tabuthema suizid

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
Gastacht

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Gastacht » Mo Jun 24, 2019 5:15 pm

Mal wieder hier...
Exakt wie bei dir zwolf.. ich bin es so satt zu warten, zu hoffen, zu kämpfen...
Ja Wellen, ja Ressourcen...
..
Aber das gute wird nicht mehr sondern weniger.
Die Schlinge eher
Der Neid grösser
Die Akzeptanz weniger
Die Kraft schwächer.
Es macht Angst aber so ist es...
Die Kraft und das Vertrauen in Helfer schwindet seir 1-1,5 jahren extrem...
Denkverbote von früher müssen plötzlich gedacht werden.

Und ja die Tendenz zum guten, zur Stabilisierung nach 5,10 oder 15 Jahren gibt es bei vielen. Vermute ca 60- 70 Prozent. Aber es gibt den Rest die halt verenden psychisch oder eben auch körperlich durch Suizid. Das ist so. Hier darzustellen man müsse nur an sich arbeiten ist gefährlich. Gerade wenn man sehr früh mb wurde , rit***les erlebt hat etc oder keinerlei Hilfe hatte oder oder.. gibt es viele die auf der Strecke bleiben. Egal wie man kämpft.
Das sagen sogar Experten.
Bitte bitte nicht mehr diesen unausgesprochene aber gedachte dann sind sie halt im Opfer status oder strengen sich nicht an mist. Das Kotzt mich an und ist auch einfach falsch.
Eine war zu meine Freundin. Sie hat sich vor 4 Wochen umgebracht. Zig Jahre thera. Gekämpft bis zum Schluss. Sie war alles aber nicht im opferstatus
.
Naja so ist das.

Wolfsfrauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfsfrauen. » Mo Jun 24, 2019 8:46 pm

Danke gastacht… für Deine Worte und Deinen Mut, sie auszusprechen....
Denn für uns liegt darin eben auch eine "Wahrheit".. die zu oft aberkannt wird..
wodurch wir nur noch verletzlicher.... und immer stummer werden....
Hoffen es ist verständlich, was wir auszudrücken versuchen.....
Besser geht es nicht....
keine Kraft mehr....

keine ahnung

Re: tabuthema suizid

Beitrag von keine ahnung » Mo Jun 24, 2019 9:49 pm

jo, kann ich ähnlich unterschreiben. kämpfen und kämpfen und kämpfen, sich mühe geben, alles im blick haben, froh darüber woander irgendwie gebraucht zu werden, einen sinn finden, dem leben bedeutung geben, verbindungen schaffen. und nichts klappt und immer mehr bricht weg (auch ohne einfluss drauf zu haben). einsamkeit potenziert sich, wie auch müdigkeit und mut- und hoffnungslosigkeit. ich habe drei menschen von einem doch recht ernsthaften versuch erzählt (zwei "professionell")- schweigen, ignoranz, wut des gegenübers - und nein, es ging nicht um aufmerksamkeit, eine form von konfliktlösung, schuld oder sonstiges. im nachhinein ist alles noch kaputter als vorher. und nein, keine opferrolle. eher das gegenteil.

Gastacht

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Gastacht » Di Jun 25, 2019 8:58 am

Danke ihr beiden. Ach wolfsfrauen. Les dich hier schon sehr lange und wünsch dir so sehr besserung...Ja meine ex thera war da sehr gut. Sie hat das immer betont. Gesat: wir wissen nicht wie es ausgeht...
Haß theras die sagen: es wird gut.
Das weiss niemand.
Hab natürlich gedacht es geht klar gut. Aber das ist ja dann mein Problem.
Ja anzuerkennen dass es schlechter wird muss sein. Bei Krebs Patienten sagt ein Arzt auch nicht das Gegenteil wenn es schlechter wird...
Tut mir sehr leid keine Ahnung. Ja auch Profis rasten bei Suizid oft aus.kenn ich auch. Bzw können damit nicht umgehen
Ich wünsch euch einen ok Tag.
Gastacht

~SteinHart~
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von ~SteinHart~ » Mi Jun 26, 2019 2:04 pm

Darf ich mal gepflegt beleidigt sein?
Als ich vor längerer zeit schrieb dass ihr Leben im Arsch ist und sie "kaputt" war das Geschrei groß... Selber alles scheiße finden und so beschrieben ist ok, aber wehe der falsche bestätigt das mal... NEEEE muss ja immer alles heituteitu und positiv unterstützend sein... hier und jetzt tut es dann aber gut(?) Ja, ne, is klar....


