Ptbs Assistenzhunde

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Sayeda
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Sayeda » So Mai 03, 2020 10:17 am

Hallo Leben,
Leben? hat geschrieben:
Sa Mai 02, 2020 11:47 pm

Nur stelle ich mir die Frage, wozu ist der Nachweis wichtig? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
Was für einen Nachweis meinst du?

Aufgrund der Beschränkungen sind derzeit keine Prüfungen möglich. Das wird sich sicher wieder ändern. Zu Anfang des Lockdown hatte ich kein Training. Inzwischen trainieren wir mit der Trainerin draußen und mit Abstand. Das ist kein Problem. Da eine Ausbildung eh mindestens über 1,5 Jahre geht, würde ich mir dann Gedanken machen, wenn es so weit ist. Es geht ja zu Anfang vor allem erst mal im die Grundlagen der Hundeausbildung.
Durch Corona sind die Menschen in einem so sensiblen Bereich wie Einkauf meiner Meinung nach eher weniger gut auf Tiere im Laden zu sprechen.
Das nehme ich anders wahr.
Zumal ich wie vorher schon beschrieben durch Corona beim einkaufen so angespannt bin, daß ich mir nicht vorstellen kann, den Hund mit in den Laden zu nehmen. Möchte ihn dort ja nicht überfordern.
Ein gut ausgebildeter Assistenzhund kann das leisten, wenn er einen entsprechenden Ausgleich hat. Genau dafür hat er ja eine Ausbildung.
Und ohne diesen Bereich abzudecken, kann ich mir nicht vorstellen, dass er zur Prüfung zugelassen wird.
Es macht ja auch keinen Sinn einem Assistenzhundteam eine Abschlussprüfung ablegen zu lassen, wenn nur ein Teil der hauptsächlichen Assistenzleistungen nicht funktionieren. Wobei das auch abhängig davon ist, welche Assistenzleistungen benötigt werden.

Grundsätzlich können Hunde kein Corona bekommen und auch nicht übertragen. Ein Maulkorb wäre dann eh sinnfrei. Und warum sollte ich meinen Hund desinfizieren, wenn ihn andere eh nicht anfassen sollen?
Wenn eine Frau ihre eigene Größe entdeckt hat, kann kein Lob sie größer, keine Kritik sie kleiner machen.
Der Käfig ist offen.
Verlassen musst du ihn selbst

Luisa Francia

ChaosBande
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von ChaosBande » So Mai 03, 2020 3:10 pm

Hallo Leben,

wenn für den Assitenzhund Einkaufen nicht als Assistenzleistung zählt - wird er trotzdem zu Prüfung zu gelassen,
denn dann wird dieser Bereich ja nicht getestet.

meine kleine ist erst 7 1/2 Monate und wir haben noch viel zu lernen.
Auch meine verleitet ander Menschen zum anfassen "wollen" ist eben fals wie bei Silan ein Aussie.
Aber mein lernt das die ein Spezielle Komando bekommt was ihr sagt - jetzt darfst du andere Menschen und/oder Hunde begrüßen.

Leider greifen immer wieder Menschen nach ihr ohne das ich es ggf. sehe oder so schnell verhindern kann.
Auch teilweise zu/in unmöglichsten zeiten/Situationen - leider.

Wir haben Online Training - zwar nicht das selbe wie Persönlich, aber wir haben training.

Das ich befürchte meine kleine zu überfordern kommt wir auch öfter,
Aber sie lernt es auch erst jetzt was sie dann machen kann und was mir hilft.
Wenn es ein tag war an dem sie viel für mich da war, passiert den rest des Tages nicht mehr viel
(kurz Gassirunde oder nur in den Garten)

Viele Grüße ChaosBande

lara64
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64 » Mo Mai 04, 2020 12:19 am

Hallo leben?

