Therapiebeginn

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Jan 29, 2019 6:00 am

Hallo Steinhart,

gut in den Schlaf zu kommen ist wichtig, da hast Du recht. Ist auch eins meiner Probleme. Werde es direkt nach der Arbeit versuchen (in der Hoffnung, dass ich dann nicht schon nachmittags einschlafe). :wink:

Hast Du mit Deiner Thera darüber gesprochen, oder war das kein Thema?

LG
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Fr Feb 01, 2019 7:31 pm

Hatte heute wieder Therapie.

Sie hat mir ja gesagt, dass sie keine Traumatherapie macht (muss auch nicht sein). Habe sie heute drauf angesprochen, ob wir trotzdem über das, was passiert ist, reden können (in einem Rahmen, den wir vorher festlegen), weil ich denke, dass sie dann mehr Bescheid weiß, was in mir vorgeht. Sie meinte dann, das sie gefühlsmässig schon denkt, das mir eine Traumatherapie helfen würde. Wir könnten darüber reden, aber sie will nicht, dass es mir nach der Stunde so schlecht geht, dass ich gegen einen Baum fahre.

Ich traue mir das selber zu, darüber zu reden. Mir ist halt wichtig, das sie weiß, was Sache ist. Und ich denke, dass das auch hilfreich sein wird, die aktuellen Probleme in den Griff zu bekommen, wenn sie den Hintergrund kennt.

Allerdings habe ich schon Angst, dass sie die Therapie abbrechen könnte, halt wegen einer Traumatherapie. Dabei hab ich schon so viel Vertrauen zu ihr aufgebaut, dass ich ihr heute erstmals von einem anderen Problem erzählt habe, was sie so gar nicht auf dem Schirm hatte, weil ich es noch nicht erzählen konnte. Probleme/Ängste im Umgang mit anderen. Sie vermutet bzw das deute auf eine soziale Phobie hin. Daran will sie in der nächsten Stunde näher drauf eingehen.

Das wäre dann wohl schon meine 3. Diagnose. Die Probleme waren allerdings schon viel früher da, also bevor mir das passiert ist. Dadurch wurde es wahrscheinlich verstärkt.

Was meint Ihr dazu?

~SteinHart~
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von ~SteinHart~ » Fr Feb 01, 2019 10:01 pm

Hallo nicht angemeldet. Entschuldigung erst mal dass ich so wenig bei dir schreibe. Hat nix mit di zu tun, ich habe nur oft den Kopf mit mir so voll...


Also, ich finde ihre Haltung gut, weil verantwortungsbewusst... Traumatisches zu schildern kann ein neues Trauma zur Folge habe, retraumatisierend sein. Ich würde da nicht unterschätzen, mag dir aber eben auch nicht zu viel Angst machen. Dass du es sagen willst kann ich verstehen und dass du es dir zutraust und ihr vertraust finde ich richtig stak! :)



Also mein Rat, wäre das mit ihr vorzubereiten... also im Vorfeld üben und besprechen was helfen kann, sollte es dir hinterher schlecht gehen... Für in der Stunde, besonders aber für daheim dann. Ein Notfallplan...


Therapie und auch Traumatherapie ist im übrigen auch möglich ohne über das Trauma zu reden... aber ich finde wenn der Wunsch da ist es zu tun, sollte man das auch unterstützen (als Thera) nur, haben Theras auch Grenzen...


Wenn sie das nicht möchte, also ihr das zu unsicher ist, nun das "muss" man/ du dann akzeptieren :(


Für den Fall fände ich es gut, sich vielleicht doch nach einer Traumathera umzuschauen (vielleicht weiß sie jemand, oder wie man jemand finden kann) sich da auf die Warteliste setzen lassen und mit ihr stabilisierend zu arbeiten und an den aktuellen Baustellen, damit du am Ende der Therapie nicht schlechter (sondern möglichst besser) zurecht kommst als vorher.

Du kannst dann entscheiden, ob du weiter machen möchtest, oder den erreichten Zustand beibehalten (was keine Niederlage, oder so ist!)



