Stabilisierungstechniken

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Insight

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Insight » Di Sep 24, 2013 7:15 am

Regenbogentänzer hat geschrieben:vielleicht kann ja jemand auch damit etwas anfangen ist von mir...


Der Wind oder ein Moment voll Glück

Ich stehe hier ganz still am Meer und vergesse alles um mich herum.
Alles andere ist unwichtig und unwirklich.
Nur der Wind, die Wellen des Meeres und ich.
Bin ganz leise, lausche dem Wind sein Lied.
Er singt mir seine Geschichte von Freiheit, vom Glücklich sein
und von seinen Tänzen mit den Wellen.
Davon wie er mit dem Meeresrauschen zusammen singt,
wie er die Möwen durch die Lüfte trägt.
Ich hör ihm einfach nur zu. Alles ist unwichtig.
Die Welt, das Universum und ich. Einfach alles.
Nur er, ganz allein er, der Wind und sein Lied sind jetzt wichtig.
Er singt unentwegt und wunderschön.
Ich möchte den Wind umarmen, aber er lässt mich nicht.
Er tanzt um mich herum als wäre er ein Teil von mir,
würde zu mir gehören und umarmt mich.
Spielt um meinen Kopf herum und bläst alle Sorgen fort.
Er schmeißt sie ins Meer und trägt sie mit den Wellen in die Ferne,
so weit das ich sie nicht mal mit einem Fernrohr entdecken könnte.
Das ist seine Art Dankeschön zu sagen wenn man ihm nur aufmerksam zuhört.
Dafür schenkt er dir ein bißchen Freiheit und einen Moment des Glücklichseins.
Einfach nur da stehen und den vollkommenen Moment des Seins genießen,
dem Lied des Windes zuzuhören.
Wenn dir das gelungen ist wirst du bemerken wie er anfängt
mit den Wellen und dir gemeinsam zu tanzen.
So als hätte er nie etwas anderes getan.
Er hat dich in seine Geschichte und in seinen Freundeskreis aufgenommen
und wird sie immer ein Leben lang weitererzählen,
dem Nächsten der ihm zuhören will.
Ihr seid jetzt beste Freunde, er nahm ein Teil von dir mit auf seine lange Reise und du wirst immer ein Teil von ihm in dir tragen.

So wie ich.


lg W.
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Vielen Dank Regenbogentänzer
das gefällt mir...mfg Insight :)
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Lorelei
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Lorelei » Di Sep 24, 2013 2:12 pm

Gewaltfreie Kommunikation (Fortgeschrittene)

Lese gerade ein Buch über gewaltfreie Kommunikation - wie kann ich Konflikte lösen, ohne dass ich destruktive Macht ausüben muss? Ich darf mal zitieren:

Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist ein Konzept, das von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Es soll Menschen ermöglichen, so miteinander umzugehen, dass der Kommunikationsfluss zu mehr Vertrauen und Freude am Leben führt. GfK kann in diesem Sinne sowohl bei der Kommunikation im Alltag als auch bei der friedlichen Konfliktlösung im persönlichen, beruflichen oder politischen Bereich hilfreich sein. Im Vordergrund steht nicht, andere Menschen zu einem bestimmten Handeln zu bewegen, sondern eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht. Manchmal werden auch die Bezeichnungen „Einfühlsame Kommunikation“, „Verbindende Kommunikation“, „Sprache des Herzens“ oder „Giraffensprache“ verwendet.

Grundmodell der GfK

Die vier Schritte der GfK sind Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte:

Beobachtung bedeutet, eine konkrete Handlung (oder Unterlassung) zu beschreiben, ohne sie mit einer Bewertung oder Interpretation zu vermischen.
Es geht hierbei darum, nicht zu bewerten, sondern die Bewertung von der Beobachtung zu trennen, so dass das Gegenüber Bescheid weiß, worauf man sich bezieht.

Die Beobachtung löst ein Gefühl aus, das im Körper wahrnehmbar ist und mit mehreren oder einem Bedürfnis in Verbindung steht.
Damit sind allgemeine Qualitäten gemeint, die vermutlich jeder Mensch auf Erden gerne in seinem Leben hätte, wie zum Beispiel Sicherheit, Verständnis, Kontakt oder Sinn. Gefühle sind laut GfK Ausdruck dessen, ob ein Bedürfnis gerade erfüllt ist oder nicht, eine Art Indikator. Für den einfühlsamen Kontakt sind Bedürfnisse sehr wichtig, da sie den Weg zu einer kreativen Lösung weisen, die für alle Beteiligten passt.

