Therapiebeginn

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~SteinHart~
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von ~SteinHart~ » Do Nov 29, 2018 7:34 pm

Klingt gut finde ich, also das mi5 dem Stundenkonto.

Ich wäre bei Krankmeldungen in so einer Konstellation auch vorsichtig. Das klingt irgendwie komisch... Urlaub will man dir nicht geben, weil es "blöd aussehen" würde... ganz ehrlich, jetzt, da bekannt ist dass du Urlaub möchtest, sieht - krank sein - ja noch blöder aus, finde ich.



Insgesamt eine schwierige Situation. Ich hoffe das mit dem Zeitkonto klappt.


SH
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Do Nov 29, 2018 7:49 pm

Eigentlich wollte ich ja auch die Hälfte meiner täglichen Arbeitszeit von zu Hause aus leisten, da das aber nicht geht, hatte ich dann für den ganzen Tag angefragt. Aber ich denke auch, dass vorher arbeiten gehen, besser ist, als eine Krankmeldung. Und der Thera-Termin ist mir wirklich sehr wichtig, zumal sie danach Urlaub hat. Hab ja lange genug auf einen Platz gewartet.

Ich finde die Situation gerade sehr belastend, weil sie auch sagte, ich könne das Seminar nicht einfach absagen. Dabei hab ich nie richtig zugesagt. Mir wurden noch nicht mal Terminvorschläge gemacht. Und jetzt der "Druck" von ihr, dass ich eine AU abgeben soll. Das behagt mir absolut nicht.

Ob ich das der Vorgesetzten jetzt nochmal sagen soll, dass ich vorher komme? Oder meiner Teamleitung, die sonst auch für Urlaubsanträge für mich zuständig ist? Eigentlich würde ich ihr das lieber sagen. Auch das mich das mit der AU unter Druck setzt.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Fr Nov 30, 2018 7:05 pm

Nach einer ziemlich schlaflosen Nacht und langem grübeln, hab ich heute der Teamleitung gesagt, dass ich am Theratermin-Tag vormittags arbeiten komme. Und mir auch keine AU aufzwingen lasse, da ich nicht krank bin.

Hab auch gesagt, dass ich mich von der Vorgesetzten unter Druck gesetzt gefühlt habe, ich das Gefühl hatte, dass sie mir nicht richtig zuhört und mir auch ins Wort gefallen ist.

Urlaub abgelehnt bekommen und dann kommt die böse Arbeitnehmerin mit ner AU um die Ecke? Wie sieht dass denn für mich aus?

Ich dachte, dass ich jetzt mal durch den Therapiebeginn etwas zur Ruhe kommen kann, aber wenn die von der Arbeit jetzt auch noch Druck machen... Dabei hab ich schon vor längerer Zeit mitgeteilt, dass ich, wenn eine Therapie startet, evtl mal öfters wg der Termine früher frei machen müsste.

War gestern kurz davor, mich zu v*rl*tz*n. Und das nach über einem Jahr. Hoffentlich kommt jetzt bis zur nächsten Stunde etwas Ruhe rein.

Die Hausaufgabe, die mir die Thera aufgetragen hat, hab ich bisher immer noch nicht geschafft. Das setzt mir zusätzlich zu. Selbst bei solch einer Kleinigkeit zu versagen.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Aufatmende » Fr Nov 30, 2018 8:16 pm

Wenn das eine Kleinigkeit wäre bräuchtest du nicht zur Therapie...
Wäre vielleicht eine Möglichkeit aufzuschreiben, was dir gut Tut?
Auch wenn du es gerade nicht schaffst, das zu tun?
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Fr Nov 30, 2018 9:32 pm

Weißt Du, aufschreiben würde ich vielleicht schaffen. Aber ich fühle nichts. Da ist nichts was mir gut tut. Einfach nur diese Leere und Gefühlskälte.