Wie ausführlich war denn die Info durch die Assistenztrainerin? Bei manchen deiner Fragen stellen sich mir die Fragen, wie viel ihr im Vorfeld besprochen habt. Also wozu soll der Assistenzhund da sein, welche spezielle Aufgaben soll der Hund beherrschen. Wie sehen die rechtlichen Voraussetzungen in D. aus?

Nur stelle ich mir die Frage, wozu ist der Nachweis wichtig? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Nehme jetzt mal an, du meinst den Nachweis der Prüfung und dass der Hund Assistenzhund sein darf. Im ersten Schritt muss der Hund natürlich die entsprechende Prüfung erfolgreich bestehen. Da es in D. keine einheitliche Regelungen gibt, und Assi-Hund auch nicht wie Blindenführhunde rechtlich anerkannt sind, gibt es da keine Vorgaben was der Hund können muss und was nicht.
Im allgemeinen Alltag brauchst du den Nachweis wohl nicht so oft. Er hilft dir dann, wenn du z.B. in ein Museum, eine öffentliche Einrichtung wie eine Ausstellung, Konzert usw. deinen Hund mitnehmen willst. Dann brauchst du einen GdB von mindestens 50% und in deinen Schwerbehindertenausweis wird der Assistenzhund eingetragen. Daneben erhält der Assistenzhund einen Ausweis in dem deine Schwerbehindertenpassnummer vermerkt ist. Somit ist klar, dass ihr ein Team seid.

Und wie schon erwähnt, wenn Einkaufen nicht relevant ist, wird es auch nicht geprüft. Wir haben ähnlich wie Silan begonnen, als mein Hund so ca. 4-5 Monate alt war. Mit Buchhandlungen, Baumarkt/Zoohandlungen, oder mal Klamottenladen. Dann Drogeriemärkte und Schlussendlich die Lebensmittelgeschäfte. Wobei dir bewusst sein muss - es gibt kein gesetzliches Recht darauf gerade in Lebensmittelläden den Hund mitzunehmen. Dazu gibt es zwar Empfehlungen und etliche Discounter und Supermärkte. Es ist aber hilfreich das mit den entsprechenden Supermärkten vorab zu klären. Da wir nie im Discounter und höchst selten im Supermarkt einkaufen haben wir das nicht explizit geübt. In den kleinen Unverpaktläden wo wir in der Regel unsere Einkäufe tätigen ist das mit Yoda kein Problem..daher wird Yoda hierin auch nicht geprüft..wobei er das i.d.Regel gut meistert. Manchmal wenn wir gerade zu Fuß unterwegs sind, geht er mit in einen Laden, aber das kommt nicht allzu häufig vor. Hier waren andere Themen eher Schwerpunkt, wie das Einkaufen

Zu Corona, einfach einmal klargestellt. Corona ist ein Überbegriff von unterschiedlichen Viren, und manche Coronavieren treten auch bei Haustieren wie unseren Hunden auf. Sie haben allerdings nichts mit dem Corona-COVID-19 Errerger etwas zu tun. Dieser Erreger tritt bisher nur bei Menschen auf, und befällt die menschliche Lunge. Es gibt allerdings Coronaviren die bei Hunden Durchfallerkrankungen verursachen können, haben aber nichts mit dem gerade in den Medien genannten Corona-Virus zu tun.
daher gibt es keinen Anlass Hund zu desinfezieren, was für eine schräge Vorstellung. Die arme Haut, das Fell des Hundes?
Daneben sollen wir ja alle ohnehin 1,5-2m Abstand halten. Und mein Hund geht ohne Zustimmung von mir auch nicht auf andere Menschen zu. Daher gibt es da auch keine Befürchtungen. Hundekontakte sortiere ich eher danach wie gut die Hunde sozialisiert sind, wie zuverlässig sie sich vom Halter zurückrufen lassen etc. denn nach Coronakriterien..

Und zum Berühren meines Hundes hatte ich hier bereits ausführlich meine Haltung kund getan, und von der weiche ich auch nicht ab..