Aus dem Bedürfnis geht schließlich eine Bitte um eine konkrete Handlung im Hier und Jetzt hervor. Um sie möglichst erfüllbar zu machen, lassen sich Bitten und Wünsche unterscheiden: Bitten beziehen sich auf Handlungen im Jetzt, Wünsche dagegen sind vager, beziehen sich auf Zustände („sei respektvoll“) oder auf Ereignisse in der Zukunft. Erstere sind leichter zu erfüllen, haben deshalb auch mehr Chancen auf Erfolg. Rosenberg schlägt außerdem vor, Bitten in einer „positiven Handlungssprache“ zu formulieren – sprich, zu sagen, was man will, statt was man nicht will. Man kann unterscheiden zwischen einer Handlungsbitte (beispielsweise darum, die Geschirrspülmaschine auszuräumen) und einer Beziehungsbitte (beispielsweise um eine Beschreibung der eigenen Empfindungen).

Rosenberg fasst die Schritte der GfK in folgendem Satz zusammen:

„Wenn ich a sehe, dann fühle ich b, weil ich c brauche. Deshalb möchte ich jetzt gerne d.“
Zum Beispiel: "Weil ich sehe, dass du zu spät zu unserer Verabredung gekommen bist, fühle ich mich einsam und traurig, weil mir die Verbindung zu dir wichtig ist. Deshalb möchte ich jetzt gerne, dass du dich entschuldigst, mir erzählst, warum du zu spät gekommen bist, und dir unsere nächste Verabredung in deinen Terminkalender einträgst."

Es ist ziemlich schwierig, das auch in der Praxis anzuwenden. Aber allein der Gedanke, dass die Interpretation meiner Beobachtungen wichtiger sein kann als die Beobachtung an sich, ist schon mal hilfreich, wenn jemand zu spät zu einer Verabredung kommt. Auch die "Lebensentfremdete Sprache" fand ich sehr interessant, weil man sehr oft (!) sagt: "Ich fühle mich ignoriert" oder "ich fühle mich übervorteilt" oder andere Dinge, was aber nicht wirklich das Gefühl beschreibt, sondern das Verhalten eines anderen Menschen.

Auch interessant fand ich, wie vage und ungenau unsere Wünsche oft formuliert sind. Wenn ich möchte, dass sich jemand mir gegenüber rücksichtsvoll verhält, dann kann das alles Mögliche heißen, vom Anklopfen an der Zimmertür, bevor man herein kommt, bis zur Bereitschaft, auch nachts um drei noch ein Telefongespräch mit mir zu führen, wenn es mir gerade schlecht geht.

Notabene sei gesagt, dass sich die Gewaltfreie Kommunikation zwar in vielen Situationen anwenden lässt, auch gegenüber sich selbst (wer kennt das nicht, sich selber unnötig runterzumachen?) aber nicht in allen. Sie ist eines von mehreren Werkzeugen, um mit Menschen zu kommunizieren, ohne sie und oder sich selbst zu verletzen.

Und ja, GfK-Trainer gibt es auch in Deutschland!

https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation
Was hinter uns liegt und was vor uns liegt ist nichts in Vergleich zu dem, was in uns liegt. - Ralph Waldo Emerson

peshewa

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Sa Nov 09, 2013 3:01 pm

"Don't give in to guilt. Feeling guilty is normal, but understand that no one is a "perfect" caregiver. You're doing the best you can at any given time. Your house does not have to be perfect, and no one will care if you eat leftovers three days in a row. And you don't have to feel guilty about asking for help."

darklady

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von darklady » Do Nov 14, 2013 12:32 pm

Hallo,
Vielen dank das du angefangen hast diese techniken hier aufzufuehren.
Ich habe mir eine welt geschaffen in der es keine gefahr gibt... dorthin ziehe ich mich nun immer zurueck wenn ich mal wd boese bilder im kopf habe...
Vielen dank dafuer.

Schieb

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Schieb » Sa Nov 30, 2013 5:40 am

:arrow:

eva*

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von eva* » Sa Dez 21, 2013 8:01 pm

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peshewa

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Fr Jan 24, 2014 11:22 am

Es mag seltsam klingen, aber manchmal stabilisiert es auch wenn alles zusammen bricht. Da ist eine Waage und ständig hängt man da und dort wieder was ran weil wieder was im Ungleichgewicht ist und das scheiss Ding geht hin und her und irgendwann kann man eben nicht mehr ausbalancieren und dann bricht die ganze kacke zusammen. Am Boden kann nichts mehr wackeln, zwar wird man immer noch von den Gewichten erschlagen, aber man rennt nicht mehr der Hoffnung nach, darf auch einfach mal liegen bleiben.
Für mich war es eine wichtige Lektion zu lernen, auch mal liegen bleiben zu dürfen. Instabil am Boden zu liegen und mich von Gewichten zertrümmern zu lassen.
Ich wollte das mal anmerken, weil ich es wichtig finde. Aber gerade bin ich dabei wieder irgendwie aufzustehen. Die Gewichte zu tragen, weil ich sonst nicht weiter komme, wenn ich radioaktiv im Boden versickere.