Aus eigener Erfahrung (daaaaamaaaaals) nun ich hatte wirklich große Scham und echt miese Ängste... wegen der MB Erinnerungen, wegen dem was ich meiner Meinung nach bin, was das aus mir gemacht hat, wie schuldig, mies, dreckig und unwert ich bin... wollte das aber so gern nicht sein (aber auch teilweise bestätigt haben) alles in allem war mein Druck es zu erzählen groß... der Druck es zu verschweigen auch... meine Thera damals und ich kämpften uns da durch... es war mühsam und hart und dauerte und vieles konnte ich nur Buchstabe für Buchstabe, stotternd sagen... manches auch gar nicht, dann aber schreiben... und ich war mir, wenn es dann mal raus war so sicher dass sie mich ablehnen wird, mich anders anschaut... :( DAS war aber gar nicht der Fall, im Gegenteil... diese Gedanken schauten wir uns gemeinsam an und es war danach besser... nicht gut, aber besser... weil konkrete Fragen endlich geklärt werden konnten unter anderem (eben auch meine Angst HIV positiv zu sein, um mal ein Beispiel zu nennen)


Jetzt, mache ich ja auch Therapie und bin da ja auch neu und frisch dabei... sie ist eine erfahrene Traumathera und sagt sie wird NICHT mit mir über das Trauma reden.... noch sehr lange nicht (und ich bin auch nicht scharf drauf ehrlich gesagt) zu riskant...



Bin gespannt wie es bei dir weitergeht und hoffe ihr findet einen gemeinsamen Weg und vor allem dass es dir nach der Therapie ein wenig besser geht.



Lieben Gruß,
SH
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(William Gibson)

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Sa Feb 02, 2019 12:19 pm

Hallo Steinhart,

Das macht doch nichts. Ich bin momentan auch sehr auf meine eigenen Sachen fokkussiert, zumal mehr dazu kommt.

Ich denke, das werden wir auch so machen. Sie will, dass ich danach auch gut aus der Stunde rausgehe. Und das will ich auch. Sie weiß jetzt schon Mal, das bei mir der Wunsch besteht, ihr das mitzuteilen. Das ist für sie auch in Ordnung. Also mal sehen, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Das wird wohl auch eher spontan passieren, da ich jetzt nicht sagen kann, nächste Stunde sag ich es. Muss mir ja auch gut gehen, wenn es soweit ist.

Eine Traumatherapeutin hier im Umkreis zu finden, ist nicht so einfach. Da hoffe ich, dass sie mir eine empfehlen könnte, wenn es denn an dem ist.

Habe heute Vormittag schon einiges gelesen über soziale Phobie. Und ich muss sagen, dass ich mich da sehr gut drin erkenne. Auch als Kind, wenn ich drüber nachdenke. Und jetzt auch. Auch die körperlichen Sachen (zittern, Herzklopfen, Durchfall usw.) Spiegeln sich bei mir wieder. Das war erstmal ein Schock, aber irgendwie ist es auch eine Erleichterung. Das eine psychische Erkrankung dahinter steht und ich nicht irgendwie komisch bin.

Nächste Stunde möchte sie mit mir ausführlicher darüber reden. Ich denke, ich werde aber einiges aufschreiben, damit es in die Stunde reinpasst und ich wieder nicht die Hälfte vergesse.

Ich frage mich jetzt, warum ich diese Symptome bei ihr weniger habe. Ob es an dem Vertrauen liegt, oder daran, das mein Medikament auch gegen Angststörung ist (hab das wegen erhöhter Anspannung und Schlafstörungen bekommen). Nehme das jetzt seit Oktober. Zwischenzeitlich war ich aber auch während der Medikamenteneinnahme bei einer Beratungsstelle. Dieser Person habe ich auch vertraut, aber da waren diese Probleme schon schlimmer, als bei der Thera.

