe Grüße,
Imagica

Saskia41
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Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Saskia41 » Do Jun 28, 2018 4:10 am

Hallo Ihr,
ich bin neu hier und mein Therapeut kennt EMDR und findet es gut.
Nun okay man müsste es direkt mal probieren.
Entweder funktioniert es mit Tipptechnik also der Therapeut tippt im Wechsel beide Oberschenkel an.
Oder ich muss seinem Finger folgen.
Habe das mal im Selbstversuch probiert und fand es sehr anstrengend dem Finger zu folgen.
Dann noch flüssig zu erzählen oder zu denken uiii - sehr anstrengend.
Ich habe ein Trauma erlebt welches keine 5 Minuten gedauert hat- mir aber für den Rest meines Lebens geschadet hat.

viele Grüsse saskia

~SteinHart~
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Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von ~SteinHart~ » Do Jun 28, 2018 7:38 am

Saskia41 hat geschrieben:
Do Jun 28, 2018 4:10 am
ich bin neu hier und mein Therapeut kennt EMDR und findet es gut.
Aufgrund eigener, schlechter, Erfahrungen. Empfehle ich EMDR nur bei einem Therapeut zu machen der bei EMDRIA zertifiziert ist.

SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

ChaosBande
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Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von ChaosBande » Di Jul 03, 2018 6:21 am

Hallo,

und auch dann wäre ich vorsichtig bei dem erste mal. Das man auch wieder raus kommt aus dem Gefühl
~SteinHart~ hat geschrieben:
Do Jun 28, 2018 7:38 am
Saskia41 hat geschrieben:
Do Jun 28, 2018 4:10 am
ich bin neu hier und mein Therapeut kennt EMDR und findet es gut.
Aufgrund eigener, schlechter, Erfahrungen. Empfehle ich EMDR nur bei einem Therapeut zu machen der bei EMDRIA zertifiziert ist.

SH
Grüße ChaosBande

~SteinHart~
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Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Jul 03, 2018 8:50 am

ChaosBande hat geschrieben:
Di Jul 03, 2018 6:21 am
Hallo,

und auch dann wäre ich vorsichtig bei dem erste mal. Das man auch wieder raus kommt aus dem Gefühl
~SteinHart~ hat geschrieben:
Do Jun 28, 2018 7:38 am
Saskia41 hat geschrieben:
Do Jun 28, 2018 4:10 am
ich bin neu hier und mein Therapeut kennt EMDR und findet es gut.
Aufgrund eigener, schlechter, Erfahrungen. Empfehle ich EMDR nur bei einem Therapeut zu machen der bei EMDRIA zertifiziert ist.

SH
Grüße ChaosBande
Mittlerweile würde ich fast schon sagen dass ich vor der Methode Angst habe.... Bei einem zertifizierten Therapeut hat man aber wenigstens die Möglichkeit Hilfe zu bekommen wenn sie Mist gebaut haben.... wenn die Methode wie eine Art Zauberstab mal eben einfach so angewendet wird, ohne Vorbereitung, oder Absicherung, oder die Bereitschaft das ganze dann gefälligst auch wieder aufzuräumen.

SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Gast_Neu

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Gast_Neu » Fr Jul 06, 2018 10:04 am

Hallo :)
Ich bin über google auf diese Seite gekommen und auf den 30 seitigen Beitrag über EMDR.
Vielleicht kurz zu mir.....
Ich bin schon viele viele Jahre bei einem Therapeuten (Arzt), habe derzeit noch eine Ambulant Psychiatrische Pflege, weil ich derzeit
schon wieder eine Lebensstil führe der eigentlich gar nicht geht.
Die APP hatte EMDR in den Raum geworfen..... Jetzt stelle ich mir folgende Fragen

