Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

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EineVonUns50
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Re: Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

Beitrag von EineVonUns50 » So Aug 02, 2020 3:02 pm

ich schieb den Thread mal aus aktuellem Anlass hoch. Inhaltlich ist das Thema ja sehr interessant und gerade in anderen Threads OT-Thema (Gutachter, Klagen etc.)

Unsicher

Re: Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

Beitrag von Unsicher » So Aug 02, 2020 7:16 pm

Hallo zusammen,

das Thema ist für mich auch sehr interessant, da bald meine Verhaltenstherapie ausläuft, wir aber gerade erst mit der Trauma-Arbeit beginnen (EMDR).

Wie sieht es da mit einer Verlängerung aus? Kann durch einen Gutachter nochmal Stunden nachbeantragt werden, wenn die insg. 80 der Verhaltenstherapie aufgebraucht sind? Ohne 2-jährige Pause?

LG
Unsicher

EineVonUns50
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Re: Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

Beitrag von EineVonUns50 » Mi Aug 26, 2020 9:29 pm

Hallo Unsicher,
ich hatte den Thread hochgeschoben, weil da bereits solche Fragen ausführlich besprochen wurden.. Lies doch einfach mal die alten Beiträge durch, da steht auch einiges zur Verhaltenstherapie, wenn ich mich recht erinnere...

but alive
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Re: Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

Beitrag von but alive » So Sep 13, 2020 9:48 pm

Ich muss mal meinen Senf dazu geben, weil hier mehrfach von der "2-Jahres-Pause" geschrieben wird: es gibt diese Pause so nicht, hat auch meine Therapeutin bestätigt. Das ist ein Missverständnis, weil in der Richtlinie steht, dass ein neuer Antrag, der vor Verstreichen von 2 Jahren seit dem Ende der letzten Therapie gestellt wird, gleich zum Gutachter geht. Das heißt überhaupt nicht, dass man z.B. ein Jahr nach Ende der letzten Therapie keinen Antrag stellen "darf". Klar, darf man, nur geht der Antrag gleich zum Gutachter, was bei einer Kurzzeittherapie sonst nicht der Fall ist, wenn zwei Jahre vergangen sind seit der letzten Therapie. Aber es müssen keine 2 Jahre vergehen, damit eine neue Therapie bewilligt wird.

Und ja, man kann bei einer Verhaltenstherapie über das 80 Stunden Kontingent hinaus weitere Stunden bewilligt bekommen. Hat bei mir geklappt (100 Stunden insgesamt), dann übernahm der Fonds die Kosten. Das hängt dann natürlich von der Argumentation der Therapeutin, dem Gutachter und der Kulanz der Krankenversicherung ab.

Spätsommerliche Grüße an Alle ;-)

~SteinHart~
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Re: Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

Beitrag von ~SteinHart~ » So Sep 13, 2020 9:54 pm

Ist doch bereits bekannt. Nur muss der Thera eben auch gewillt und fähig sein einen ausführlichen Bericht zu schreiben.... Das wird nicht mal vergütet.
Dann kommt es auf den Gutachter drauf an....


SH
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but alive
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Re: Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

Beitrag von but alive » So Sep 13, 2020 9:56 pm

Von der 2-Jahres Pause lese ich öfters, das Gerücht hält sich hartnäckig, ist vielen Menschen leider nicht bekannt ;-)

~SteinHart~
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Re: Therapieverlängerung nach Kontingentausschöpfung

Beitrag von ~SteinHart~ » So Sep 13, 2020 10:08 pm

Weil ständig fundiertes Halbwissen fließt ;)

Auch dass man NACH Ausschöpfung des genehmigten Kontingets noch Stunden zur Prophylaxe hätte, hält sich hartnäckig.... dass man diese aber vom den genehmigten Stunden ÜBRIG LASSEN muss, überlesen manche gern.
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