Ptbs Assistenzhunde

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LunaSue
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von LunaSue » Sa Sep 12, 2020 11:11 pm

Hallo Leben?

Das klingt doch super!

Leider wenig bekannt, aber Hunde schlafen beinahe so viel wie Katzen.

All die Tipps kann ich so unterschreiben.
Schön, dass du es annehmen kannst und direkt Erfolge siehst!

Viele Grüße
Luna
Das Leben selbst ist es, das dem Menschen Fragen stellt.
Er hat nicht zu fragen, er ist vielmehr der vom Leben her Befragte,
der dem Leben zu antworten - das Leben zu ver-antworten hat.

Viktor Frankl

silan
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von silan » So Sep 13, 2020 4:34 am

Hallo Leben?
ich freue mich sehr, dass es so positive veränderungen gibt.
Leben? hat geschrieben:
Sa Sep 12, 2020 4:51 pm

Wir unternehmen immer wieder kleine Ausflüge, um ihm Neues zu zeigen. Jedoch auf die Dinge reduziert, die für uns wichtig sind. Und Auto fahren immer mit Gassi und Spaß verbunden.
Wir können dir nur raten, dem kleinen Mann wirklich ganz viele Dinge zu zeigen in den ersten 16 Lebenswochen. Gerade wenn er als Assistenzhund ausgebildet werden soll, ist es wichtig für ihn und auch für dich, dass er sich auch in Situationen unproblematisch einfügen kann, die nicht zur "normalen Routine" gehören. Je mehr er jetzt kennenlernt, desto cooler kann er damit später umgehen und auch lernen zu übertragen auf andere Situationen.
Wenn du jetzt "nur" die Sachen machst, die für euch wichtig sind, wird er mit Dingen, die einfach so passieren eher Schwierigkeiten haben. Stell dir z.B vor, du willst mit deinem Hund irgendwann mal einkaufen gehen, wo er dich als Assistenzhund begleiten und dich sichern soll. Nun hat er noch nie eine Lautsprecherdurchsage gehört, schön laus, schön schrill, vielleicht etwas kreischend, mit Rückkopplung... das ganze Programm. Du hast es in der Hand, ob dein Hund irgendwann mal denkt... ok, Lautsprecher... laut, schrill, ungefährlich - kenn ich - tut nix oder ob er als Azubi damit zum ersten mal konfrontiert wird und erst mal mühsam mit viel Geduld genau das lernen muss, nämlich ok, ist nur der Lautsprecher und keine Mörderbande hinter dem nächsten Regal.
Außerdem kann dich sowas stärken, war jedenfalls bei uns so. Plötzlich wurden wir damit konfrontiert, durch den vollen Bahnhof zu laufen, an überfüllten Bahngleisen stehen zu müssen und dem quitschend einfahrendem Zug entgegen zu sehen, ruckende, übervolle, stickige, enge, Fahrstühle, brüllende Menschenmengen, Busse die ruckartig anfahren und bremsen, sich unvermittelt in die Kurve legen, volle Fußgängerzohnen etc.PP... und dem Hundekind zu vermitteln alles ok :roll: - wir sind Stolz, dass wir das geschafft haben.
Dein Hund soll dich irgendwann in schwierigen Situationen stützen, dafür ist es wichtig, dass er mit so vielen Situationen wie möglich sicher umgehen kann. Und diese Sicherheit bekommt er am leichtesten, wenn er als Baby ganz viel kennenlernt. Leider ist dieses Zeitfenster sehr eng, ab der 16. Lebenswoche ist das vorbei. Dann muss er sich das mühsam erarbeiten, was er noch nicht kennt.
Vielleicht macht dir das ja Mut und auch Lust, ihm jetzt schon mehr als deine kleine Welt zu zeigen?
Ganz liebe Grüße

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LunaSue
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von LunaSue » So Sep 13, 2020 6:55 pm

Hallo Silan,

Das kann ich so nicht bestätigen.
Wir haben eine "Auswahl" erlebt. Aber nicht das "volle Programm".
Aber da unser Hund sich stabil an uns orientiert sind neue Sachen gar kein Problem gewesen.
Mit 2 Jahren das erste Mal Bus gefahren, kein Problem.
In der Stadt waren wir auch viel später.

