Therapiebeginn

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Dez 11, 2018 7:53 pm

Ja, das liest sich ähnlich wie bei mir. Ich habe auch noch nicht das Gefühl, das sie von dem bisschen reden weiß, was mich alles so beschäftigt. Und kann mir deswegen auch nicht vorstellen, das 12 Std reichen würden.

Das Gefühl, das es jetzt richtig losgeht, hab ich auch noch nicht. Ich mein, sie hätte anfangs gesagt, das wir erstmal mit Stabilisierung arbeiten. Vielleicht geht es dann los, wenn ich soweit "stabil" bin. Wie auch immer man dass dann auch definieren will...?

evtl.

Re: Therapiebeginn

Beitrag von evtl. » Di Dez 11, 2018 8:26 pm

Deine Definition wird da eher die passendere sein :oops: :wink:

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Dez 11, 2018 8:39 pm

Ja, aber ich kann das für mich nicht definieren, wie das gemeint ist. Wann bin ich stabil? Wenn mir nicht mehr sämtliche Gedanken gleichzeitig in den Kopf schliessen? Wenn ich mich besser konzentrieren kann? :oops:

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Dez 18, 2018 5:06 pm

:shock: Heute Post von der Krankenkasse bekommen. 12 Einheiten VT genehmigt bekommen. Hat noch nicht mal 1 Woche gedauert....

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von ~SteinHart~ » Di Dez 18, 2018 5:22 pm

Das ging flott.
Also, ich denke zwar das Qualität nichts mit Quantität zu tun hat, bzw. dass man eben nicht zwangsläufig ein leben lang Therapie braucht, aber 12 Stunden ist wenig. Bzw. je nach dem was du erreichen willst, könnte es knapp werden.
Mhm, hat sie Kurzzeittherapie beantragt?

Ich frage nur, weil du zwischendurch mal geschrieben hattest, dass du dich fragst wie es ist, wenn dann tiefere Themen angesprochen werden. Das ist bei so wenig Stunden, eher unwahrscheinlich.

Man kann durch VT, auch flott Erfolge erzielen, aber eben mitunter nur kurzfristig. Ich weiß nicht worum es bei dir geht, MB irgendwie (sonst wärst du nicht hier) aber konkret weiß ich es nicht (muss ich auch nicht) und was deine Probleme so sind, konkret... "Heilung", oder etwas in der Art (denn wirkliche Heilung gibt es meiner Meinung nach nicht) ist in der Zeit, glaube ich kaum zu erreichen. Sehr wohl aber ist es möglich eine Erleichterung, Symptomverbesserung usw. zu erreichen.


Vielleicht kannst du dir da nochmal Gedanken drüber machen und da auch mit der Thera besprechen. Was du erreiche willst (konkret) und was bei ihr möglich sein kann, auch zeitlich.


SH
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Dez 18, 2018 6:26 pm

Ja, sehr flott. Hätte ich nicht gedacht. Wenn ich bedenke, dass ich fast 4,5 Jahre schon mit den Symptomen (mal weniger, seit längerer Zeit eher mehr) rumlaufe, kann ich mir das auch nicht vorstellen, nach 12 Stunden wesentlich besser drauf zu sein. Das wird man sehen.

Gerade nachgeguckt: Auf dem Antrag steht nix von Kurzzeit. Nur VT, Erstantrag und Einzeltherapie.

Auf die tieferen Gespräche warte ich noch. In den 3 prob Sitzungen, war es doch eher "oberflächlich" und auf Entspannung bzw. Übungen ausgelegt. Ich mein, wie will sie mich therapieren, wenn sie nicht weiß, was alles so passiert ist (und dabei mein ich jetzt nicht alle Einzelheiten)?

Es gab keinen MB in der Kindheit. Erst als junge Erwachsene Aber habe schon einige große Probleme, die dadurch im Leben in der ganzen Zeit nicht besser geworden sind.

