tabuthema suizid

Hier können Betroffene über ihre Erlebnisse diskutieren.
gästefrau

tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau » Mi Mär 02, 2011 10:13 pm

hallo....
ich hab jetzt mal einige für mich momentan sehr wichtige fragen!

@ moderatorenteam: ich hoffe es ist in ordnung, dieses thema anzusprechen....ich weiß, dass es sehr schwierig ist...aber ich finde, es braucht platz....

edit: Ein Austausch darüber ist okay, solange sich alle Beteiligten an die Forenregeln halten.
Beschreibungen von Suizidversuchen sind nicht gestattet.


Moderatorenteam


ich fühl mich nicht gut im moment....es geht zwar etwas besser, bin nicht mehr akut gefährdet...
ich will aber wissen, wie ihr mit dem thema suizid umgeht?
was macht ihr, wenn ihr euch akut in einer krise befindet?
bei mir ist es so, dass ich zum glück in therapie bin. meine thera ist die einzige, mit der ich über suizid reden kann....
ich kann doch meine freunde in einer krise nicht anrufen, da ich nicht will, dass die hilflos dastehen und sich sorgen um mich machen....
meine familie weiß NICHTS, ihnen gegenüber schaff ich es immer wieder hervorragend, eine maske aufzusetzen und ihnen was vor zu spielen....was wahnsinnig anstrengend ist.....
auch meinen freunden gegenüber versuch ich groß´teils was vor zu spielen...
vor kurzer zeit hab ich gesagt, dass ich mich erst in etwa einer woche wieder melde....ich wollte einfach keinen kontakt, wollte das problem mit mir selber ausmachen....
ich kenne meine freunde und weiß, sie würden sich sehr sorgen....
ich konnte in keine klinik...wegen meiner familie...
ich hatte nur meine thera...und die war in urlaub.....
musste also irgendwie allein daqmit fertig werden....

meine thera meint, ich hätte meinen freunden die chance zu reagieren genommen...hätte ihnen sagen sollen, wie es mir geht. wie sie damit umgehen würden sei ihre sache....ich weiß nicht...irgendwie kommt mir das egoistisch vor.....
denn wenns mir so schlecht geht, will ich niemanden sehen, hören oder sprechen....
wie geht ihr damit um und wie seht ihr das??? ich wäre sehr dankbar für antworten....

lg, gästefrau

schirm

Re: tabuthema suizid

Beitrag von schirm » Mi Mär 02, 2011 10:48 pm

hallo.
du bist nicht alleine. das möchte ich erstmal sagen.
auch wenn du im moment vielleicht niemanden um dich herum haben möchtest.

wenn du nicht alleine bist und sind diese gedanken noch so stark, bist du dann vielleicht nicht eher bereit, dich ablenken zu lassen?
zusammen fernsehen?
man muss ja nicht reden
einfach nur, dass jemand da ist.
musst ihn ja nicht ansehen
einfach nur dasein.
würde das gehen?
wenn du klarmachst, dass du "einfach nur jemanden brauchst, der da ist. nichts sagt, nicht guckt, keine fragen stellt"
oder vielleicht ja fragen stellt.
wie es dir geht
was du denkst
was du dir wünschst
was du gerne machen würdest, wenn es dir gerade nicht so schlecht gehen würde

was meinst du?


ein schirm... der den regen für dich ein bisschen abfangen mag...

luz
Beiträge: 1463
Registriert: Di Feb 01, 2011 4:12 pm

Re: tabuthema suizid

Beitrag von luz » Mi Mär 02, 2011 10:55 pm

Hallo gästefrau,

auch ich hatte Schwieriigkeiten damit und wollte niemadem zur Last fallen. Es gab mal ein Wochenende,
da ging es mir wirklich schrecklich, wußte nicht so recht, was ich machen soll, mit meinem Therapeuten
habe ich dieses noch nicht berührt, hatte irgendwie Hemmungen. Ich habe eine Freundin angerufen und
gefragt, ob ich sie für ein paar Tage besuchen kann, weils mir so mies geht. Sie war wunderbar, hat
nur gefragt, wann sie mich vom Bahnhof abholen soll. BEi Ihr angekommen habe ich meine Sachen in
"mein" Zimmer gebracht, einen Augenblick zum "Ankommen". Meine Freundin und ihr Mann waren absolut
unkompliziert, sie haben nicht groß nachgefragt, ich mußte keine Erklärungen abgeben, durfte einfach sein,
konnte mich zurückziehen, machen was ich wollte, aber es war jemand da - und das war ganz wichtig.