Ich hab eben etwas ausprobiert, was die Thera mir u.a. vorgeschlagen hatte und wo ich dachte, ja, dass ist ein Moment für mich, der mir gut tun wird. Aber da war einfach nichts an Gefühl.

Kennst Du das?

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Nov 30, 2018 10:01 pm

Das fühlen und zulassen dass sich etwas gut anfühlt, man entspannt zum Beispiel müssen wir oft erst (wieder) lernen.
Du kannst aber die vorgeschlagenen Sachen mache und dir zum Beispiel aufschreiben was du gedacht hast... was du gern gefühlt hättest... oder so.


es ist, finde ich, schwer sich etwas gutes zu tun. Ich nutze auch oft andere Menschen um mir selbst, als eine Art Mitläufer auch etwas zu gönnen. Oder aber ich mache etwas von dem ich weiß dass es anderen gut tut, dass es Freunde machen usw.


Ich denke dass du das vielleicht auch erst wieder lernen musst(?)

(sich) etwas gutes tun ist schon schwer, das alles auch zu fühlen ist sozusagen das "Profilevel" ;)



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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » So Dez 02, 2018 9:21 am

Ich habe aufgeschrieben, was ich gestern/vorgestern probiert habe. Für einen kurzen Moment war da auch so etwas wie Freude zu spüren. Das wurde aber direkt von einer Traurigkeit überschattet.

Bei dem anderen, schossen mir nur wieder Gedanken durch den Kopf.

Ich werde das aber weiterhin bis zum Thera-Termin versuchen. Und auch was neues bzw anderes ausprobieren, damit ich bei ihr nicht als Versagerin dastehe, die noch nicht mal so winzige Sachen schafft.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Mo Dez 03, 2018 6:43 pm

Als wenn die psychischen Probleme nicht schon genug wären, bekomme ich jetzt richtig Druck von meiner Chefin. Sie beharrt drauf, dass ich entweder zum Seminar fahre, oder eine Krankmeldung bringe. Sie hört mir nicht zu, ist mir wieder über den Mund gefahren. Ich konnte erklären, was ich wollte, sie hat nicht drauf reagiert. Aber was soll ich denn machen? Die Therapie ist zwingend notwendig. Nach dem nächsten Termin hat meine Thera auch noch Urlaub. Also etwas längere Pause.

Mit dem Betriebsrat habe ich schon gesprochen. Er meinte auch das eine AU Quatsch wäre, und dass man lange auf "Facharzttermine" warten müsse und ich mir keine Sorgen machen soll. Ausserdem wäre eine solche AU Urkundenfälschung, wenn man es genau nimmt.

Chefin hat mir dann noch aufgetragen, dass ich beim Seminar-Anbieter nachfragen sollte, ob das Seminar nächstes Frühjahr wieder stattfindet. Tut es. Haben noch andere Leute abgesagt, so dass es auf jeden Fall wiederholt wird. Hab ihr das dann per Mail mitgeteilt.

Konnte nicht noch eine Konfrontation ertragen. Das Wochenende war schon schlimm genug. War wieder kurz davor, mich zu v*rl*etz*n. Dann noch ein schlimmer Alptraum, wo es um Tabletten ging. Wenn das so weitergeht, weiß ich nicht, was ich noch machen kann, damit es nicht schlimm endet.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Mi Dez 05, 2018 6:47 pm

Wieder ein heftiger Alptraum. Panik und Angst verspürt. Mit Thera darüber reden? Geht mir nicht gut. Am liebsten nur schlafen wollen.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Mi Dez 05, 2018 9:16 pm

Nein, eigentlich will ich nicht schlafen. Und träumen. Fühle mich sehr unwohl, ins Bett zu gehen.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Sa Dez 08, 2018 10:04 am

Wann wurde Euer Antrag auf Therapie an die Krankenkasse gestellt? Also in welcher probatorischen Stunde? Und wie lange hat es gedauert, bis die Antwort kam? Bekomme ich selber auch die Benachrichtung? Oder läuft das komplett über die Thera?