Das es keine Heilung gibt, meinte die Thera auch im Gespräch bei mir. Das denke ich soweit auch. Gibt aber bestimmt Leute, wo man von Heilung sprechen kann. Da haben wir drüber gesprochen. Mir gehts darum, dass ich so weit wie möglich ein normales Leben führen kann, ohne diese Einschränkungen, Ängste, depressive Stimmungen und den ganzen anderen Kram. Dass ich lerne damit besser umzugehen, mich zb selber aus einer depri Stimmung rausziehen kann usw. Das würde ich als mein Ziel definieren. Hab ich Ihr auch so gesagt.

Auf meine Nachfrage wg der "nur" 12 Stunden, meinte sie, man kann dann nochmal 12 beantragen und danach noch die Langzeittherapie, allerdings über einen Gutachter. Sie meinte, ich sollte erst mal Schritt für Schritt angehen.

Aber ich Zweifel bei so was leider immer schnell. Was, wenn die 12-24 Stunden nicht ausreichen und sie dann sagt, ich wäre kuriert? So was geistert mir dann im Kopf rum.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Do Dez 27, 2018 9:44 pm

Tag 0 SVV.

Die 5 Tage frei waren so schnell rum. Zu wenig um runterzuschalten. Hab mir wieder so viele Gedanken gemacht, wg allem (Therapie, MB und auch wg der Arbeit). Der Druck war einfach zu viel.

Ich wünschte, der Theratermin wäre nicht erst in 3 Wochen. Wünschte, ich könnte ihr jetzt gerade sagen, was Sache ist. Weiß nicht, wie ich das schaffen soll. Ich glaub nicht mehr dran, dass es besser werden kann, oder mir die Thera Unterstützung geben kann. Wie soll das gehen? Alle 2 Wochen?

Und wie soll Sie das erkennen, wenn da diese Mauer ist, und ich nicht einfach erzähle, wie es gerade in mir aussieht. Also wirklich in mir aussieht. Nicht nur irgendwelche Kleinigkeiten. Oder fängt man nur mit Kleinigkeiten an? Bin ich zu ungeduldig? Aber da ist doch so viel mehr, was raus muss.

Und jetzt? Das ist alles so egal. So ohne Gefühl. Nur noch ein da sein, ohne was zu spüren. Diese Leere. Diese innere Einsamkeit. Dieser innere Kampf mit einem selbst, Tag für Tag. Nichts nach aussen sichtbar machen, damit niemand im Umfeld oder auf der Arbeit was mitbekommt. Anstrengend alles.

Jetzt Angst vorm schlafen gehen, wegen der zuletzt heftigen Träume. Decke über den Kopf und nichts hören wollen. Aber Bilder kommen trotzdem im Traum. Wirken so real. Angsteinflösend.

Will einfach nur mal zur Ruhe kommen. Nicht an all das denken müssen.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » So Jan 06, 2019 5:19 pm

Das Jahr hat nicht gut angefangen. Am ersten Arbeitstag gehört, dass ein Kollege am Jahresende plötzlich gestorben ist. Er war noch so jung. Er ist leise gegangen. Hat hoffentlich nichts gespürt und nicht lange leiden müssen. Mich nimmt das ziemlich mit. Denke oft darüber nach.

Gastacht

Re: Therapiebeginn

Beitrag von Gastacht » Mi Jan 09, 2019 10:50 am

Hallo
Hab dich gelesen...Puuh mein Eindruck ist du machst dir enorm stress. Hinterfragst alles. Machst evtl auch der thera viel Druck. Hast Angst die thera bringt nichts. Hast Angst es wird nicht besser...willst alles abgleichen.
Alles verständlich nur...
Vertrau der thera etwas. Sie macht das nicht zum ersten Mal. Du machst 60-80h und guckst wie es dir dann geht. Wenn es dir wenig gebracht hat machst du ne andere thera. Jede thera ist auch anders.

