Stabilisierungstechniken

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peshewa
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Mo Aug 25, 2014 3:43 pm

A Prayer

Refuse to fall down.
If you cannot refuse to fall down,
refuse to stay down.
If you cannot refuse to stay down,
lift your heart toward heaven,
and like a hungry beggar,
ask that it be filled,
and it will be filled.
You may be pushed down.
You may be kept from rising.
But no one can keep you
from lifting your heart
toward heaven---
only you.
It is in the middle of misery
that so much becomes clear.
The one who says nothing good
came of this,
is not yet listening.

C.P. Estes
-

peshewa
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Mo Aug 25, 2014 4:31 pm

realitätschecks:

Nasen-RC: Hebe die Nase zu, kannst du trotzdem atmen, ist es ein Traum.
Finger-RC: Zähle deine Finger, sind es mehr oder weniger als im Wachleben, träumst du.
Lese-RC: Verändern sich Buchstaben beim lesen, träumst du.
Uhren-RC: Zeigt deine Uhr eine falsche oder unlogische Zeit (z.B. 25:00 Uhr) an, träumst du.
Erinnerungs-RC: Weißt du nicht, wie du an diesen Ort gelangt bist und warum du hier bist, träumst du. (Anm: mein Leben ist definitiv ein Traum)
-

sht-engel

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von sht-engel » Fr Aug 29, 2014 9:18 am

tanzen
zimmer umräumen
putzen
laute musik mit stimme verbinden :D
mit tolligen, positiven Menschen umgeben!

peshewa
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Fr Aug 29, 2014 12:08 pm

ich bin gestresst - stresstoleranz
~ radikale akzeptanz - es passiert und ich kann es nicht rückgängi machen.
~ next step - denke nur an das nächstliegende ziel, an die nächste viertel stunde.
~ ich lenke mich ab.
~ ich konzentriere mich auf einen meiner fünf sinne: was sehe, höre, schmecke, rieche oder berühre ich in diesem moment?
~ ich denke an das pro und contra, die spannung in diesem moment ausuhalten.
~ ich atme tief durch, lasse die schultern hängen und entspanne mich.
~ leichtes lächeln: ich verändere meine emotionen über meine mimik.
~ ich achte darauf, was ich in diesem moment mache (abwaschen, putzen, etc.)
-

peshewa
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Di Sep 30, 2014 9:19 pm

24. MANIPULIERE DEINEN THERAPEUTEN
Psychospielchen aller Art sind eine weitere bewährte Methode, vom Therapieziel zuverlässig abzukommen, und nicht zuletzt, die volle Kontrolle über den Therapieprozess zu behalten.

Meiden Sie z.B. das direkte Ansprechen Ihrer therapiebezogenen Wünsche und Bedürfnisse, denn Ihr Therapeut erfüllt sie Ihnen ohnehin nicht, weil das vermutlich unprofessionell wäre oder er Ihre Bedürfnisse gar nicht verstehen könnte. Danach brechen Sie die Therapie ab und werfen ihm vor, dass Sie sich in der Therapie nicht wohl fühlten.
Oder sorgen Sie dafür, dass Sie Ihrem Therapeuten Schuldgefühle o.ä. machen (das ist angesichts Ihrer eigenen psychischen Situation nur fair!). Wenn es Ihrem Therapeuten dann schlecht geht, können Sie punkten, indem Sie sich von Ihrer empathischen Seite zeigen und ihn wieder aufbauen.
Den Therapieverlauf kontrollieren können Sie auch, indem Sie gezielt bestimmte Emotionen einsetzen: Vorwürfe/Anschreien, trotziges Schweigen, simulierte Weinanfälle und gekonnt eingeübter Brechreiz können gute Dienste leisten, um Ihren Willen durchzusetzen und das eigentliche Thema stundenlang an den Rand zu drängen. Ihrer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Falls die Psychospielchen wider Erwarten erfolglos blieben und Ihr Therapeut am Thema bleibt: ziehen Sie einen Therapeutenwechsel in Betracht. Suchen Sie sich einen Therapeuten, der auf Ihre Bedürfnisse eingeht.
warum unter Stabilisierungstechniken? Weil es manchmal Sarkasmus braucht, um zu verstehen, wie doof man ist.
-

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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Mi Okt 01, 2014 10:33 am

https://www.youtube.com/watch?v=UW-O0I_N-6w
Fantasiereise - Zaubergarten
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Mi Okt 01, 2014 11:15 am

Bild
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kaputt

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von kaputt » Sa Okt 04, 2014 8:59 pm

meine technik wenn es hochkommt keinen an mich ran lassen und versuchen alles wieder weit weg einzusperren bis es wieder hochkommt.schlimm ist es nur wenn ich in der zeit meine Familie sehe dann wird's richtig übel für mich.die komplette gefühlspalette geht dann los und das dauert das wider einzusperren bis ich das nicht mehr fühle.