Wann soll denn der Hund zu dir ziehen? Ich würde eher im Vorfeld Themen klären, wie gut bist du die erste Zeit versorgt, gibt es Unterstützung durch Familie/FreundIn oder ähnliches. Gerade durch Corona kann es ja sein, dass der Radius noch sehr begrenzt ist.

Shalom - lara64

ChaosBande
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von ChaosBande » Mo Mai 04, 2020 3:52 am

Hallo Lara64,
lara64 hat geschrieben:
Mo Mai 04, 2020 12:19 am
Dann brauchst du einen GdB von mindestens 50% und in deinen Schwerbehindertenausweis wird der Assistenzhund eingetragen. Daneben erhält der Assistenzhund einen Ausweis in dem deine Schwerbehindertenpassnummer vermerkt ist. Somit ist klar, dass ihr ein Team seid.
wie meinst du das wird in den SBA (Schwerbehindertenausweis) eingetragen?
Es gibt ja "nur" vordefinierte Merkzeichen und für Begleitperson kenn ich nur das merkzeichen B.

Viele Grüße ChaosBande

lara64
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64 » Mo Mai 04, 2020 11:16 pm

Hallo Chaosbande,

da war ich ein wenig ungenau stimmt. Der Hund erhält einen Nachweis, in dem die jeweilige Nummer des SBA eingetragen wird, und es gibt für den SBA ein Zusatz, dass ein Assistenzhund geführt wird. So habe ich das bei der Einzeltrainerin verstanden bzw. das mit dem Ausweis des Hundes haben wir so auch gesehen und wir wurden in unserem Urlaub in den Niederlanden letztes Jahr genau nach so einem Nachweis gefragt als wir Yoda ins Rubens Haus mitnehmen wollten..

aber vielleicht weiß das deine Trainerin genauer..da wir aktuell die Prüfung aussetzen mussten, nicht nur Coronabedingt, wollte ich mich erst kurz vor der Prüfung nochmals genauer drum kümmern. Aktuell haben wir einen Nachweis über die Ausbildung, hilft in vielen Fällen, gerade in öffentlichen Einrichtungen.

Shalom - lara64

silan
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von silan » Di Mai 05, 2020 7:36 am

Hallo,
wir haben derzeit auch "nur" einen Nachweis über diie Ausbildunng. Unsere Info zu Assistenzhund und Schwebi ist, dass der dann unter dem "B" läuft. Dass der derzeit speziell im Schwebi aufgeführt wird haben wir noch nicht gehört. Aber ausschließen wollen wir das nicht.
Im Netz haben wir nur darüber gefunden, dass 2017 der Bundesrat den Bundestag aufgefordert hat, zeitnah einen Gesetzentwurf vorzulegen, mit dem die Möglichkeit geschaffen wird, dass Assistenzhunde Aufnahme in das Hilfsmittelverzeichnis finden können, die rechtliche Voraussetzung dafür geschaffen wird, dass Assistenzhunde im Schwerbehindertenausweis eingetragen werden können und bundesweit einheitliche Qualitätsstandards für Assistenzhunde geschaffen werden.
Aber unseres Wissens gibt es das noch nicht.

Graublau
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Graublau » Mi Jul 15, 2020 4:06 pm

Hallo,

leider finde ich den genauen Beitrag gerade nicht mehr.. Jemand hier hatte mal von älteren/ vom Aussterben bedrohten Hunderassen geschrieben, von denen Hunde als PTBS-Assistenzhunde ausgebildet wurden. Mich interessiert, welche Rassen das sind. Die Information hat mich neugierig gemacht. Auf meinem Weg zum Assistenzhund sind von seiten der Trainerin bisher eher bekanntere wie Labradore Thema.. Kennt sich da jemand aus und kann & mag vielleicht ein paar Tipps geben? Kennt jemand z. B. gute Adressen/ Internetseiten zu solchen Hunderassen?

Viele Grüße
Graublau

Sayeda
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Sayeda » Do Jul 16, 2020 8:54 am

Hallo Graublau,

es könnte sein, dass du mich meinst.