Ja, ich bin auch gespannt, wie es weitergehen wird. Aber auch ein wenig ängstlich, das sie die Therapie jetzt beenden könnte. :(

Liebe Grüße
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » So Feb 03, 2019 3:51 pm

Hab mir heute ein paar Sachen aufgeschrieben, von Situationen die ich mir bewusst gemacht habe und was das mit mir macht. Mehr als gedacht.

Seit dem aufschreiben geht's mir schlechter. Thera seh ich aber erst in 2 Wochen wieder. Hab schon meinen Berater von der Seelsorge kontaktiert.

Gestern fühlte ich mich einigermaßen erleichtert und jetzt geht es wieder abwärts.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Sa Feb 16, 2019 6:32 pm

Viel Theorie besprochen. Wie Angst sich äussert. Was im Körper abläuft.

Das man lernen muss, sich dem auszusetzen und das eine Zeit aushalten muss.

Damit man den Ablauf im Gehirn umprogrammiert. Damit Angst machende Situationen nicht mehr als Bedrohung empfunden werden.

Wie soll ich das schaffen?

Alkohol lässt mich gerade keine Angst empfinden. Aber das ist keine Dauerlösung.

Aber wie sonst? Ich will das nicht aushalten müssen. Will gar nichts mehr tun müssen.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Sa Feb 16, 2019 7:24 pm

Ich weiß, das vieles, was meine Thera sagt, richtig und auch gut für mich ist.

Warum fällt es mir so schwer das umzusetzen?

Ich habe Angst ihr zu sagen, wie schwer mir das fällt. Angst, dass sie mich in eine Klinik abschieben könnte, oder die Therapie beendet.

Dabei vertraue ich ihr. Möchte den Weg bis zum Ende mit ihr gehen. Fühle, dass ich es mit ihrer Unterstützung schaffen kann.

Auch wenn ich jetzt gerade in einem dunklem Loch stecke und kein Licht sehe. Das ich aufgeben will.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Mi Mai 01, 2019 8:27 pm

Muss meine Gedanken sortieren...

Ich glaube, dass sich in der Therapie schon einiges in meinem Denkverhalten geändert hat. Die 2 Wochen zwischen den Terminen sind sehr hilfreich. Die Gespräche mit meiner Thera wirken nach.

Aussagen, in Bezug auf einen Klinikaufenthalt, die ich bisher rein negativ gesehen habe, wurden im Gespräch mit meiner Thera ins positive "umgewandelt". Ich bin zwar immer noch nicht bereit für eine Klinik, aber auch nicht mehr strikt dagegen.

Es macht mir nur große Angst. Liegt wohl auch an der Angststörung / sozialen Phobie. Angst da anzukommen. Zb das erste Mal zum Essen gehen. Das erste Mal zb an einer Gruppentherapie teilzunehmen. Vielleicht ein Zimmer mit jemanden teilen müssen (wobei ich aus dem Grund sofort abbrechen würde).

Das ist auch noch ein Thema (soz. Phobie), was mir nicht ganz klar ist. Ich vermute, dass ich das schon seit der Kindheit habe, nicht erst seit dem MB. Das sollte ich vielleicht mit der Thera noch genauer besprechen. Ich glaube das hat sie noch nicht so ganz auf dem Schirm. Manchmal reichen die 50 Minuten auch nicht aus.

Ich habe das Gefühl, das ich das schaffen kann. Aber ich habe auch Angst vor dem Zeitpunkt, wo die Therapie enden wird und nicht verlängert wird. Und ich dann noch nicht so weit bin. Was mache ich dann? 2 Jahre Pause wären so unendlich lang.

Ich brauche Zeit. Das merke ich. Ich kann das nicht so schnell. Denke lange über die Sachen lang, bevor ich sie verinnerliche. Arbeite ja auch noch Vollzeit. Das ist anstrengend, aber das gibt Tagesstruktur. Manchmal ist es mir zu viel. Dann denke ich, dass eine Klinik / Reha gut wäre.

Vielleicht denke ich zu weit im voraus?