Silberlicht unl.

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Silberlicht unl. » Do Dez 18, 2014 7:40 am

Das Hilfreiche - üben, üben, üben.
Ich hatte fest mehrere Übungseinheiten jeden Tag eingeplant - völlig unabhängig davon, ob ich das gerade brauchte oder nicht. Auch heute noch übe ich täglich alles Hilfreiche einmal "durch" - einmal für mich (Alltags-Ich gesund und funktional) und einmal für das Helferteam.

Grund: Dissoziiert ist nicht sicher, dass man Hilfreiches findet, dass genau dieser Anteil das kennt. Mir hatte geholfen, dass es Alltagstätigkeiten gab/gibt, die so mit einem Körperzeichen und den Übungen verknüpft worden sind, dass diese irgendwann "automatisch" mit "gestartet" sind.

Mögliche Alltagstätigkeiten: Fenster öffnen, Geschirr weggräumen, Waschmaschine einräumen, etc.

Macadamia

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Macadamia » Sa Dez 20, 2014 1:45 pm

shattered soul hat geschrieben:Sprudelquellen
-Am besten entspannt hinlegen, die Beine ausgestreckt, die Arme locker an den Seiten liegend. Während der ganzen Übung sollte man still liegen bleiben...
-Man stellt sich vor, wie etwa auf Höhe des Brustkorbs eine warme, sprudelnde Quelle entspringt.
-Zuerst wird der obere Teil des Körpers 'bearbeitet', die Quelle läuft ganz langsam über und das Wasser breitet sich nach oben hin aus.
Wichtig: Wo das Wasser hinkommt beginnt die Haut ganz leicht zu Kribbeln, wie z.B. bei einem eingeschlafenen Fuß der gerade wieder 'aufwacht'.
-Man stellt sich vor, wie das warme sprudelnde Wasser sich ganz langsam die Arme hinunter ausbreitet, bei den Fingerspitzen fließt es nach draußen.
-Die gleiche Prozedur dann auch nach unten hin, die Beine hinunter und aus den Zehenspitzen nach draußen
-Zuletzt lässt man das kribbelnde Gefühl auch in den Kopf raufsteigen.
-Dann wartet man ein paar Minuten. Wenn man sich entspannt genug fühlt führt man die ganzen Schritte einfach rückwärts durch, man stellt sich vor wie das Wasser sich langsam wieder in die Quelle zurückzieht und diese versiegt, so sollte das Kribbeln verschwinden und nur ein angenehm warmes Gefühl zurückbleiben.

Danke für diesen Thread, find ich super! Die Übung oben hört sich schon nur beim lesen angenehm an. Probier ich unbedingt aus... danke :-)

Stell Dir vor Du stehst auf einem Berg, du beobachtest das schlimme Erlebnis der Vergangenheit von oben. Du siehst es nur klein von weitem. Du aber stehst auf einem Berg mit Wiese, Blumen und neben dir steht ein Festzelt, es spielt ein fröhliches Lied: Hey Pippilangstumpf oder Old MC Donalds has a Farm oder irgend ein anderes Lied was dich fröhlich stimmt. Blauer Himmel und manchmal hüpft eine lustige Trickfilmfigur über die Wiese. Trotzdem beobachtest Du was da mit dir passiert ist, aber unten im Tal. Du kannst Dir selbst auch Dinge zurufen wie: "Du schaffst das!" der "halte durch" oder "es tut mir Leid." oder "das ist so fies was dir da gerade passiert." oder "ich fühle mit"...