Es kommt sicher auf die Freunde an, aber ich würde es wieder wagen. Wir haben abgemacht, daß ich mich
immer meden werde, wenn ich wirklich Hilfe benötige, ich habe sie nicht gestört, sie sagen im Gegenteil,
im anderen Fall hätten sie sich Vorwürfe gemacht.

Liebe Grüße Luz
never know better than the natives (Kofi Annan)

Birgit1967

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Birgit1967 » Mi Mär 02, 2011 11:02 pm

Ich habe immer an Menschen gedacht die mich lieben, meine Kinder und meinen Mann z.B, wie würde es ihnen ohne mich gehen, habe dann schnell gemerkt, das es unheimlich egoistisch wäre dieses zu tun. Was ich ihnen damit für ein Leid zufügen würde, dann habe ich, so schnell ich konnte all meine Kraft gegen diesen Gedanken gerichtet.

lg

endlos

ki

Re: tabuthema suizid

Beitrag von ki » Mi Mär 02, 2011 11:02 pm

...ich möchte mich dem was luz schreibt gern anschliessen...allerdings von der anderen seite aus gesehen...
also bin selber nicht suizidal, sondern hab unterstützung geleistet.
es gibt noch viel viel mehr dazu zu schreiben, aber für den moment belass ichs mal unkompliziert.

der rest zählt eh eher zu *worauf ich achten muss, wenn ich unterstützung leiste* und das ist meine verantwortung.

Liebe Grüße,
ki

Maya
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Registriert: Mo Aug 13, 2007 12:45 pm

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Maya » Do Mär 03, 2011 12:03 am

ich finde anderen vorzuspielen es geht einem gut ist sehr belastend. zudem isoliert es einen ennorm . hat man erstmal mit dem lügen angefangen, kommt man so gut da auch nicht mehr raus.
der druck wächst und die gefahr ist, das er irgndwann einfach ausbricht. und der schalter kippt.

wenn es ok ist, erzähle ich kurz wie es bei mir vor drei jahren war. zwei kinder hatte ich und einen mann, depressionen und eine therapie die nichts besser gemacht hat. aber mein mann stand so hinter mir und ich wollte ihn nicht enttäuschen. die therapie ging dem ende zu und ich erzählte meinem mann um ihm die sorgen zu erspahren auch immer weniger was in mir vorgeht.

[edit by Moderatorenteam wegen Verstoß gegen die Forenregeln]

und jetzt mal aus der sicht meines mannes. er wusste es geht mir nicht gut, dachte aber in letzter zeit ginge es mir besser. an diesem abend dachte er nicht das es mir schlecht geht. ich hatte gute laune. er war mit seinem bruder verabredet, ich war spazieren gegangen, weil ich fußball eh nicht mag. sein bruder ging, es war schon recht spät. es klingelt, er dachte sein bruder hat was vergessen oder ich meinen schlüssel. es war die polizei, die fragte ob ich zuhause sei. er hat erstmal gar nichts gerafft, sich voll sorgen gemacht und die ploizei hat ihm dann erklärt das ich vorhabe mich umzu bringen. ich hatte einem freund einen abschiedsbrief geschickt, per mail, der normal nur in der arbeit am pc ist. der kannte nicht mal meinen richtigen namen, kannte ihn aus dem internet.
er wusste sofort das das stimmt. sie suchten nach mir. mein mann hatte höllische angst. mußte organisieren das die kinder betreut sind, die gsd schliefen.
ich wurde gefunden und als er dann zu der stelle kam, sah ich sein gesicht. noch nie habe ich meinen mann, den ich über alles liebe so fertig so ängstlich und sorgenvoll gesehen. und erst in dem moment habe ich richtig begriffen was ich ihm damit eigentlich angetan habe und hätte.
so richtig. vorher dachte ich immer das wird hart aber er wird das verwinden. aber sein gesichtsausdruck ist das was mich wenn ich nah am abgrund stehe immer wieder dazu bringt weiter zu kämpfen. denn so will ich ihn auf keinen fall nochmal verletzten. das hat er einfach nicht verdient.

in einer klinik habe ich mich viel mit einer frau unterhalten deren mann selbstmord begangen hat und sie und 6 kinder zurück ließ.