Manches Leben ist im Arsch und das nachhaltig. Die einen kommen damit besser klar, die anderen weniger. Ein und das selbe Schicksal gibt es nicht und Vergleiche sind natürlich schwierig.... nur, der eine lebt damit, der andere leidet...

Je nachdem was man so selbst aushält, was man aber eben auch vom Leben erwartet ist es bei manchen denke ich tatsächlich so, dass der Tod der einzige Flecken Hoffnung ist der bleibt (eine Hölle oder sowas ähnliches, die tatsächlich noch schlimmer ist, wäre echt kacke, aber wie stehen da die Chancen????)


Ich glaube nicht dass Heilung für jeden Möglich ist. Nicht jeder ist in der Lage oder Willens das was so an Existenz übrig geblieben ist als gegeben hinzunehmen und sich damit und darin zu arrangieren.
Was bleibt ist Leid, jeden Tag Leid.

Manchmal ist das Leid so groß, dass man nur noch einen baldigen Tod wünschen kann. Spontan stirbt es sich aber leider nicht so leicht. Als würde Leid bestehen bleiben wollen.


Die Hoffnung auf Besserung stirbt zuletzt und in meinem Fall wohl wirklich erst nach dem Tod. Denn letztendlich verbinde ich mit Tod sein eben eine Besserung, oder doch zumindest ein Ende von allem, ein nicht-existieren, nicht-sein (auch wenn das kaum vorstellbar ist)
Wie es dann sein wird, sieht man wenn es soweit ist. Vorher ist es Inhalt eines Wunschtraums, wenn man (kurz- mittel-, oder langfristig) keine anderen Träume, oder Wünsche, oder realistische Möglichkeiten mehr im jetzt und der Zukunft sieht.


Professionelle Helfer dürfen (hier) gar nichts anderes sagen als dass es wieder besser werden kann. Im Grunde haben sie ja auch Recht damit. Nur finde ich, sollte man sich gegen dieses ständige Kämpfen entschieden dürfen und ja das darf man sogar. Nur kann man bei derzeitiger Rechtslage nicht erwarten dass einem irgendjemand hilft. Außerdem hat das jeweilige Gegenüber von dem man sich Hilfe erhofft, ja auch ganz eigene Gedanken, Gefühle und Überzeugungen bei dem Thema. Das eigene Leid führt bis zum Schluss unweigerlich auch zu Leid bei anderen :(


Ja, Leben jenseits von überleben ist grundsätzlich möglich, manchmal aber nicht realistisch, oder in so weiter Ferne... :(

Ich will gerade Leben, sehe Licht am Ende des Tunnels, das mir ausreicht. Brauche keinen Sonnenschein und Regenbogen zum darauf zu laufen... ein Teelicht reicht schon.
ABER der Tod als möglicher Ausweg wird wohl bleiben, mal mehr und mal weniger bewusst.

SH
Die Zeit bewegt sich in eine Richtung, die Erinnerung in eine andere.
(William Gibson)

Gastacht

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Gastacht » Do Jun 27, 2019 7:27 am

Hi sh
Der Unterschied ist ob die Person das selber sagt bzw man generell über eine Tendenz von einer Gruppe von Menschen spricht.
Und ja ich kann hier bei x y z denken dass eine Person sehr kaputt wirkt...
Aber sagen nein würd ich das nie wenn die Person nicht eine Einschätzung will. Wir sind hier im Internet. Man kennt sich trotz allem sehr oberflächlich.
Das finde ich den Unterschied und deshalb darfst du auch nicht so beleidigt sein finde ich.
Gastacht
Pa finde du bist gerad sehr gegen Trost und "nett sein". Das ist dir zu heitititei.. würd da eher mal gucken wieso du das so ablehnen musst. Aber das ist jetzt ot.

Wolfs.frauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.frauen. » Do Jun 27, 2019 9:11 am

~SteinHart~ hat geschrieben:
Mi Jun 26, 2019 2:04 pm
Darf ich mal gepflegt beleidigt sein?
Als ich vor längerer zeit schrieb dass ihr Leben im Arsch ist und sie "kaputt" war das Geschrei groß... Selber alles scheiße finden und so beschrieben ist ok, aber wehe der falsche bestätigt das mal... NEEEE muss ja immer alles heituteitu und positiv unterstützend sein... hier und jetzt tut es dann aber gut(?) Ja, ne, is klar...