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Sa Jun 08, 2019 1:51 pm

Was soll die Therapie bringen? Es steht fest, egal wie es mir am Ende der Therapie geht, dass meine Thera diese nicht verlängern wird. Sie arbeitet nur mit Kurzzeittherapie um mehrere Patienten behandeln zu können.

Das heißt, wenn es mir dann nicht besser geht "müsste ich mir eine Thera suchen, die Langzeittherapie macht und beantragt". Das war ihre Aussage.

Macht es dann überhaupt noch Sinn, bei ihr weiterzumachen?

Fühle mich erschlagen, leer. Alles so sinnlos gerade.

Blütenweis

Re: Therapiebeginn

Beitrag von Blütenweis » Sa Jun 08, 2019 4:12 pm

Wie lange wird den die Therapie noch gehen? Und wie lange läuft sie schon?

Dorie unlog

Re: Therapiebeginn

Beitrag von Dorie unlog » Sa Jun 08, 2019 4:24 pm

Nicht angemeldet hat geschrieben:
Sa Jun 08, 2019 1:51 pm
Was soll die Therapie bringen? Es steht fest, egal wie es mir am Ende der Therapie geht, dass meine Thera diese nicht verlängern wird. Sie arbeitet nur mit Kurzzeittherapie um mehrere Patienten behandeln zu können.

Das heißt, wenn es mir dann nicht besser geht "müsste ich mir eine Thera suchen, die Langzeittherapie macht und beantragt". Das war ihre Aussage.

Macht es dann überhaupt noch Sinn, bei ihr weiterzumachen?

Fühle mich erschlagen, leer. Alles so sinnlos gerade.

Puh, das Gefühl kann ich grad nachempfinden.
Ob es sich für dich lohnt, kann hier wahrscheinlich keiner wirklich beantworten, das kannst nur du wirklich wissen. Du hast die Möglichkeit sie sofort zu beenden, aber was würde das mit dir machen, wenn es dir jetzt schon so geht?
Du kannst mit ihr bis zu Ende machen und gleichzeitig noch mal die anderen anrufen, weil viell ist da jetzt irgendwo Platz? Oder ne kürzere Wartezeit oder so?
Ich hab das gleiche gerade mit meinem Kind. Sie und ihre alte Thera das geht nicht mehr. Sie kommt da nicht weiter und hat keinen Bock mehr. Wir werden wechseln, aber sie hat halt noch Stunden genehmigt.
Solange deine KK nichts gegen eine Langzeittherapie hat, könntest du wechseln.
Unsere hat aber geraten, noch solange zu der alten, bis neue da ist, aber bei uns hat das kein Sinn.

Kannst du dir denn vorstellen weiter hin zu gehen, aber gleichzeitig weiter zu gucken?

Die dritte Möglichkeit wäre wahrscheinlich wirklich mal eine Klinik? Gibt ja stationäre oder Tagesklinik. Meine war jetzt (allerdings für 12 Wochen) in der Tagesklinik und es geht ihr bei weitem besser.

Die Aussage deiner Thera das sie nur Kurzzeittherapie machen will, damit sie mehrere Patienten behandeln kann, find ich schade, weil ich wüsste nix, was man mit 30 Stunden fertig behandeln kann oder es einem nur besser geht.