Macadamia

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Macadamia » Mo Dez 22, 2014 9:54 am

Zwei weitere Methoden:

Akzeptanz der Gefühle

Spür in dich hinein was Dir weh tut oder wo genau Du den Schmerz spürst... welches Gefühl oder welche Emotion ist mit diesem Schmerz gekoppelt? Ist es Trauer, Zorn, Wut, Hass, Frustration, Schmerz, Bitterkeit... etc... Wenn Du das Gefühl oder die Emotion zordnen kannst spür es für eine Zeit lang. Versuch es nicht zu unterdrücken sondern sag z.B. "Ja Zorn Du darfst da sein! Ich nehme Dich an. Fühl dann den Zorn so lange bis das Gefühl etwas abschwächt. Dann stell Dir vor dass da eine Flüssigkeit in dich reinkommt die dich von innen her reinigt, sie löst dieses Gefühl von innen her auf... Spür wie es sich langsam in jeder Pore auflöst. Such jetzt im Gefühl die Farbe aus, welche Dir jetzt gut tuen würde. Und stell Dir vor Du nimmst ein Bad darin.

Radikale Dankbarkeit

Wir sind mit unseren Eltern verstrickt. Eigentlicch wollen wir davon frei kommen, aber solange da Vorwürfe sind, bindet uns das an die Eltern und an den Täter und an die Vergangenheit...

Wir können unsere Vorwürfe aber durch radikale Dankbarkeit loslassen lernen. Stück für Stück...

Stell Dir nun vor: die Person mit der Du vertrickt bist steht vor Dir....

Sag ihr nun danke für jedes einzelne Gefühl welches diese Person in dir ausgelöst hat:

Sag Danke für den Schmerz, sag Danke für die Wut, sag Danke für den Zorn, sag Danke für die Trauer, sag Danke für die tiefen Gefühle, sag Danke für die Angst. Bedank Dich für jedes einzelne Gefühl welches Du durch diese Person gespürt hast.

Und dann sag Danke für all das was nicht da war du dir aber gewünscht hättest: Zum Beispiel:

Danke für die Anerkennung, die du mir GEBEN WOLLTEST, Danke für die Liebe, die du mir SCHENKEN WOLLTEST, Danke für die Geduld die du HABEN WOLLTEST, danke für die Verbundenheit, die du mir GEBEN WOLLTEST...

vielleicht fragst Du Dich nach dem Sinn dieser Übung... des Sinn dahinter ist, dass Du erkennst dass der Täter dir eigentlich auch ganz viel Gutes geben wollte, es aber nicht besser konnte, weil er es nicht gelehrnt hat oder Liebe auf ähnlichem Weg wie du erfahren hat. Er kann nur das weitergeben was er selbst kennt. Das was im Unbekannt ist kann er nicht geben... selbst dann nicht wenn er es gewollt hat.

Die Konzentration auf all Die Dinge die du gewollt hättest und die gefühlte Dankbarkeit kann etwas heilen und zwar in Bezug auf die Person, die du dir als Ansprechparnter vorstellst. Es braucht Wiederholungen... ist aber sehr effektiv, weil es die Gefühle verändert und durch Akzeptanz hilft loszulassen.

Silberlicht unl.

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Silberlicht unl. » Mo Dez 22, 2014 12:28 pm

Macadamia hat geschrieben:Zwei weitere Methoden:

Akzeptanz der Gefühle

Spür in dich hinein was Dir weh tut oder wo genau Du den Schmerz spürst... welches Gefühl oder welche Emotion ist mit diesem Schmerz gekoppelt? Ist es Trauer, Zorn, Wut, Hass, Frustration, Schmerz, Bitterkeit... etc... Wenn Du das Gefühl oder die Emotion zordnen kannst spür es für eine Zeit lang. Versuch es nicht zu unterdrücken sondern sag z.B. "Ja Zorn Du darfst da sein! Ich nehme Dich an. Fühl dann den Zorn so lange bis das Gefühl etwas abschwächt. Dann stell Dir vor dass da eine Flüssigkeit in dich reinkommt die dich von innen her reinigt, sie löst dieses Gefühl von innen her auf... Spür wie es sich langsam in jeder Pore auflöst. Such jetzt im Gefühl die Farbe aus, welche Dir jetzt gut tuen würde. Und stell Dir vor Du nimmst ein Bad darin.