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Dez 11, 2018 6:54 pm

Ich antworte mir dann einfach selber mal. :cry:

In der 3. prob. Sitzung habe ich den Therapieantrag unterschrieben. Es ist erstmal nur eine Kurzzeittherapie für 12 Stunden. Kommt mir wenig vor, aber Thera meinte, die kann man unkompliziert noch mal um 12 Stunden verlängern. Wenn die Therapie dann immer noch nicht erfolgreich verlaufen ist, kann sie in eine Langzeittherapie umgewandelt werden, die dann aber Gutachterpflichtig ist, bzw dieser Gutachter dann den Antrag prüft und hoffentlich genehmigt.

Verunsichert mich, weil, wie soll man das in nur 12 Stunden hinbekommen, wenn man schon seit 4 Jahren Probleme hat? Es geht zwar nicht um Traumatherapie (das macht sie nicht und ich bin damit einverstanden), sondern "nur" um diagnostizierte Depression und PTBS.

War das bei Euch so (erst nur eine Kurzzeittherapie)?

Vielleicht kann mir ja jemand Antwort darauf geben.

evtl.

Re: Therapiebeginn

Beitrag von evtl. » Di Dez 11, 2018 7:04 pm

Hallo Du,

bei mir ist/war das ganz genauso. Erst wurde die Kurzzeittherapie beantragt.
Ich kann mir an ihren Wortlaut nicht mehr erinnern warum meine Therapeutin das so gehandhabt hat
Sie hatte/hat dadurch die Möglichkeit mehr über mich zu erfahren und dieses Wissen dann für die
Beantragung der Langzeittherapie zu nutzen....also für bessere Argumente, die dafür sprechen
eine Langzeittherapie zu genehmigen.
So war/ist es bei mir auch.

Scheint ne übliche Sache zu sein.

LG

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Dez 11, 2018 7:31 pm

Hallo evtl

wie seit ihr denn bisher in die Prob Std bzw ersten Therapiestunden gestartet? Bei uns war erstmal bisschen Papierkram, dann etwas Theorie, Fragebögen als Hausaufgabe und heute erste gemeinsame Achtsamkeitsübung. Ist jetzt auch meine Hausaufgabe für die nächsten 5 Wochen bis zur 4. Prob Sitzung.

Wie lange hat es gedauert, bis Du die Genehmigung von Deiner Krankenkasse vorliegen hattest?

LG
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evtl.

Re: Therapiebeginn

Beitrag von evtl. » Di Dez 11, 2018 7:43 pm

Meine Therapeutin hat genauso mit mir begonnen.

Papierkram, Fragen die sie in der Stunde gestellt hat,
Fragebögen für zu Hause.
In einer Stunde ging es darum welchen Auftrag ich mitbringe;
um was es in der Therapie gehen soll.
In einer Stunde ging es nur um Dissoziation.

In der letzten Stunde ging es bei mir um Rahmenbedingungen für
die Therapie.

Ich glaube wir haben jetzt die 7. oder 8 Stunde gehabt.
Nach dieser Stunde kam von der Krankenkasse ein Bescheid/Schreiben, in dem sie
mir mitgeteilt haben, dass nun geprüft wird ob sie die Langzeittherapie genehmigen.
*Glaub* meine Therapeutin hatte das auch erwähnt, dass sie das so macht.
Ich hatte das nur "vergessen" und war dann überrascht von der Krankenkasse nochmal
Post bekam.

Ich glaube nach den 5 prob. Stunden hatten wir eine Pause von ca. 4 Wochen.
Das ist echt ne ca. Angabe. Können auch 5 Wochen gewesen sein.

So richtig gestartet? *glaub* hat die Therapie noch nicht.
Aber vielleicht meine ich das auch nur. Die Therapeutin muss ja auch erstmal wissen um was
es genau geht....kennen lernen und so. Sich ein genaues Bild machen wie und
was erarbeitet werden soll. Gilt für den Patienten ja auch.....also das Kennenlernen :wink:

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