Aus meiner Sicht sollte man da keinen Druck aufbauen.
Wenn man das ein oder andere aus eine Erfahrungsgruppe übt kommt man zurecht.
Es baut sich auf. Unser Hund ist völlig selbstverständlich eine Feuerleiter mit mir runter.

Was viele nicht machen: wir sind zur Hauotfeuerwache gefahren. Da starten bei uns auch die Rettungswagen. Laut und aufregend.
Dann gab es ein abgebrannte Essen in der Nachbarschaft - Feuerwehr rückte an. Da sind wir dran vorbei marschiert.

Ich denke man nicht alles abarbeiten, denn ein sicherer Hund schafft später neue Eindrücke ganz selbstverständlich.

Dass man die kleine Welt vergrößern und erweitern sollte - da stimme ich zu.
Aber super wichtig ist die Bindung gut zu stärken.
Nicht überfordern, weder sich noch den Hund.

Viele Grüße
Luna
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonUns50 » So Sep 13, 2020 7:30 pm

wir können uns Luna nur anschließen. Der kleine muss ja die Erfahrungen auch verarbeiten und wenn da zuviel neues passiert, kann das auch zu stark verunsichern und auch wieder stressen. Es kommt ja auch sehr auf den Hund drauf an, manche sind ängstlicher, andere draufgängerisch... Was Leben? erzählt, wirkt es ja eher tendenziell so als ob der Hund schon auch schnell gestresst ist und dann überdreht und in die Hyperaktivität geht, da ist weniger wirklich mehr... Vielleicht stürzt er sich total gern auf alles Neue und muss eher lernen, runterzukommen und den Kontakt mit Frauchen zu halten.. Wir hatten einen Border, der das erste Jahr im Tierheim im Ausland verbracht hat und die hat alles mitgemacht und sich auf alles eingelassen, da war Neues überhaupt kein problem, weil sie eine starke Bindung zu uns hatte und auch noch ein zweiter Hund da war, der ihr Sicherheit gegeben hat.

Wenn der Hund weniger, aber sehr gute Erfahrungen macht - vor allem auch, dass dann Sicherheit vermittelt werden kann und der Hund gut durch diese Situationen durchgeführt wird, dann stärkt das sein Selbstvertrauen und die Bindung und das ist eine sehr gute Basis für alles was dann noch kommt.

und was man dabei auch nicht vergessen darf: auch negative Erfahrungen brennen sich jetzt in dieser Lebensphase tief ein! also lieber bedacht vorgehen und nicht zuviel und immer Sicherheit bieten, Kontakt halten und auf Ruhe achten - finden wir am wichtigsten...

Leben?
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » Do Sep 17, 2020 10:02 am

Bin derzeit nicht so häufig online. Nahm schon ein paar Anläufe, um euch zu antworten.

Zunächst einmal, die Prägezeit von 16 Wochen liegt bereits hinter uns. Erwähnte hier im offenen Forum ganz bewusst kein Alter.

In dieser Zeit lernte er Aufzüge am Bahnhof, jedoch kein Zugfahren kennen. Busse kennt er von außen, fahren werden wir nicht damit. Hier denke ich genügt das für ihn auch. Corona lässt mich da bewusst zurück haltend sein, da wir eh nie Bus und Bahn fahren.

Tiere verschiedener Arten kennt er und reagiert gelassen darauf. Beobachtet ohne zu jagen.

Geschäfte und kleinere Fußgängerzonen kennt er auch. Nur nicht die große Stadt.

Baustellen und den damit verbundenen Lärm hat er prima gemeistert.