Ich habe eine Barbethündin und finde ihren Charakter sehr passend für einen PTBS-Assistenzhund. Aufgrund der Rasse ist sie sehr auf ihren Menschen fixiert, sehr gelehrig, sensibel, zeigt keinerlei Aggression und ist auch für Hundeanfänger*innen gut geeignet. Eine Bekannte von mir hat ebenfalls eine Barbet-Hündin als PTBS-Assistenzhund und ist auch absolut überzeugt von dieser Rasse. Natürlich ist dann jeder Hund/ jede Hündin noch individuell von dem Wesen anders. Aber grundsätzlich sind es echt tolle Hunde/ Hündinnen.

Allerdings würde ich diese Rasse niemanden empfehlen, der/ die massive Probleme mit sozialen Kontakten hat. Aufgrund des Aussehens werde ich immer wieder mal angesprochen, um was für eine Hündin es sich handelt. Wie der Labrador auch ist der Barbet ursprünglich ein Jagdhund.

Viele Grüße
Sayeda
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Luisa Francia

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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Graublau » Do Jul 16, 2020 1:56 pm

Danke Sayeda! :)

lara64
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64 » Mo Jul 20, 2020 1:04 pm

Auch wir haben einen eher sehr untypischen Hund/eine untypische Rasse als PTBS Hund. Neben der PTBS habe ich auch viele Körperliche Probleme, daher darf ich nur noch 5kg heben/tragen.
Damit war rasch klar, es wir ein Kleinhund werden, der dennoch ausreichend Bewegung benötigt, auch die Herausforderungen sucht und braucht. Also kein SofaHund..
Über meine ehemalige Therapeutin bin ich dann beim Löwchen gelandet. Eigentlich eher ein klassischer Familienhund, oder Begleithund. Sehr spielfreuding, intelligernt, aufmerksam, sensibel, robust im Körperbau, mutig und neugierig, eine echte Schnuffelnase..sein Körperbau und seine Größe täuschen darüber hinweg, dass Löwchen zwar keine Kilometer langen Spaziergänge oder Wanderungen brauchen, aber durchaus bereits sind, wenn es sich lohnt mit Frauchen mal 20 km durch Feld, Wald und Flur zu laufen..
und es lässt sich prima ins Büro mitnehmen, selbst Sitzunge oder Greminienarbeit sind gut möglich.

Allerdings ist das Löwchen leider ein echter "Hingucker" und Frau wird oft auf diesen niedlichen Hund angesprochen bzw. darum gebeten (im Besten Fall) den Kleinen streicheln zu dürfen..
Und manche Löwchen, wohl vor allem die Rüden, sind gegenüber Fremden etwas distanziert ohne agressiv zu sein. Und sie sind sich ihrer "Schönheit" durchaus "bewusst" und wirken manchmal arrogant..

Aber es sind auch echte tolle Kumpels..die sehr alt werden können, ohne nennenswerte Rassetypische Erkrankungen oder sonstige Auffälligkeiten.
Ach und wenn Frau keine Lust hat, Rüde mehrfach die Wochen zu kämmen und so..dann trägt Hund die Haare sehr kurz , was deutlich pflegeleichter ist und sieht sooo knuffig damit aus..

Shalom - lara

silan
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von silan » Mi Jul 22, 2020 1:30 pm

Ja, ich glaube Aussehen ist zwar eine Herausforderung wegen der ständigen Anquatscherei, aber das hat man bei vielen Hunderassen. Wir haben nen Aussie, Blue merle. Wenn wir mit ihr unterwegs sind, ist es sogar schon vorgekommen, dass wildfremde Autofahrer neben uns gehalten haben um zu fragen, ob sie mal streicheln dürfen... echt ey, manche kommen auf ideen... Ständig wird gefragt, ob man mal streicheln darf, oder leckerchen geben, oder es wird ganz ohne zu fragen gelockt, angetatscht oder versucht zu füttern. Ach ist die schön, niedlich, ruhig, gut erzogen,blablabla Wir werden da mittlerweile recht rabiat, Finger weg sonst Hand ab... Lange haben wir versucht zu erklären, aber das sind wir leid. Aber es trainiert auch... wir haben mittlerweile weniger Probleme, unsere Grenzen zu sehen und auch zu verteiligen.
Es wird immer irgendwo Menschen geben, die genau den Hund an deiner Leine totaaaaal süß finden... Hauptsache du und der Hund passen zueinander.