Radikale Dankbarkeit

Wir sind mit unseren Eltern verstrickt. Eigentlicch wollen wir davon frei kommen, aber solange da Vorwürfe sind, bindet uns das an die Eltern und an den Täter und an die Vergangenheit...

Wir können unsere Vorwürfe aber durch radikale Dankbarkeit loslassen lernen. Stück für Stück...

Stell Dir nun vor: die Person mit der Du vertrickt bist steht vor Dir....

Sag ihr nun danke für jedes einzelne Gefühl welches diese Person in dir ausgelöst hat:

Sag Danke für den Schmerz, sag Danke für die Wut, sag Danke für den Zorn, sag Danke für die Trauer, sag Danke für die tiefen Gefühle, sag Danke für die Angst. Bedank Dich für jedes einzelne Gefühl welches Du durch diese Person gespürt hast.

Und dann sag Danke für all das was nicht da war du dir aber gewünscht hättest: Zum Beispiel:

Danke für die Anerkennung, die du mir GEBEN WOLLTEST, Danke für die Liebe, die du mir SCHENKEN WOLLTEST, Danke für die Geduld die du HABEN WOLLTEST, danke für die Verbundenheit, die du mir GEBEN WOLLTEST...

vielleicht fragst Du Dich nach dem Sinn dieser Übung... des Sinn dahinter ist, dass Du erkennst dass der Täter dir eigentlich auch ganz viel Gutes geben wollte, es aber nicht besser konnte, weil er es nicht gelehrnt hat oder Liebe auf ähnlichem Weg wie du erfahren hat. Er kann nur das weitergeben was er selbst kennt. Das was im Unbekannt ist kann er nicht geben... selbst dann nicht wenn er es gewollt hat.

Die Konzentration auf all Die Dinge die du gewollt hättest und die gefühlte Dankbarkeit kann etwas heilen und zwar in Bezug auf die Person, die du dir als Ansprechparnter vorstellst. Es braucht Wiederholungen... ist aber sehr effektiv, weil es die Gefühle verändert und durch Akzeptanz hilft loszulassen.
Radikale Akzeptanz - ja. Dazu gehört das akzeptieren der eigenen Gefühle dazu.

Aber due hier beschriebene "radikale Dankbarbeit" ist für (komplex)traumatisierte Menschen, die um ihre Alltagsstabilität ringen, die einfach froh sind, wenn sie ohne größere Flashbacks "funktionieren" destabilisierend bis retraumatisierend.

Auf entsprechenden Seiten im Netz findet sich der "Hinweis", dass diese Technik nicht für Menschen geeignet ist, die "...die ärztlicher oder psychotherapeutischer Behandlung oder Unterstützung bedürfen..." alternativ kann man sich darüber auf einer sehr christlich orientierten Seite informieren, allerdings haben die mit Psychotraumatologie nix am Hut.

Gast

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Gast » Di Jan 06, 2015 1:56 am

@Macadamia:
Das Konzept der Radikalen Dankbarkeit kenne ich von Tätern. Damit will ich nicht sagen, du seist einer, aber es wäre gut zu hinterfragen. Und tut mr leid, aber diese Aussage kann nicht stimmen:
Macadamia hat geschrieben: der Täter dir eigentlich auch ganz viel Gutes geben wollte, es aber nicht besser konnte, weil er es nicht gelehrnt hat oder Liebe auf ähnlichem Weg wie du erfahren hat. Er kann nur das weitergeben was er selbst kennt. Das was im Unbekannt ist kann er nicht geben... selbst dann nicht wenn er es gewollt hat.
Täter wissen sehr wohl, was Liebe ist. Warum erwarten sie sonst, dass die ganze Welt sie liebt und auf ihre Bedürfnisse eingeht? Sie wollen geliebt werden, aber nicht selbst lieben. Sie wollen nehmen, aber nicht geben. Sicher, wer immer nur nimmt, hat nicht gelernt zu geben. Aber das sollte wohl nicht das Problem eines traumatisierten Menschen sein. Beim sex. Mb gibt es nichts zu verzeihen und dafür Dankbarkeit entgegenzubringen, scheint mir therapiebedürftig.

peshewa
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Di Jan 06, 2015 2:37 pm

genau dieses mitleid macht mich so fertig. wenig stabilisierend auf jeden fall.
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Mo Feb 02, 2015 1:27 pm

aus: 1001 Erfolgsgeheimnisse

Ziele schriftlich setzen: Das Aufschreiben ist so etwas wie ein Vertrag mit sich selbst – Ziele werden dadurch verbindlicher und man hält länger durch. Zudem ist man dadurch gezwungen, seine Ziele genauer zu formulieren und man vergisst sie nicht so schnell.