seit dem arbeite ich wirklich viel an allem. ich traff die abmachung nie wieder zu lügen wenn ich gefragt werde wie es mir geht. natürlich nicht jedem gegenüber, aber eben den psycholeuten gegenüber und meinem mann gegenüber. grade ihm ist diese abmachung sehr wichtig, denn das schlimmste war für ihn, das ich ihn so ausgesperrt hatte. er liebt mich, wollte immer für mich da sein, auch wenn er das nicht immer erfüllen konnte und ich habe ihn ausgesperrt. das hat ihn tief verletzt, das vertrauen war hin und es dauerte viele monate das wieder hin zu biegen.
es ist egal mit wem ich rede wenn ich stark an selbstmord denke, aber ich darf mich nicht mehr isolieren und ich denke das tut niemandem gut. ich merke das es oft schon reicht wenn ich einfach irgendjemanden ein zeichen gebe das es mir nicht nur gut geht. das nimmt den enormen druck. es muß dann nicht irgendwas geredet werden oder irgendjemand irgendwie helfen.

für mich war es halt damals so, es war ein gedanke, mir ging es sehr schlecht, aber dieses allein sein damit hat mich so verzweifelt gemacht. und es sind ja immer zwei seiten in einem die darum ringen. aber als der schalter umgelegt war, gab es kein ringen mehr und das kam völlig unvorhersehbar. und dann gab es kein zurück.

ich hab schon wieder zu viel gesagt, ich hoffe es ist ok.

Birgit1967

Re: tabuthema suizid

Beitrag von Birgit1967 » Do Mär 03, 2011 12:46 am

Hallo Maya,

danke für deine Offenheit, nein du hast nicht zu viel gesagt. Deine Worte haben mir Mut gemacht über meinen Suizidversuch zu schreiben.
Ich habe immer an Menschen gedacht die mich lieben, meine Kinder und meinen Mann
Das ist doch glatt gelogen.

Vor 18 Jahren, als ich noch ziemlich am Anfang mit der Aufarbeitung war und meine Kinder erst drei Jahre alt waren, war ich eine Zeit lang richtig überfordert. Ich habe meinem Mann zwar ein bisschen davon erzählt, aber ihm nicht gesagt, wie es mir geht.
Dazu kommt noch, das seine erste Frau auch sexuell Missbraucht wurde und sie leider promiskuitiv war und er deswegen sehr misstrauisch mir gegenüber war.

Auf jeden Fall fühlte ich mich sehr alleine gelassen mit allem, die Dinge wuchsen mir über den Kopf und irgendwie dachte ich , wenn ich nicht mehr da wäre, wären alle Probleme gelöst.
An einem Sonntag, mein Mann und ich hatten mal wieder gestritten und er war weg gefahren, war ich wie von Sinnen.

[edit by Moderatorenteam wegen Verstoß gegen die Forenregeln]

Ich habe glaube ich über 16 Stunden durch geschlafen. Als ich wieder zu mir kam, war ich froh, das ich noch lebte, da erst fiel mir auf, was ich angestellt hatte, was ich meinen Kindern und meinem Mann angetan hätte, wenn man mich hätte nicht retten können.
Ich habe mir geschworen, das werde ich nie wieder tun. Diese Todesangst möchte ich auch nicht noch mal erleben.

Uff, ja jetzt habe ich auch ne Menge dazu geschrieben.

endlos

rosa eiffel unl

Re: tabuthema suizid

Beitrag von rosa eiffel unl » Do Mär 03, 2011 8:54 am

das thema find ich total wichtig und ich möchte auch meinen "Senf" dazu da lassen.

auch mit der gefahr mir feinde zu machen, möchte ich ganz ehrlich schreiben.

ich war schon öfter suizidal und bin dann immer in die geschlossene station der psychiatrie gegangen. ich hatte auch so fordernde stimmen, die sagten: Tus doch, ist nicht schlimm, also es war wirklich nicht einfach.

ich frage mich wieso, du nicht in eine klinik gehen kannst, wenn es wirklich so krass wird! nachher kommt es wirklich mal dazu, dass du nicht mehr allein klar kommst und deine familie und freunde sehen dich 1000 mal lieber in der geschlossenen und sehen wie schlecht es dir geht, als dich t+t zu sehen! ich weiß wie schlimm das ist sich die "blöße" zu geben bzw. den anderen sorgen zu machen, aber bitte geh im notfall wirklich!oft sind die sehr nett, du bekommst ruhe, rückzug, evtl. medis, aber nur soviele du magst und kannst jederzeit wieder gehen.

was mir geholfen hat waren noch drei weitere dinge, die dir nur als gedankenaregung dienen sollen:
1. ich wüsste, ich würde das leben meiner mutter zerstören. und wenn ich schon mein leben hasse, muss ich trotzdem verantwortung für ihr leben übernehmen. wie würden deine freunde und eltern ohne dich weiterleben?