Du bist nicht unheilbar. Was soll so ein Sch...? Das kann niemand wissen.. hasse das wenn das behauptet wird. Das sind nur theras. Kein Gott und kein Hellseher. Früher hiess es Borderline ist unheilbar. Heute wird gesagt dass es geht. Sich auch auswächst. Selbst Leute mit dir können gesund werden...
Und ja 12h werden dich nicht heilen. Stimmt auch.
Bitte vertrau ein wenig. Atmen. Abwarten. Du bist auf dem Weg und musst sehen was die thera dir bringt. Das kann dir niemand sagen.
Ich hab 12 Jahre thera gemacht. Brachte mal mehr mal weniger...Mach dich auf den weg. Wenn Du dich unwohl fühlst frag nach. Selbst viel lesen bringt evtl auch was.
Aus Studien weiss man dass thera längst nicht alles ist was hilft. Auch die Methode ist fast unwichtig. Du kannst auch mit neuem Job Freunden nettem Partner viel ändern . ...thera ist nicht allein selig machend. Auch deine nicht.
Dachte vor zig Jahren...brauch 6 Monate.. daraus wurden 12 Jahre. Das muss nicht so sein...Was ich nur sagen will niemand kennt den weg... geh einfach los...Auch wenn es Angst macht.

Gastacht

Gastacht

Re: Therapiebeginn

Beitrag von Gastacht » Mi Jan 09, 2019 10:51 am

Leute mit dis soll das heißen...

Gastacht

Re: Therapiebeginn

Beitrag von Gastacht » Mi Jan 09, 2019 10:55 am

Ps ja du bist ungeduldig. :mrgreen: ..Wenn du mehr über dich reden willst ohne Übungen etc guck dir nochmal einen tiefenpsychologischen thera an....der arbeitet schon anders. Und wichtig ist imme rdass er Ahnung von Trauma hat.

Gastacht

Re: Therapiebeginn

Beitrag von Gastacht » Mi Jan 09, 2019 10:56 am

Ps hast du einen notfallkoffer bzw skills gegen das svv? Könntesr dir hier mal die Liste angucken und was ausprobieren...

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Mi Jan 09, 2019 6:33 pm

Hallo Gastacht,

Danke, dass Du mich gelesen hast.

Ich denke, ich mach mir den Stress noch zusätzlich selber, weil das jetzt gerade alles so neu ist und unbekanntes auf mich zu kommt.

Nein, der Thera mache ich keinen Druck. Wir haben ja bisher auch noch nicht so wirklich richtig gesprochen. Ich werde ihr aber in der nächsten Stunde sagen, das ich mich so verunsichert fühle und wie es mir gerade geht. Davon weiß sie ja noch nichts.

Trauma macht meine Thera nicht. War von Anfang an klar zw uns. Wir haben da drüber gesprochen, auch über die Symptome einer PTBS, die nicht so stark bei mir ausgeprägt sind. Sie sind teilweise da, aber es ist nicht so, dass ich zb Flashbacks oder so habe. Sie will Stabilisierung mit mir machen. Und dann behält sie sich die Option Traumatherapeut oder Klinik noch vor. Das sollen wir auf uns zukommen lassen.

Geht dass denn? Während einer lfd und von der Krankenkasse genehmigten Therapie noch prob Sitzungen bei anderen Therapeuten machen?

Skills hab ich schon ein paar, aber hat diesmal nicht geholfen.

Gruß
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Mo Jan 28, 2019 7:06 pm

Habe von meiner Therapeuten Aufgaben bekommen. Achtsamkeitsübungen. Es fällt mir schwer die täglich zu machen. Auch weil ich so KO bin, wenn ich von der Arbeit komme.

Versuche die trotzdem einigermaßen hinzubekommen. Allerdings ist es mir auch schon passiert, dass ich dabei einschlafe. :oops:

Ist Euch das auch schon passiert? Wie versucht ihr das umzusetzen, wenn ihr eigentlich keine Energie dafür habt?

~SteinHart~
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von ~SteinHart~ » Mo Jan 28, 2019 10:12 pm

Hallo Nicht angemeldet,

Also ich bin derzeit auch total schlecht darin gezielt an etwas zu arbeiten.

Vielleicht hilft es dir den Zeitrahmen zum üben anzupassen. Also wenige Minuten zum Beispiel nach der Arbeit.


Je nach Übung finde ich es gar nicht negativ dabei einzuschlafen... Entspannung und Erholung ist ja auch wichtig ;)

Lieben Gruß,
SH
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