keine ahnung

Re: Therapiebeginn

Beitrag von keine ahnung » Sa Jun 08, 2019 9:55 pm

hallo nicht angemeldet,

ich finde das ist eine ziemlich blöde situation und es tut mir leid, dass es so gekommen ist, weil du ja auch geschrieben hast, dass du vertrauen zu ihr aufbauen konntest und so weiter. ich würde, wäre ich in deiner situation, direkt nach jemand anderem schauen und sie auch fragen, ob sie jemanden empfehlen kann. ich würde jetzt direkt auch "stunden sparen" für eine andere therapie, das heißt, ich würde ein paar stunden aufheben um bei ihr zu überbrücken bis du etwas anderes hast und auch um einen guten abschluss zu finden. eventuell geht zum beispiel 14 tägig bei der jetzigen therapeutin einen termin wahrzunehmen. du könntest auch parallel gucken, was es noch so an hilfsmöglichkeiten gibt: beratungsstelle, tagesklinik, reha, sowas halt. auf alle fälle würde ich bei dieser therapeutin noch klären, was das mit dir macht und auslöst. hat sie von anfang an gesagt, dass sie "nur" kurzzeittherapien anbietet? wenn nicht, würde ich den unmut darüber bei ihr lassen. für mich klingt es ein bisschen so, als würde sie damit den ganzen "papierkram" umgehen und es sich leichter machen (das ist aber keine aussage über kompetenz oder therapeutischen fähigkeiten - bitte nicht falshc verstehen). ehrlich gesagt mich persönlich nervt es mittlerweise, dass therapeuten die schwierigkeiten mit dem ganzen papierkram und dem herumschlagen mit krankenkassen und co beim patienten lassen, und ich habe es tatsächlich bei allen ambulanten therapeuten so erlebt. aber das ist meins :wink: und es heißt auch nicht, dass ich diesen unmut und ärger nicht verstehen kann (es ist nur falsch adressiert). also letztendlich: ein paar stunden für klären, abschluss, anschluss, den rest an stunden, wenn es noch welche gibt in eine andere therapie investieren. vielleicht macht es doch sinn, in die traumatherapierichtung zu gehen, auch wenn du die diagnose ptbs nicht erfüllst. gerade bei sozialer phobie oder wie ich etwas raulesen kann bei misstrauensproblematik (gegenüber menschen) kann dir diese richtung (ob nun ambulante therapie oder beratung oder andere hilfsmöglichkeiten) auch weiter helfen. trauma zeigt sich nicht nur in der diagnose ptbs. sind nur so ein paar gedanken, die ich hatte und da lassen mochte, wenn blöd, dann pack es einfach zur seite, das ist völlig okay.

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von ~SteinHart~ » So Jun 09, 2019 6:13 am

Nun, immerhin ist das eine klare Ansage von ihr und du weißt nun dass es bei ihr nicht weitergehen wird. Besser als Wischiwaschi und bis kurz vor Schluss weiß man nicht was Sache ist.

Nun, ich würde an deiner Stelle versuchen mit ihr ganz gezielt an Stabilisierung zu arbeiten.

Parallel kannst du nach Traumaerfahrenen Theras suchen und dich vor allem auf die Warteliste setzen lassen. Für die verbliebene Zeit bei der Thera finde ich, wenn umsetzbar, den Vorschlag von "keine Ahnung" gut. Kommt halt drauf an wie viele Stunden du schon hattest und wie stabil du bereits bist (also ob du von jetzt auf gleich weniger, oder gar keine Stunden mehr schaffst)

Der Vorteil ist dass du dann schon deutlich erfahrener und mit ein paar Techniken dich u regulieren im Gepäck bei jemand anderem weiter machen kannst.

Jetzt aus Protest einfach nichts mehr mit ihr zu machen finde ich unsinnig. Was hättest du denn davon?
Die Thera lehnt dich ja persönlich nicht ab, oder macht ihren Job schlecht. Du magst sie, kannst mit ihr arbeiten. Warum das wegwerfen?
Es ist eine Arbeitsbeziehung. Jede Therapie endet ein mal, spätestens wenn die Finanzierung nicht mehr steht und das dann eben auch egal wie es einem geht.
Ein bisschen Pragmatismus tut da gut.

Nutze das was positiv für dich ist.

SH
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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » So Jun 09, 2019 9:51 am

Hallo zusammen,

Danke für Eure Antworten.

@Blütenweis
Das war jetzt die 9. Stunde. Die nächsten 12 sind schon von der Krankenkasse genehmigt.

@Dorie unlog
Jetzt sofort beenden möchte ich Therapie nicht. Ich habe lang genug auf einen Platz gewartet. Ich möchte noch so viel hilfreiches wie möglich für mich daraus ziehen.