SH
Falls Du uns meinst SH- und davon gehen wir jetzt aus: Was beabsichtigt Du damit?
Wieso kannst Du es nicht "einfach" mal gut sein lassen?
Wieso kannst Du unsere gesetzte Grenze nicht akzeptieren?
Und "nur" weil Du jetzt nicht direkt in unsrem Threat schreibst- für uns ist das trotzdem eine Art Kontaktaufnahme und zwar in einer versteckt respektlosen Form.
Wozu brauchst Du das?
Wir haben es Dir schon "damals" erst freundlich versucht zu sagen, dass uns Deine Art zu schreiben erstens extrem antriggert und wir sie zweitens auch oft als sehr respektlos (und noch mehr) gegenüber anderen empfinden, und dass wir aus diesem Grund keinen Kontakt mit Dir wollen.
Da Du diese Grenze nicht akzeptieren konntest, haben wir dann Kontakt in unserem Threat "untersagt"- etwas, dass hier in diesem Forum unseres Wissens ausdrücklich erlaubt ist.
Wir vermuten, dass Dich das verletzt hat- uns hätte es zumindest verletzt, ja.... insofern können wir das verstehen. Und es war nicht unsere Absicht. Wir haben keinen anderen Weg gesehen.
Nicht verstehen können wir jedoch diese immer mal wieder kehrende hintenrum Geschreibe- so empfinden wir das.
Wir bitten Dich jetzt und hier in diesem Forum mindestens zum zweiten Mal darum, auch dies zu unterlassen!
Da Du keine @-Threats an Dich magst, haben wir nun den Weg hier gewählt. Wir hoffen, dass das nun zu keiner "off-topic"- Diskussion hier führt.

Wolfs.frauen.

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Wolfs.frauen. » Do Jun 27, 2019 10:50 am

P.s.: Wir möchten jetzt noch hinzufügen, dass wir unsren Beitrag geschrieben haben, ohne den Beitrag von gastacht direkt vor unserem an SH (um 07.27 Uhr geschrieben) zu kennen- er war noch nicht freigeschaltet, als wir unseren Text verfasst haben. Das war uns jetzt noch wichtig zu sagen....

zwölf

Re: tabuthema suizid

Beitrag von zwölf » Do Jun 27, 2019 11:28 am

Immer wieder

Gast

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Gast » Do Jun 27, 2019 8:23 pm

Keine Lust auf mehr Tage.

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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Bambus 1 » Mo Jul 01, 2019 10:58 pm

Kein Bock mehr aufzustehen. Macht man eh nur für andere. Warum also nicht einfach einmal egoistisch sein und sich selbst und allen anderen den größten Gefallen tun. Der Gedanke kommt fast täglich und jedes Mal ist der Gedanke erlösender. Es ist Erlösung. Vielleicht für etwas für das es niemals Beweise geben wird. Aber ich weiß dass es so war. ich hasse dieses verkackte scheiß Leben. Kinderhure Fressenficker, kein Recht andere damit Jahrzehnte später damit zu belästigen. Du elendiges Miststück Dreckshaufen

Mika.
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Mika. » Di Jul 02, 2019 1:11 pm

Was ist wenn wir einfach nicht mehr können?
Was ist wenn wir das einfach nicht mehr Schaffen?
Wir sind nur noch am kämpfen. Nur noch.
Wir können so sehr
Nicht Mehr.
Klinik? Ist noch nicht in Sicht.

So kaputt und wir kriegens nicht gestoppt.
Zu instabil
Und klinikreif!
Undkriegenwirnichtmehrhin.istso.

Mika.
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Mika. » Di Jul 02, 2019 1:27 pm

Heisst also das wird
nach wie vor alles so bleiben.
....
Zu instabil
Und klinikreif!
Undkriegenwirnichtmehrhin.istso.

Mika.
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Mika. » Di Jul 02, 2019 1:30 pm

Wozu ist das dann alles
gut? Ich sehe den Sinn des
Kampfes nicht wenn alles
nur ein Tausch ist und der
Kampf sogar sehr viel heftiger
Ist als vorher.
Wo ist da der Sinn?
Welche Logig steckt dahinter?
Welche?
Wozu haben wir das letzte Jahr überlebt?
Wozu haben wir fast 20 Jahre an uns gearbeitet?

....Sinn...?
Zu instabil
Und klinikreif!
Undkriegenwirnichtmehrhin.istso.

Mika.
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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Mika. » Di Jul 02, 2019 1:33 pm

Noch weitere 20 Jahre?
Was soll Klinik helfen?
Zu instabil
Und klinikreif!
Undkriegenwirnichtmehrhin.istso.

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