Unser Problem hing mit der Uberforderung zusammen. Wie bereits erwähnt verbesserte sich das jedoch merklich.

Einem Welpen alles zu zeigen ist ja auch gar nicht möglich. Er wird, genau wie wir Zweibeiner immer wieder in Situationen kommen, die er noch nicht kennt. Und da zählt das Vertrauen im Team.

Sayeda
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Sayeda » Fr Sep 18, 2020 4:39 pm

Genau. Einem Welpen kann man einfach nicht alles zeigen.

Meine Hündin kam mit gut einem Jahr zu uns. In unserem ersten gemeinsamen Urlaub stellten wir fest, dass sie Kühe noch nicht kannte. Das merkt man ziemlich schnell. Nun ja, dann haben wir uns eben langsam an diese großen unbekannten Tiere langsam angenähert. Heute ignoriert sie Kühe.

Meine Hündin kannte und liebte zwar Wasser, aber sie schwamm vorher noch nie. Das haben wir eben gemeinsam ausprobiert und heute schwimmt sie gerne.

Ich finde solche Situationen immer wieder sehr schön. Also das gemeinsame Entdecken von neuen Dingen. Wichtig ist eben, der Hündin/ dem Hund genug Zeit zu lassen, sich diesen neuen Dingen anzunähern und auch das alles zu verarbeiten. Und manche Dinge, von denen ich glaubte sie sind kompliziert, sind ganz einfach. So läuft meine Hündin von Anfang an wunderbar neben dem Einkaufswagen her.

Auch wenn es immer wieder auch Rückschläge gibt, so ist es in der Summe wunderbar die Welt so nochmal neu entdecken zu dürfen. Irgendwo schrieb Lara64 mal, wie sie mit Yoda gemeinsam Blümchen entdeckt hat. Es sind so Kleinigkeiten, die es so wunderbar mit einem vierbeinigen Kumpel machen. Und so viel wie seit meine Hündin da ist, habe ich noch nie lachen müssen.

LG, sayeda
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Sayeda » Mi Apr 14, 2021 10:36 am

Hallo,

ich mag mal wieder von meiner Hündin und mir berichten.

Nachdem mir meine Chefin meine Hündin nachträglich verboten hat und sich auf keine Gespräche diesbezüglich einließ, befinden wir uns nun in einem Rechtsstreit. Vorher hatte ich wirklich alles möglich versucht: Integrationsamt, Betriebsrat, Schreiben der Anwältin, Gesprächsangebot von mir mit meiner Therapeutin und Hundetrainerin etc. Kein Durchkommen.

Der Gütetermin fand nach mehrmaliger Verschiebung wegen Corona statt. Es war wohltuend zu erleben, wie gut die Richterin über das Thema Assistenzhund informiert war. Es stellt sich schnell heraus, dass nicht die Hündin das Problem ist, sondern "Befindlichkeiten" meiner Chefin mir gegenüber. Manche ihrer Aussagen gingen unter die Gürtellinie und selbst die Richterin fühlte sich genötigt sie irgendwann einzubremsen.

Leider konnten wir uns nicht einigen und nun wird es zu einer Gerichtsverhandlung kommen. Klar ist, dass mein Bedarf an Assistenzleistungen durch meine Hündin erst gar nicht durch die Richterin in Frage gestellt wurde (ich habe auch eine Verordnung meiner Ärztin und diverse Atteste).

Meine Hündin machte einen ganz tollen Job. Ohne sie hätte ich das nicht so gut durchgestanden. Meine Anwältin wie auch die Richterin waren von ihr sehr beeindruckt. Es ist das erste Mal, dass ich mich ernsthaft wehre und mein Recht einfordere. Diese Unterstützung (auch durch meine Anwältin) zu spüren, tut so gut!

Seit Sommer letzten Jahres arbeite ich schon nicht mehr dort und werde das auch nicht mehr tun. Offiziell bin ich noch angestellt. Nun suche ich eine neue Arbeitsstelle. Ich bin guter Dinge ... so mit meiner Hündin.