Manchmal weiss ich nur nicht wo anfangen, irgendwie, stehe mal wieder vor so vielen Scherben. Daher:

Tagesstruktur
Sport

Zwei Vorsätze, die stabilisieren sollen. Nur weil ich Neujahr verpasst habe, bedeutet das nicht, dass man keine Vorsätze mehr machen kann.

Roseana

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Roseana » Fr Feb 28, 2014 6:15 pm

Danke Pesh du hilfst mir grad sehr, ich habe heute versagt, kann ich das wieder gutmachen? Hoffe es.

Ahkira8
Beiträge: 3338
Registriert: Mo Jul 02, 2012 6:45 pm
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Ahkira8 » Sa Apr 26, 2014 3:11 pm

Möchte auch danke sagen Pesh, das hast du gut beschrieben, denn ich kann grad meine Waage nicht ausbalancieren, wache morgen auf und weiß nur dass ich noch am Leben bin.
Mein Gewicht was mich etwas oben hält sind drei Personen die mir wichtig sind.

Aber Sport ist auch sehr hilfreich

peshewa

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Mo Mai 05, 2014 10:01 am

https://www.youtube.com/watch?v=LXxWMEMA2Zc
I never want to die
I wanna live in the sky

Up in the sky, you can fly
You will make it if you try
In the sky you are far away

peshewa

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von peshewa » Mo Mai 05, 2014 10:07 am

6 Tipps, wie du dein Selbstvertrauen und dein Selbstwertgefühl garantiert zerstörst

Achtung, Ironie!

1. Denke permanent schlecht von dir: wenn es dir gut geht, dann denke, dass du das nicht verdient hast; wenn dir etwas gelingt, dann denke, das sei nur Zufall; wenn es dir schlecht geht, dann halte das für selbstverständlich - du hast es schließlich nicht anders verdient.
Das Dümmste, was du tun kannst, wäre, dir einzureden, dass du es verdient hast, dass es dir gut geht oder noch schlimmer, wenn du gar stolz auf dich wärst, wenn dir etwas gelingt. Durch solche Selbstbeweihräucherung gefährdest du dein Unglücklichsein und setzt deine schlechte Laune aufs Spiel.

2. Mache deinen Wert immer vom Ergebnis deines Handelns abhängig. D.h. gelingt dir etwas nicht oder machst du etwas falsch, dann sei hart und unbarmherzig zu dir und verurteile dich dafür als Mensch aufs Schärfste. Sag dir: "Du bist ein Versager, du kannst nichts, du taugst nichts, was du anpackst, machst du verkehrt, du Idiot".
Das Dümmste wäre, Nachsicht mit dir zu haben - das würde unter Umständen zu guten Gefühlen führen. Unterlass es also unter allen Umständen Dinge zu dir zu sagen wie: "Das kann jedem passieren, Fehler machen ist menschlich, du bist ein liebenswerter und wertvoller Mensch, auch wenn du versagt oder du dich falsch verhalten hast".

3. Lass dir alles gefallen und schlucke alle Ungerechtigkeiten hinunter; du verdienst es, schlecht und ungerecht behandelt zu werden. Wenn du dir nämlich alles gefallen lässt, dann kannst du dich selber nicht leiden und ekelst dich vor dir selbst immer mehr.
Das Dümmste wäre, wenn du dich wehren würdest und vielleicht sogar dadurch Recht bekämst: dann könntest du unter Umständen stolz auf dich sein und damit hätte dein Unglücklichsein ein Ende.

4. Widersprich anderen sofort, wenn diese dir Komplimente machen und dich loben. Sag: "Das ist nichts Besonderes, das kann jeder".
Das Dümmste wäre, wenn du anderen innerlich oder gar offen für deren Lob dankst und es lächelnd annimmst. Dann kannst du dein Unglücklichsein vergessen. Also immer widersprechen und betonen, dass die anderen sich irren und dir klarmachen, dass diese dir nur Honig um den Mund schmieren wollen.

5. Habe ständig etwas an dir auszusetzen: an deinem Äußeren, an deiner Arbeit, an deinem Charakter, an deinen Leistungen, .... Eine absolut sichere Strategie für dauerhaftes Unglücklichsein und ein geringes Selbstvertrauen. Etwas Besseres hat die Psychologie kaum zu bieten, um dir ein miserables Leben zu garantieren.
Das Dümmste wäre, nach positiven Seiten von dir zu suchen. Das birgt die Gefahr, dass du fündig wirst und dann möglicherweise ein wenig stolz auf dich bist. Dann kannst du dein Unglücklichsein vergessen. Also immer schön feste auf dich draufhauen und dich klein machen.