2. ich habe einen anti suizid vertrag mit meiner thera, in dem steht, dass ich in eine klinik gehe und ab wann dies geschehen muss. mir hilft das sehr. das machen viele theras, vielleicht würde dir das auch helfen.

3. das letzte ist sehr persönlich: meine kinderthera hat mal sehr resolut zu mir gesagt, dass sie suizid, wenn es nicht unter wahn geschieht, extrem egoistisch findet. das hat mich sehr berührt, weil ich weiß, dass sie trotzdem anerkennt, wie schrecklich es ist zu leiden. aber ich arbeite mit kindern, die geschwister oder eltern teilweise durch krebs, aber auch durch suizid verloren haben und wenn du in ihre augen siehst, dann denk ich das auch.

alles gute dir. ich hoffe ich hab dich nicht verletzzt, das wollte ich nämlich nicht.
deine rosa

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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Moderatorenteam » Do Mär 03, 2011 10:12 am

Wir machen hier mal kurz zu zur Bearbeitung.
Habt Ihr Fragen, Anregungen oder Kritik?
Einfach eine PN ans Moderatorenteam senden!

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Re: tabuthema suizid

Beitrag von Moderatorenteam » Do Mär 03, 2011 10:26 am

So...bitte darauf achten, dass Beschreibungen von Suizidversuchen nicht gestattet sind.
Ansonsten steht einem Austausch nichts im Wege.

Herzliche Grüße
Moderatorenteam
Habt Ihr Fragen, Anregungen oder Kritik?
Einfach eine PN ans Moderatorenteam senden!

fee_

Re: tabuthema suizid

Beitrag von fee_ » Do Mär 03, 2011 11:40 am

Hey!

Freunde sind dazu da, einen aufzufangen.

Sie lieben einen so, wie man ist, auch wenn man nicht immer "funktioniert".

Freunde sind da, auch in schweren Zeiten.

Freunde sind für einen IMMER da.

Nimm ihre Hilfe in Anspruch, sie werden es dir danken!

Lass sie nicht zurück mit ewigen Schuldgefühlen und Vorwürfen, nichts gemerkt zu haben, nicht geholfen zu haben!

DAS wäre egoistisch.

monalisa

Re: tabuthema suizid

Beitrag von monalisa » Do Mär 03, 2011 11:55 am

ich habe leider immer wieder Probleme mit Suizidgedanken
seit ich aber Tiere habe ist es anders
ich hole mir Hilfe, rufe meinen Therapeuten an
rede darüber
aber meinen Freunden tue ich das nicht an
eine Zeitlang habe ich es mal getan, aber sie waren überfordert

gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau » Do Mär 03, 2011 5:26 pm

hallo an alle...
erst mal ein riesen dankeschön für all die antworten.....
ich danke jeden einzelnen für die zeilen, ihr dagelassen habt! hätte mir nicht gedacht, dass hier so viele antworten kommen....
danke auch an das moderatorenteam!

ich werd dann auch noch mehr dazu schreiben....bin aber jetzt grad so voller gedanken....und brauch noch einen kurzen moment, um mich etwas zu sortieren....

lg, gästefrau

gästefrau

Re: tabuthema suizid

Beitrag von gästefrau » Do Mär 03, 2011 7:08 pm

@ schirm: danke für deine worte! ...weißt du, es ist einerseits toll, das gefühl, wenn jemand da ist...aber andererseits nimmt es mir die luft zum atmen.....ich hab ein massives problem mit mir selbst, kann mich nicht annehmen, so wie ich bin....wie soll ich dann akzeptieren können, dass da jemand für mich da ist?...glaubst du dass so etwas möglich ist?...ich würde mich absolut unwohl fühlen, wenn jemand da wäre und jetzt grad bei mir sitzen würde, einfach nur um da zu sein...(so sehr ich mir das auch manchmal wünschen würde)...ein widerspruch in sich, ich weiß....aber vielleicht kann das hier ja irgendjemand verstehen?..
danke für den regenschutz.