Was sich für mich in solchen Situationen auch zeigt: Für die Assistenzhunde ist das alles Schwerstarbeit und ein entsprechender Ausgleich ist immer wieder wichtig. Diesmal war es die Hundewiese und das Herumtollen mit ihren Hundekumpels.

Sayeda
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonUns50 » Mi Apr 14, 2021 2:37 pm

Hallo Sayeda,
wir können das mit dem "sich endlich auch mal wehren" grad total gut nachvollziehen, wir üben das auch gerade, wenn auch im kleineren Rahmen. Aber das ist so wichtig und so schwierig und löst soviel Ängste aus. Toll, dass du das geschafft hast!
Darf ich fragen, rein aus Interesse: wenn klar ist, dass du dort nicht mehr arbeiten willst, worum geht es dann in der Gerichtsverhandlung? Also braucht es da nicht ein "Ziel" o.ä.? Ich denk dann immer, wenn man von denen gar nix mehr will, macht auch eine Klage keinen Sinn, aber das stimmt ja vielleicht gar nicht?
LG

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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Sayeda » Mi Apr 14, 2021 6:02 pm

Hallo EineVonUns50,

letztendlich hat mein Arbeitgeber kein Recht, mich bei dieser Stelle nicht mit meiner Assistenzhündin arbeiten zu lassen. Da er mich inzwischen gar nicht mehr möchte, weil ich seiner Aussage nach ihn "vor Gericht gezerrt" habe, geht es nur noch um die Höhe der Abfindung. Beim Gütetermin konnten wir uns nicht auf die Höhe einigen. Deshalb braucht es jetzt ein Urteil. Mir blieb jedoch gar nichts anderes übrig, als Klage einzureichen, da klärende Gespräche seitens des Arbeitgebers verweigert wurden.

Und das Urteil kann durchaus richtungsweisend für andere Verfahren, bei denen es um das Thema Assistenzhund geht, sein. Auch deshalb bleib ich dran. Das geht aber nur, weil ich mit meiner Anwältin jemanden gefunden habe, die das wirklich gut macht und mich unterstützt.

LG, Sayeda
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonUns50 » Mi Apr 14, 2021 10:01 pm

danke für deine Antwort :) Eine Abfindung macht natürlich Sinn... ich hoffe, dass du Recht bekommst! Spricht da die gleiche Richterin auch das Urteil? Das wäre ja wünschenswert. Alles Gute!

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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64 » Mi Apr 14, 2021 10:34 pm

Hallo sayeda,

sind echt platt von der Reaktion des AG - wow! Wobei wir von einem Integrationsfachdienst wissen, hier in unserer Region, da dürfen zwar die Klientinnen ihren Assistenzhund mitbringen, wenn Frau/Mann dort arbeitet darf man das nicht - echt schräg.

Unser letzter Standt war die Geschichte mit der Kenndecke für die Hündin, innerhalb der Einrichtung. Schon das konnten wir ja nicht nachvollziehen. Yoda begleitet uns in Rathaus und letztes Jahr auch zu einer Sitzung in den Landtag . klar können die das, wenn sie gut ausgebildet sind und entsprechend dann Hundefreizeit haben.

Von daher Hochachtung, dass du hier dich bei deinem ehemaligen AG gewehrt hast. Wünsche dir, dass die Abfindung so ausfällt, dass es für dich positiv ist. Wir hatten das ja im Jahr 2018 auch. Als wir nach der langen AU Zeit wieder zum ehemaligen AG zurückkehren wollten, und uns dort die Geschäftsführung auch unschön "rausgemoppt" hat. Da ging es letztlich auch eher um "Befindlichkeitsstörungen" der GS mir gegenüber, die sich da zeigten denn um die genannten "Fehlleistungen" von mir während der Widereingliederung.
DA wir auch keine Einigung über die Abfindung gefunden haben, kam es zum Prozess und die Summe für die Abfindung lag dann deutlich näher an meiner Vorstellung von Abfindung, denn der des AG.
Und wünsche dir viel Erfolg für die Suche nach einem neuen Arbeitgeber, so du noch nicht bereits einen Arbeitsplatz hast.