Nutze Brainstorming: Als ersten Schritt zur Findung von Zielen empfiehlt sich das Brainstorming. Schreibe alles auf, was dir an möglichen Zielen einfällt. Sei ruhig etwas verrückt dabei. Es macht nichts, wenn dir einzelne Ziele unrealistisch vorkommen. Hinterfragen kannst du sie immer noch.

Betrachte dein gegenwärtiges Leben: Bist du zufrieden? Mit was bist du zufrieden und mit was nicht? Das gibt dir Anhaltspunkte darüber, was du in deinem Leben aufrechterhalten und was du ändern willst.

Frage dich, wo, wann und mit wem du dich wohl fühlst: Auch das liefert wichtige Anhaltspunkte für deine Ziele.

Male dir den perfekten Tag aus: Wo wohnst du? Mit wem? Was besitzt du alles? Was tust du den lieben langen Tag?

Stell dir deinen 80. Geburtstag vor: Was sollen die Festgäste rückblickend über dich sagen? Was hast du hoffentlich zu diesem Zeitpunkt alles erreicht?

Stell dir vor, dass du unermesslich reich bist: Oft träumen wir von Dingen, für die man gar nicht so viel Geld braucht, wie erwartet.

Setze dir Ziele für jede Säule deiner Identität: Du solltest deine Ziele in Balance bringen, um wirklich langfristigen Erfolg und vor allem Glück und Zufriedenheit im Leben zu haben. Vernachlässige also keine deiner fünf Säulen:

Gesundheit, Körper und Psyche
Familie und soziale Beziehungen
Arbeit und Leistung
Besitz und Einkommen
Persönliche Werte und Lebenssinn
Kurzfristige Ziele sollten sich an den eigenen Stärken orientieren: Kurzfristig hast du nicht genug Zeit um Schwächen auszumerzen.
Deine kurzfristigen Ziele dürfen nicht zu groß sein: Sind deine kurzfristigen Ziele zu groß und nicht realistisch erreichbar, verlierst du vielleicht den Mut und gibst auf.
Deine langfristigen Ziele dürfen (und sollten sogar) herausfordernd sein: Dennoch musst du realistisch bleiben. Es geht dabei weniger darum, ob deine langfristigen Ziele per sè erreichbar sind. Es geht darum, ob du dir das selbst zutraust oder nicht. Auch wenn langfristige Ziele durchaus erreichbar sind – wenn du es dir nicht zutraust und Zweifel hegst, dann wirst du sie kaum erreichen. Es ist also wichtig, dass du dir vorstellen kannst, deine langfristigen Ziele zu erreichen. Trotzdem sollten sie dich herausfordern.
Langfristige Ziele müssen sich nicht an den eigenen Stärken orientieren: Langfristig hast du ja genug Zeit, um deine Schwächen auszumerzen und Stärken weiter auszubauen.

Werde dir deiner Stärken bewusst: Um seine kurzfristigen Ziele auf Stärken auszurichten, muss man diese überhaupt mal kennen. Es gibt viele Methoden um sich seine Stärken bewusst zu machen. Dazu zählen Brainstorming, Fremdbeurteilung und die Bewertung eigener Eigenschaften durch Fragebögen. Außerdem gibt es verschiedene Analyseinstrumente wie das Fünf-Faktoren-Modell bzw. das DiSG-Persönlichkeitsprofil. Näheres erfährst du hier.

Mach dir deine Motivation bewusst: Manche Ziele motivieren uns mehr als andere. Deshalb stell dir bei jedem Ziel die Frage, ob du dieses Ziel erreichen willst, weil du es selbst als erstrebenswert ansiehst. Oder hast du dir dieses Ziel nur deshalb gesetzt, weil es allgemein als erstrebenswert gilt in unserer Gesellschaft?

Bewerte den Schwierigkeitsgrad jedes Ziels: Wie schwierig ist es, deine einzelnen Ziele zu erreichen?