6. Mache eine Liste von all deinen Fehlern und Schwächen. Schreib dir all deine Misserfolge der Vergangenheit auf, notiere dir, was du alles falsch gemacht hast, wo du dich falsch entschieden hast. Frage andere, was diese an dir auszusetzen haben und nimm diese Kritik in deine Liste auf. Und nun lese dir diese Aufzählung deiner Unvollkommenheiten täglich mehrmals durch. Übrigens diese Liste ist nie vollständig: schließlich machst du ja fast jeden Tag neue Fehler. Also nicht vergessen, diese auch auf deine Liste zu setzen. Du wirst sehen: diese Strategie bringt deine Stimmung garantiert in Nullkommanichts auf den Nullpunkt, wenn nicht gar auf den Gefrierpunkt.
Das Dümmste wäre, nach deinen positiven Seiten und Stärken Ausschau zu halten oder dir gar diese immer wieder vor Augen zu halten: das könnte deine schlechte Stimmung schlagartig aufhellen und es könnte dir besser gehen.
Hüte dich also unter allen Umständen davor, eine Positivliste zu machen, in der du all das notierst, was du an positiven Seiten hast und was du gut gemacht hast!
auf der sucze nacg dem weg da raus

Waldkatze
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Waldkatze » Mo Mai 26, 2014 11:47 pm

Weil es wichtig ist hier nochmal:

Bernhard von Clairvaux: Schale der Liebe

Wenn du vernünftig bist, erweise dich als Schale und nicht als Kanal, der fast gleichzeitig empfängt und weitergibt, während jene wartet, bis sie gefüllt ist. Auf diese Weise gibt sie das, was bei ihr überfließt, ohne eigenen Schaden weiter. Lerne auch du, nur aus der Fülle auszugießen, und habe nicht den Wunsch, freigiebiger zu sein als Gott. Die Schale ahmt die Quelle nach. Erst wenn sie mit Wasser gesättigt ist, strömt sie zum Fluss, wird sie zur See. Du tue das Gleiche! Zuerst anfüllen und dann ausgießen. Die gütige und kluge Liebe ist gewohnt überzuströmen, nicht auszuströmen. Ich möchte nicht reich werden, wenn du dabei leer wirst. Wenn du nämlich mit dir selber schlecht umgehst, wem bist du dann gut? Wenn du kannst, hilf mir aus deiner Fülle; wenn nicht, schone dich.
Ich bin, wer ich bin, und das alles bin ich. Punkt.

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Dorie
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Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Dorie » Fr Jun 20, 2014 8:10 pm

:arrow:
Träume nicht dein Leben,sondern lebe deinen Traum


Gib mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut,Dinge zu ändern,die ich ändern kann.
Gib mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

sht-engel

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von sht-engel » Di Jul 08, 2014 3:28 pm

ich schieb mal^^

Kaleidoskop

Re: Stabilisierungstechniken

Beitrag von Kaleidoskop » So Jul 13, 2014 4:20 pm

Mir ist gerade noch etwas eingefallen, was mich ziemlich gut stabilisiert, ist vielleicht nicht für jeden was, aber wer weiß:
Wenn gerad so viel Mist hochkommt und ich mich eklig oder dreckig fühle, dann funktioniert es manchmal dass ich mir denke: So! Und diesen
Mist lade ich jetzt bei denen ab, die es verdient haben!
Und dann stell ich mir vor wie ich diese Müllberge in mir raushole und dann in einen riesigen LKW packe und genau vor der Tür meiner "Eltern"
stoppe und es voller Genuss dort ablade. Das mach ich so oft bis alles dort ist. Vielleicht mach ich das auch im realen Leben irgendwann mal.
Es wär mir das größte Vergnügen. Oder ich lade es auf ihrem Grab ab. Das hab ich eh geplant.
Sowas könnte man sich auch vorstellen. Ich begrabe auch oft alle Sorgen mit meinen "Eltern" gemeinsam und trete nochmal voll
drauf. Also wer Wut loswerden will oder Ekelgefühle, da gehören sie hin.

Und was mir noch hilft ist:
sich schöne Momente wirklich ganz ganz plastisch im Gedächtnis zu verankern. Ich hab dabei immer ein Gespräch mit einem netten
Menschen vor mir, das kann ich sofort aktivieren wenn ich mich unwohl fühle. Der Mensch hat da gesagt:"Die wissen alle nicht wie
du bist. Du definierst dich selbst. Die kennen dich hier alle nicht. Es ist egal was sie sagen oder denken".
Das gibt mir unglaublich viel Auftrieb und in das Bild komm ich sehr gut rein.
Mir hilft das mehr als ein imaginärer sicherer Ort, obwohl das auch schon gut ist, aber diese reale Situation immer vor Augen zu
haben wie ein Schutzschild, selbst das Gefühl dazu zu haben wie ich mich da gefühlt hab. Das ist großartig.

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