Leben?
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » Mo Aug 03, 2020 4:46 pm

Mag mich auch nochmal zu Wort melden.

Vor kurzem zog ein kleiner Welpe bei mir ein. Wir wachsen immer besser zu einem prima Team zusammen. :D

Ja, es waren vorher aufgrund von Corona viele Fragen ungeklärt. Die Vorbereitung lief nicht so gut wie ich es mir erhoffte. Inzwischen klärte sich so einiges.

Das Thema streicheln stellt sich uns auch immer wieder, wenn wir in die Stadt fahren. Möchte demnächst ein Schild auf den Rücken machen "streicheln verboten ". Mal sehen ob das hilft. Ansonsten hoffe ich das der Welpe seine Rasse Beschreibung doch noch liest. 8)

Wie sind eure Erfahrungen mit dem Ordnungsamt? Gibt's da eurer Erfahrung nach Angestellte, welche über Assistenzhunde Bescheid wissen? Da wir in einem Nachbar Bundesland trainieren kennt unsere Trainerin leider die Regeln nicht für mein Bundesland. Mir geht's darum, welche Prüfungen in meinem Bundesland Pflicht sind und was ich mir ersparen kann.

Oder an welche Behörde würdet ihr euch wenden?

lara64
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64 » Mo Aug 03, 2020 11:31 pm

hallo leben
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Ordnungsamt? Gibt's da eurer Erfahrung nach Angestellte, welche über Assistenzhunde Bescheid wissen? Da wir in einem Nachbar Bundesland trainieren kennt unsere Trainerin leider die Regeln nicht für mein Bundesland. Mir geht's darum, welche Prüfungen in meinem Bundesland Pflicht sind und was ich mir ersparen kann.

Oder an welche Behörde würdet ihr euch wenden?
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es gibt für die Assistenzhundeprüfung (egal für welche Behinderung) in Deutschland keine Standards und Regelungen, was wie wo weshalb gelernt und dann geprüft werden soll. Das macht letztlich jede Trainerin oder spezielle Hundeschule nach eigenem Gusto und können. Das ist ja ein großer Kritikpunkt, dass das eben so ist. Daher gibt es ja auch keine finanziellen Möglichkeiten über die GKV die Ausbildung zu finanzieren wie beim Blindenführhund.
du musst die Prüfung auch nirgendwo anmelden, oder sonst wie.

Du hast lediglich für das Amt nach bestandener Prüfung die Möglichkeit (Freiwilligkeit der Kommune) dass du keine Hundesteuer mehr bezahlen musst, und ggf. auch rückwirkend die Steuer zurück erstattet bekommst für die Zeit der Ausbildung.

Ansonsten hast du ja in D nur Vorteile wenn du einen GdB von 50% und mehr hast. Dann kannst du deinen Hund z.B. in ein Museum oder zu anderen kulturellen Veranstaltungen, Events mitnehmen.ABER das ist auch immer alles ein entgegenkommen der entsprechenden Einrichtungen..
Das ist ja die große Krux der Ausbildung, wenn man es genau nimmt. Du investierst sehr viel Zeit und Geld, und bist letztendlich doch auf das goodwill vom Gegenüber angewiesen.
Bis in D. die Assistenzhunde eine ähnliche Stellung wie in Ö. haben ist es sicherlich noch ein weiter Weg. Es gibt zwar einiges was die Regierung schon auf den Weg gebracht hat, vor Ort sieht die Welt dann leider oft anders aus..
Ich hoffe doch, dass deine Trainerin dich sehr gut auf die sehr komplizierte Rechtslage in D. aufgeklärt hat.