Gleiche den Schwierigkeitsgrad mit deiner Motivation und deinen persönlichen Stärken ab: Auch schwierige Ziele kann man erreichen, wenn sie auf hohe Motivation und/oder auf persönliche Stärken treffen.

Berücksichtige auch deine persönlichen Werte: Wie lauten deine Wertvorstellungen? Wie wichtig sind dir zum Beispiel Familie und Freunde, ein gut bezahlter Job und ein eigenes Haus? Weitere Impulse hierzu erhältst du hier.

Deine Ziele sollten sich nicht widersprechen: Laut Psychologen ist unsere Willenskraft begrenzt. Deshalb sollten wir uns nicht zu viel auf einmal vornehmen. Gleichzeitig einen neuen Job anzufangen, Haus zu bauen und ein Kind zu bekommen, wird wohl des Guten zu viel sein.

Unterteile deine Ziele in kurz-, mittel- und langfristige: Langfristige Ziele bedürfen mehr als drei Jahre zu ihrer Realisierung. Mittelfristig sind Ziele dann, wenn sie für Zeiträume von einem bis drei Jahre gesetzt werden.

Setze dir Teilziele: Vor allem deine langfristigen Ziele solltest du weiter unterteilen. Teilziele sorgen dafür, auch unterwegs bereits gewisse Erfolge feiern zu können. Große Ziele geben unserem Leben zwar einen Sinn und sie geben auch die Richtung vor – zum aktiven Handeln animieren sie meist aber nicht. Das tun deine kurzfristigen Ziele. Wenn du dir Teilziele für deine langfristigen Ziele setzt, dann hast du das Beste beider Welten.

Ein Ziel sollte SMART sein: SMART steht für spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminisiert. Weitere Infos erhältst du hier.

Sorge dafür, dass die Erreichung deiner Ziele auch anderen nützt: Wenn unsere Ziele nicht nur uns selbst nützen, sondern auch anderen, dann strengen wir uns in der Regel noch mehr an. Deshalb empfehle ich dir, bereits beim Setzen deiner Ziele zu überlegen, ob es auch für andere einen Nutzen hat, wenn du dieses Ziel weiterverfolgst.

Verwende ein eigenes Buch für das Setzen deiner Ziele: Kauf dir ein (Notiz-)Buch, indem du deine Ziele setzt, die in der Serie genannten Übungen machst und die nächsten Schritte planst. So hast du alles schön beieinander.

Willst du deine Ziele wirklich erreichen: Male dir aus, was passiert, wenn du deine Ziele wirklich erreicht hast. Willst du wirklich so leben? Oft glauben wir nur, dieses und jenes erreichen zu wollen, weil es in unserer Gesellschaft als erstrebenswert gilt. Es ist aber nicht gesagt, dass wir das auch so wollen.


Tipps um seine Ziele zu erreichen
Setze Prioritäten: Je nach Wichtigkeit deiner Ziele solltest du klare Prioritäten setzen. Alle Ziele kannst du wahrscheinlich nicht gleichzeitig verfolgen.

Erreiche mit nur einer Aktivität mehrere Ziele: Hast du Ziele, die schön zusammenpassen? Kannst du vielleicht gleichzeitig mehrere Ziele erreichen – mit nur einer Aktivität?

Achte auf deine Kapazitäten: Mute dir vor allem kurzfristig nicht zu viel zu. Beurteile zu aller erst mal deine derzeitigen physischen und psychischen Kapazitäten. Beleuchte dazu dein derzeitiges Leben. Hast du gerade ohnehin viel um die Ohren oder ist dein Leben momentan eher ruhig?

Ziele bekannt machen: Wir Menschen neigen dazu, uns selbst rechtfertigen zu müssen. Wenn jemand anderes von unseren Zielen weiß, dann setzen wir in der Regel alles daran, sie auch zu erreichen. Ansonsten würden wir eine Niederlage eingestehen.

Liefere periodische Fortschrittsberichte ab: Wenn man z.B. einem Freund oder einer Freundin in regelmäßigen Abständen von seinen Fortschritten berichtet, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man nicht bereits nach kurzer Zeit aufgibt und die Verfolgung des Ziels einstellt. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit enorm, dass man seine Ziele erreicht.