@keine ahnung
Ja, die Situation ist jetzt total blöd für mich. Ich komme gut mir ihr klar. Das Vertrauen ihr gegenüber ist jetzt zumindest in den letzten 2 Tagen schon etwas angeknackst bzw geht in die Richtung Enttäuschung. Ist halt nach dem Motto "24 Stunden gearbeitet, egal wie das Ergebnis ist, fertig!".

Nein, direkt hat sie das nicht gesagt (das sie nur Kurzzeit anbietet). Ich hatte anfangs schon mal gefragt, wenn die ersten 12 Stunden nicht reichen, was dann wäre. Sie sagte mir dann, dass man nochmal 12 beantragen könnte, ich solle mir keine Gedanken machen, das wäre noch viel Zeit.

Ich gehe von Anfang an schon 14tägig zu ihr. Das macht sie auch um mehrere behandeln zu können, aber für mich sind die Abstände so in Ordnung, weil da zwischen den Stunden immer viel in mir arbeitet.

@Steinhart
Ja, da ist auch was dran. Wenigstens weiß ich, wo ich jetzt dran bin.

Weiter hingehen werde ich auch. Bin zwar etwas enttäuscht, aber ich möchte die Zeit schon noch nutzen. Wenn ich nicht mehr hingehe, bringt mir das ja auch nichts.

Klar endet eine Therapie irgendwann, aber in meinem Fall wäre ja zumindest noch die Langzeittherapie möglich. Wenn die dann auch vorbei wäre, wird das ja anders aussehen. Aber direkt nach der Kurzzeittherapie?

Ich habe ihr anfangs schon vermittelt, dass ich Zeit brauche, auch wegen dem Vertrauen. Da hab ich auch große Schwierigkeiten mit, aufgrund eines Vorfalls. Und das weiß sie auch.

@ihr Alle
Ich habe mir aufgrund Eurer Antworten ein paar Gedanken gemacht.

Ich werde das jetzt erstmal sacken lassen. In 2 Wochen habe ich wieder einen Termin bei ihr. Danach habe hab ich Urlaub, bin 1 Woche weg. Sobald ich wieder zu Hause bin, werde ich meine Krankenkasse kontaktieren und dort nachfragen, was ich tun muss, wenn ich die Thera wechseln möchte.

Also ob ich während der laufenden Therapie in die Sprechstunde zu anderen gehen kann und ob die Krankenkasse diese Sprechstunden auch übernimmt.

Dann werde ich die 2 Theras wieder kontaktieren, auf deren Warteliste ich noch stehen sollte. Abgemeldet hatte ich mich dort nicht. Ich hatte damals auch öfters mal nach dem Stand der Dinge gefragt. Man sagte mir, ich brauche nicht nachzufragen, sie würden sich melden, wenn was frei wird.

Zumindest eine von beiden bietet laut Homepage auf jeden Fall Langzeittherapie an und arbeitet auch wegen Traumafolgestörungen.

Wenn ich dort nochmal in die Sprechstunde kann, würde ich denen das auch so schildern, also das ich noch beantragte Stunden hab und wechseln möchte.

Vielleicht ergibt sich ja da schon was. Meine beantragten Stunden sollten bis ca Ende des Jahres oder Januar reichen.

Denkt ihr, das wäre ein guter Plan?

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Re: Therapiebeginn

Beitrag von Nicht angemeldet » Di Jun 11, 2019 5:03 pm

Das "sacken lassen" ist nicht so einfach wie gedacht. Das nimmt mich mental doch mehr mit, wie ich dachte. Ich kann schlecht schlafen, meine Gedanken schweifen ständig in die Richtung ab. Versuche die Stabilisierungsübungen zu machen, aber bringt gerade auch nicht viel.

Vielleicht schreib ich gleich doch schon mal an die Krankenkasse.

Nächste Woche steht noch ein Arztbesuch an, vielleicht kann er mir dann noch zusätzlich zum AD was zum schlafen/beruhigen geben. Ich weiß sonst echt nicht weiter.

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