Im Grunde reicht der schriftliche Nachweis, dass der Hund Assistenzhund ist, und du deine SchweBeHi dann kannst du mit ihr/ihm losziehen.

Shalom - lara64

Leben?
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » Di Aug 04, 2020 10:56 am

Hallo Lara.

Vielen Dank für deine Unterstützung.

Nein. Das ist ja eines meiner Probleme mit der Trainerin. Die Infos, die ich bisher habe sind von euch oder aus dem Internet. Auf die Frage welche grundlegenden Prüfungen mein Hund ablegen muss, um in meinem Bundesland anerkannt zu werden hieß es nur, ich solle mich ans Ordnungsamt wenden. Sie kenne sich damit nicht aus.

Die Trainerin war ein Tipp meiner Bera. Sonst würde ich dort auch nicht hin gehen. Und eventuell auf den besonderen Teil der Ausbildung für meine Bedürfnisse verzichten. Woanders ist es mir finanziell nicht so einfach möglich. Ein Spendenaufruf kommt für mich nicht in Frage aufgrund des Täterkreises.

Wenn das klappt lerne ich im Herbst noch andere Assistenzhundehalterinnen mit ihrem Hund kennen. Da erfahre ich dann hoffentlich noch das eine oder andere.

lara64
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64 » Do Aug 06, 2020 6:11 pm

Hallo leben,

ich weiß nicht mehr genau weshalb du den Assistenzhund genau brauchst und warum der Hund genau so eine Ausbildung durchlaufen soll.
Du scheinst bei keiner guten Trainer genau dafür gelandet zu sein. Bei denen wir nachgefragt hatten, die wussten zumindest die rechtlchen Fakten alle.
Mir sträuben sich ehrlich alle Haare, wenn dann jemand einfach mal so die Bescheinigung ausstellt, ohne wirklich einen Plan zu haben was dein Hund können muss. Was dein Hund können muss, bestimmt doch nicht irgendein Amt, sondern deine Behinderung und worin du genau Unterstützung benötigst.
Sorry, wenn ich hier so deutlich werde. Ich engagiere mich seit 2 Jahren dafür, dass die Ausbildung vereinheitlicht wird, es klar definierete Mindeststandards gibt, was Basisqualifikation sein muss, was bei welchen Behinderungen geprüft und was dann noch individuell je nach Team geprüft werden muss.

Wozu muss dein Hund diese Ausbildung denn durchlaufen. Also wo musst du vorweisen können, dass dein Hund die Ausbildung durchlaufen hat??

Nach allem was aktuell rechtlich gegeben ist,macht die Ausbildung zum Assistenzhund nur dann Sinn wenn der Hund im Öffentlichen Raum auch dort eingesetzt wird, wo es am warscheinlichsten ist, dass die Ausbildung überhaupt akzeptiert wird.
Denn trotz Hinweis auf die UN-Behindertenkonvention, das AGG oder §17 SGB I, solange es keine rechtliche Anerkennung der Ausbildung und damit der Prüfung ähnlich dem Blindenführhund gibt, bleiben wir mit unseren Assistenzhunden auf das Wohl und Wollen der jeweiligen "Hausherren, Ladenbestizer, Chefs, Ärzte etc. angewiesen".
Es gibt kein verbrieftes Recht den Hund mitzuführen.

Von daher finde ich jeden Cent unsinnig, wenn nicht erkennbar wird, dass eine sinnvolle Ausbildung überhaupt erfolgt.

Sorry für meine offenen Worte. Aber ich hatte gerade erst die Situation, dass eine Klientin mit ihrem Assistenzhund (Ausgebildet in 8 Monaten ???!!) hier für ziemlich Wirbel gesorgt hat, und mir beinahe der Status von Yoda bei dem Kooperationspartner am Arbeitsplatz abhanden gekommen wäre.

Hat denn die Bera Ahnung von Assistenzhunden?? Hat sie einen??

Shalom - lara64

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