Stelle die fünf Säulen deiner Identität grafisch dar: Druck sie dir gemeinsam mit den jeweiligen Zielen aus und bewahre den Ausdruck wo auf, wo du ihn oft zu Gesicht bekommst.

Merke dir deine wichtigsten Ziele durch ein Akronym: Dadurch kannst du dir deine Ziele ständig in Erinnerung rufen.

Stärke dein Selbstvertrauen: Um seine Ziele besser erreichen zu können, solltest du auch etwas für dein Selbstvertrauen tun. Vor allem dann, wenn du ein schwaches Selbstvertrauen hast. Übungen dazu findest du in meiner Serie für mehr Selbstvertrauen.

Werde dir deiner negativen Glaubenssätze bewusst: Zum Beispiel könntest du ständig finanzielle Schwierigkeiten haben, weil du schlecht über Geld denkst. Du hast vielleicht den Glaubenssatz, dass Geld den Charakter verdirbt. Somit verhindert dein Unterbewusstsein, dass du je über größere Geldreserven verfügen wirst.

Ändere deine negativen Glaubenssätze: Was wir glauben, muss noch längst nicht wahr sein. Deshalb macht es durchaus Sinn, dass wir unsere negativen Glaubenssätze ändern. Denn diese hindern uns oft genug daran, dass wir unsere Ziele erreichen. Beginne also, deine Glaubenssätze zu hinterfragen und zu ändern, indem du z.B. Gegenbeweise dafür suchst.

Etabliere neue Gewohnheiten: Um deine Ziele zu erreichen, solltest du dich fragen, welche täglichen Gewohnheiten dich dabei unterstützen könnten. Dann versuche, dir diese neuen Tätigkeiten anzugewöhnen. Doch achte dabei auf deine Kapazitäten (siehe oben).

Werde schlechte Gewohnheiten los: Frage dich auch, welche Gewohnheiten deinen Zielen im Weg stehen könnten. Versuche dann, diese Gewohnheiten so gut es geht loszuwerden – oder zumindest einzuschränken.

Belohne dich für Zwischenerfolge: Jedes Mal wenn du ein Teilziel erreichst, könntest du dir etwas Gutes tun. Was das ist, bleibt natürlich dir überlassen. Da hat jeder von uns andere Vorlieben.

Setze dir Konsequenzen bei Nichterreichung: Umgekehrt könntest du dir auch Konsequenzen für den Fall setzen, dass du ein Ziel mal nicht erreichst. Manche Menschen treibt dies eher dazu an, aktiv zu werden, als die Belohnung für Erfolge.

Komme ins TUN: Komme unbedingt gleich ins TUN. Nicht morgen, sondern noch heute. Es ist wirklich wichtig, dass du gleich erste Aktionen setzt, die dich deinen wichtigsten Zielen näher bringen. Je länger du damit wartest, desto unwahrscheinlicher wird es, dass du deine Ziele erreichst.

Mache Phantasiereisen: Stell dir vor, wie es ist, wenn du dein Ziel erreicht hast. Was fühlst du dann? Wie geht es dir dabei? Wenn du oft genug in positiver Art und Weise darüber denkst, dann unterstützt dich dein Unterbewusstsein bei der Erreichung des Ziels.

Nutze Autosuggestion: Autosuggestion verfolgt das Ziel, das eigene Unterbewusstsein zu trainieren. Dies wird erreicht durch wiederholte Selbst-Affirmationen. Das heißt, dass bei der Autosuggestion eine bestimmte Phrase immer wieder in Gedanken wiederholt wird. Sinn und Zweck davon ist, dass dies mit der Zeit ins Unterbewusstsein dringt und unser Denken und Verhalten langfristig beeinflusst.

Ziele mit Leichtigkeit erreichen: Ziele kann man auf unterschiedliche Art und Weise erreichen. Man kann es sich schwer machen, indem man Dinge tut, die man hasst, nur weil man glaubt, damit besonders schnell die eigenen Ziele zu erreichen. Meist ist aber das Gegenteil der Fall. Wenn man Dingen nachgeht, die man hasst, dann gibt man schneller wieder auf. Überlege dir also, wie du deine Ziele mit Leichtigkeit erreichen kannst – mit Tätigkeiten, die dir liegen.
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