Darf ich parallel, sollte ich mich zu so einer Therapie entschliessen, bei ihm bleiben?
Er hat mich nie hängen lassen, ist immer für mich da und nimmt sich derzeit tgl. kurz Zeit für mich als Anlaufpunkt. Wenn ich sagen kann, ich vertraue jemanden, dann ihm. Dennoch ist es so, dass ich auch bei ihm noch nie bzw. nie klar, verbal ausgesprochen habe was war/ist. Und auch dazu sind viele Jahre ins Land gezogen um etwas offener zu werden. Detailiert habe ich (allerdings nicht klar) ihm komplett alles geschrieben...... Dennoch, ich schaffe es nichtmal einige Worte in den Mund zu nehmen. Ich habe über die EMDR gelesen man sollte stabil sein. ich bin alles, aber psychisch stabil lange nicht. Muss man erzählen können bei EMDR - also zwingend? Oder gehts auch ohne reden?
Dazu kommt, dass ich aktuell mit Su*htpr*blemen zu kämpfen habe....... darunter B*limi* , Dr*gen, A*k und auch Med*kam*emte :( - ich bin also mitten in einem Tief und dieses ist sehr verbunden mit starken s*i*id-Gedanken, sie überwältigen mich einfahc. Eine Klinik wäre wohl besser, aber als ich einmal stationär war, bin ich schlechter raus als rein und dann steht da auch noch mein Haushalt hier im Weg. Ich habe kleine Kinder (3), welche betreut werden müssen. Der Papa arbeitet Schicht und kann das alleine gar nicht schaffen.......
EMDR macht mir Angst, aber es macht mich auch neugierig. Vielleicht ist genau das der richtige Weg ein normales Leben führen zu können?
Hat jemand mit so komplexen S*chtproblem eine EMDR versucht? Zeitweise habe ich immer alles lassen können, insbesondere bei Schwangerschaft und Stillzeit......aber danach falle ich immer wieder in die alten Muster.
Was würde alternativ in Frage kommen?
Danke schonmal für eure Antworten.

Mucki
Beiträge: 147
Registriert: Mi Jan 17, 2018 10:27 pm

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Mucki » Fr Jul 06, 2018 1:30 pm

Das kann natürlich nur ein Fachmann beurteilen, ob es für Dich geeignet ist. Ich habe es gerade amb. gemacht über 1 Jahr und meine persönliche Meinung ist, dass es keine geeignete Methode für Dich, so wie Du Dich beschreibst, ist.

Mucki

Glitza

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Glitza » Fr Jul 06, 2018 9:12 pm

Bei mir war es so, dass ich ein bis zwei Wochen nach der Emdr Sitzung nichts konsumieren durfte. Hatte auch ein mäßig schlimmes Suchtproblem. Musste der thera jedes Mal versprechen klar zu bleiben hinterher. Maximal ein HALBES Bier war erlaubt und sonst nichts.

Das Emdr funktioniert nur wenn das Gehirn unbeeinflusst arbeiten kann. Es mag Ausnahmen geben wie zum Beispiel antidepressiva etc aber absolutes no go ist alk, kiffen , alles was berauscht.
Du kannst es dir dann lieber sparen die Sitzung wenn du hinterher konsumierst. Ich spreche da aus Erfahrung , habe mein Versprechen nicht immer halten können...und der Effekt der sonst deutlich da war blieb aus.

Also wenn du nach jeder
Emdr nicht locker zwei Wochen ohne Konsum auskommst ist es grade nichts für dich denke ich. Denn nach so einer Sitzung kommt vieles hoch und macht innen Stress und Druck da will man unbedingt ein wenig Entlastung durch das Suchtmittel das man gewohnt ist. Sich zeitgleich dem suchtdruck widersetzen zu wollen ist zu viel verlangt.
In Schwangerschaft und stillzeit fand ich es sehr viel einfacher abstinent zu bleiben als die Tage nach der Emdr .

eine Alternative wäre vielleicht TRIMB

LG glitza

Gast-neu

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Gast-neu » Sa Jul 07, 2018 7:31 am

Ja, in Schwangerschaft und stillzeit war es eine Kleinigkeit zu lassen..... war ja auch irgendwie „Schutz“ für mich.
Vielleicht wäre doch erstmal Klinik besser, aber da hab ich echt Horror vor...sind so viele Baustellen. Das Essen, der A*k, die Dr*gen (vorrangig amp*e, x*c, g*b). Dann halt die absolut in die Ecke drängenden S*iz*dgedanken.....
Dennoch, mich macht die Methode neugierig. Hat wohl jemand schon jemand die Angst/Würgereiz vorm Zahnarzt verloren mit nur 1-2 X
Vielleicht ist da die die Rettung, aber klar, alles andere müsste weg und derzeit ist meine Entscheidung eher gegen ein Leben 🙄
Ich Google mal nach deiner vorgeschlagener Methode - Danke

Gast-neu

Re: EMDR - Erfahrungen/Fragen/Austausch

Beitrag von Gast-neu » Sa Jul 07, 2018 7:42 am

Achja bei den Medis ist es Di*zep*m 🙄 also wirklich viel wenn ich es selber von außen betrachte......

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