Shalom - lara64

Sayeda
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Sayeda » Mo Apr 19, 2021 12:58 pm

Hallo Lara64,
lara64 hat geschrieben:
Mi Apr 14, 2021 10:34 pm

sind echt platt von der Reaktion des AG - wow!
Ich auch. Vor allem ist es den 10 Jahren Zusammenarbeit nicht würdig. Dem ganzen Team ist klar, dass unsere Chefin nur wenig Personalführungkompetenzen hat. Sie hat durchaus viele andere Kompetenzen. Aber das kann sie definitiv nicht und hat dabei noch eine ganz schräge Selbstwahrnehmung.
Wobei wir von einem Integrationsfachdienst wissen, hier in unserer Region, da dürfen zwar die Klientinnen ihren Assistenzhund mitbringen, wenn Frau/Mann dort arbeitet darf man das nicht - echt schräg.
Ich hoffe ja inzwischen auf das bald kommende Gesetz :roll: .
Unser letzter Standt war die Geschichte mit der Kenndecke für die Hündin, innerhalb der Einrichtung. Schon das konnten wir ja nicht nachvollziehen.
Die anderen Argumente sind genauso wenig nachvollziehbar und es ist ganz offensichtlich, dass sie vorgeschoben sind. Schräg, dass sie es nicht fertig bringt wie vernünftige erwachsene Menschen darüber zu reden und Lösungsmöglichkeiten zu finden. Ich habe ganz sicher auch Fehler gemacht. Aber wenn erst gar keine Bereitschaft zum Austausch und kein Wille zur Lösung da ist ... . Spannend war, dass sich bei dem Gütetermin meine Chefin so hinstellte, als hätte sie die Gesprächsversuche eingeleitet, dabei kamen alle von meiner Seite und sie rigoros blockte ab. Ich habe nicht viel richtig gestellt, weil schnell klar wurde, wie das alles bei der Richterin ankam. Aber da musste ich dann doch intervenieren und klarstellen, dass ich immer wieder versuchte ins Gespräch zu kommen und sie mich abblockte. Leider war das auch ein ganz blöder Trigger ... *seufz*.
Yoda begleitet uns in Rathaus und letztes Jahr auch zu einer Sitzung in den Landtag . klar können die das, wenn sie gut ausgebildet sind und entsprechend dann Hundefreizeit haben.
Das sind zwei wichtige Punkte: Eine gute Ausbildung und eine den Bedürfnissen des Hundes angepasst Hundefreizeit.
Meine Hündin ist eine ganz tolle Jägerin. Deshalb "jagen" wir beispielsweise "wildtiergerecht" gemeinsam Hasenfellfutterdummys im Wald, die ich vorher versteckt habe und sie diese dann suchen, mir bringen und dann leeressen darf. Faszinierend, was so eine Hundenase leisten kann! Zumal das auch die Bindung zwischen uns stärkt und es macht uns beiden Spaß :-). Wie Yoda ist meine auch ne Wasserrate. Auch das nutzen wir gemeinsam und es tut uns beiden gut.

Ich bin gespannt, wie hoch die Abfindung sein wird.

Momentan habe ich so gar keine Lust mehr, mich auf dieses "System" der Ausbeutung einzulassen. So viele Maßnahmen gehen am Bedarf der ratsuchenden Menschen vorbei. Das Doppelmandat zerreißt einen manchmal fast. Und als Angestellte ist man nur gut, wenn man "funktioniert". Natürlich ist das nicht überall so. Jedoch weit verbreitet. Noch bin ich bei denen angestellt ... .

LG, sayeda
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