@luz: schön, dass deine freundin so toll reagiert hat. aber weißt du, da kommt nicht jeder damit klar....denn es kann sehr belastend für freunde sein, deswegen bin ich auf distanz gegangen....das mit den vorwürfen...ja, das mag stimmen...aber auch ich mach mir vorwürfe, wenn es ihr wegen mir schlecht geht.....ich weiß nicht so recht....ich bewundere dich aber, dafür dass du dich das getraut hast. das zeigt echt stärke!

@ endlos: ja, das ist auch bei mir so...nur meine freunde und familie hält mich davon ab. aber dann denk ich mir wieder...vielleicht wär es gar nicht so schlimm....der schmerz wäre vielleicht gar nicht so groß und geht vielleicht auch bald vorbei....

@ ki: darf ich dich fragen, wie es für dich war, unterstützung zu leisten? wie ging es dir dabei? woher hast du kraft geschöpft?....

@ maya: du hast natürlich recht...was vorzuspielen kostet wahnsinnig viel kraft! ja, es isoliert, und ja, ein einziges lügennetz, aus dem man nicht mehr rauskommt....so ähnlich empfinde auch ich...obwohl ich im grunde sehr ehrlich bin...daher ist der druck in mir umso stärker!
danke für deine geschichte....ehrlichkeit ist sicher ein wichtiges thema....aber meiner familie gegenüber (ich meine meine eltern, geschwister...denn ich hab weder partner noch kinder) ist dies nicht möglich...da steck ich schon fest im lügennetz, was mich klangsam fertig macht und mir angst macht....
meinen freunden gegenüber werde ich vielleicht einen versuch in die richtung starten.....vielleicht.....

@ rosa eiffel: meine familie würde das niemals verstehen können, wenn ich in eine klinik müsste!....keine ahnung wie mein umfeld ohne mich weiterleben würde...aber...naja...si würden weiterleben...vielleicht sorgenfreier....
anti-suizid-vertrag: hatte ich mal mündlich vereinbart...ist schon lange her...hatte mir damals ein wenig geholfen....hat mich abgehalten, weil ich mein versprechen nicht brechen konnte...hat mir aber nicht geholfen, mich besser zu fühlen....
bezügl. egoistisch: ich denke da anders drüber, denn es ist für mich der wirklich letzte ausweg...ich kämpf schon jahrelang dagegen an und glaub daher nicht, dass man dabei von egoismus reden kann....
danke für deine ehrlichkeit. und du hast mich keineswegs verletzt!

@ moderatoren: danke für eure arbeit!

@fee_: danke! da muss ich noch drüber nachdenken!

@ monalisa: danke für deine antwort. ja, tiere sind toll. leider kann ich mir kein tier leisten, aber der gedanke ist gut....vor denen muss man sich nicht rechtfertigen....und sie scheinen zumindest einen so zu akzeptieren, wie man ist. vor tieren muss man sich nicht verstellen...

es macht mir mut, eure worte zu lesen. und es tut mir wahnsinnig gut, mich endlich mal verstanden zu fühlen. zu wissen, dass es menschen gibt, die ähnlich fühlen/fühlten...das tut gut. danke, dass ihr da seid.

lg, gästefrau

sandkorn

Re: tabuthema suizid

Beitrag von sandkorn » Do Mär 03, 2011 8:29 pm

Hallo,
gerade weil eine zeitlang selbst mit solchen Gedanken täglich konfrontiert war,
ob wollte oder nicht, Gedanken kamen automatisch, deswegen möchte schreiben,
welche Hilfsmöglichkeiten ich in Anspruch nehm.
Zuerst natürlich meine Thera als Unterstützung und
dann haben mir meine Kinder mal gesagt, wenn das vorhabe, würden mir das ganz stark übel nehmen und könnten das mir nie verzeihen....und darin denke ich nun immer, wenn die Gedanken mich befallen, dass meinen Kindern das nicht antun kann...
und dass nicht dem Täter die Möglichkeit geben möchte, dass er letztendlich mich am Ende besiegt und ich dadurch ewig in der Opferrolle verharren würde.
Diese Genugtuung dürfen wir den Tätern niemals gönnen. Darum ist Kämpfen immer noch besser, als zu resignieren.
LG sandkorn

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