Ptbs Assistenzhunde

Hier findet Ihr einen Raum, in dem Ihr über alles reden könnt, was in den anderen Foren keinen Platz hat.
Leben?

Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » Fr Mär 09, 2018 3:41 pm

Dies soll ein offener Thread für alle sein, die Erfahrung mit einem PTBS Assistenzhund haben oder sich wie ich überlegen, ob sie sich einen vierbeinigen Freund suchen.

Mich interessiert dabei, wie veränderte sich euer Leben durch den Hund. Welche Hoffnungen erfüllten sich, wo war es schwierig.

Welcher Kostenträger übernahm die Anschaffungs- und Ausbildungskosten.

Wie wurde euer Hund ausgebildet und welche Erfahrungen gab es dabei?

Wie alt war der Hund als er zu euch kam? Im Welpenalter oder bereits fertig ausgebildet und nur noch die wichtigsten Punkte mit euch gemeinsam? Wie lief es später nach der Ausbildung weiter? Behält der Hund alles gelernte oder muss da immer wieder nachgeschult werden?

Wart ihr bei der Ausbildung von Anfang an dabei?

Welche Rasse habt ihr?

Würde mich über einen regen Austausch freuen.

gastb

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von gastb » Fr Mär 09, 2018 4:00 pm

Schau mal, hier steht schon einiges: http://forum.wildwasser.de/viewtopic.php?f=2&t=48799

Leben?

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » Fr Mär 09, 2018 10:02 pm

Danke dir, Gastb.

Da ist wohl die Frage an Eine von uns 50, ob sie ihren Thread für sich alleine halten möchte, oder ob der Thread allgemein genutzt werden darf. Dann können die beiden Threads vielleicht zusammen gelegt werden.

EineVonUns50
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonUns50 » Do Mär 15, 2018 7:27 pm

habs erst jetzt gesehen...
der thread kann gern allgemein genutzt werden oder zusammen gelegt werden...

Leben?

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » Sa Mär 17, 2018 11:52 pm

Danke dir, Eine von uns 50.

Mir ist es wichtig, was du dazu meinst. Möchte keine Grenzen übertreten.

Gibt ja schon einiges in deinem Thread an Informationen.

Wirr Wege lässt mich ja eher daran zweifeln, ob es für Hunde richtig ist, so ausgebildet zu werden.

Auch wenn andere wie Assistenzhund Vroni (Hier geht es um einen Mann und seine Pudeldame) und diverse YouTube Videos die positiven Seiten zeigen.

Vielleicht kann eine von den Moderatorinnen die beiden Threads ja zusammen legen?

Liebe Grüße
Leben?

lara64
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64 » So Mär 18, 2018 12:46 am

Hallo leben?,

was sind denn deine Intentionen dich damit auseinander zu setzen?
Wo hast du dich denn schon informiert?
Gibt es bei dir schon konkrete Pläne oder Vorstellungen dazu dir einen Assistenzhund anzuschaffen?
Warum gerade jetzt zu dem Zeitpunkt?

Im Bereich Tiere mit besonderen "Ausbildungen" etc. wirst du immer wieder auf Kritiker aus dem Bereich Tierschutz treffen.
Da kommt es eben darauf an, wo wird das Tier wie ausgebildet...und Hunde haben rein von der Veranlagung manche der Fähigkeiten für die sie ausgebildet werden ohnehin schon in der Rasse mit drin..als Typspezifikum..
vielleicht hilft es sich vorneweg einmal etwas mit Hunderassen und mit Verhaltspsychologie von Hunden zu beschäftigen. Dann kann MannFrau erkennen was Hunde sowieso schon Artbedingt an Fähigkeiten mitbringen und dass es Rassen gibt, die manches was dazu kommt auch gerne und ohne Zwang und Druck aus Freude und Lust erlernen..

Ach ja, wir warten gerade auf die Geburt/den Wurf eines Welpen für uns und für die Ausbildung.

Shalom - lara64

Leben?

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » So Mär 18, 2018 9:31 am

lara64 hat geschrieben:
So Mär 18, 2018 12:46 am
was sind denn deine Intentionen dich damit auseinander zu setzen?
Wo hast du dich denn schon informiert?
Gibt es bei dir schon konkrete Pläne oder Vorstellungen dazu dir einen Assistenzhund anzuschaffen?
Warum gerade jetzt zu dem Zeitpunkt?
Hallo Lara64.

Danke dir, dass du auf meinen Thread eingehst.

Versuche deine Fragen mal zu beantworten.


Aufgewachsen bin ich mit Katzen.

Jedoch gab es in meinem Leben in großen Zeitabständen immer wieder einen Hund, den ich besonders in mein Herz schloss. Auch wenn sie zu Bekannten von mir gehörten, kümmerte ich mich mit um sie. Auch mit nächtlichen Spaziergängen, Tierarztbesuchen etc.

Von daher weiß ich um die Verantwortung, welche ein Hund mit sich bringt.

Selbst hatte ich vor etlichen Jahren Hamster und Fische für die ich sorgte.

Mein Partner und ich mögen beide Hunde.

Nur leider war bisher nicht genügend Platz vorhanden, um einem Lebewesen ausreichend Raum zu bieten. Ganz gleich ob Hund, Katze oder sonst einem Tier.

Dies ändert sich jedoch im Sommer zu optimalen Bedingungen. Ein eigenes Haus mit umzäunten Garten und Natur pur, um uns herum.

Durch die Frührente habe ich genügend Zeit, mich um einen Hund zu kümmern.

Somit könnten wir uns den gemeinsamen Traum von einem Hund erfüllen.

Nach dem, was ich bisher über ausgebildete Hunde erfuhr, wäre dies eine Option für mich, zu einem "unausgebildeten" Hund. Auch wenn in einem gewissen Rahmen ja jeder Hund ausgebildet werden muss.

Ein Hund als Partner an meiner Seite, der mich dabei unterstützt Dissoziationen und Angstzustände früher zu bemerken und zu unterbrechen klingt gut. Mehr Selbstsicherheit dadurch einen Hund als Freund an meiner Seite zu haben.

Vielleicht ist dadurch eine Erweiterung meines Bewegungsradius möglich. Dieser ist leider derzeit ziemlich beschränkt. Auch wenn ich es mir anders wünsche, schaffe ich es alleine nicht.

Kontakt mit Menschen habe ich kaum. So wäre ich durch einen Hund nicht mehr so alleine tagsüber.

Letztes Jahr waren die Angstzustände durch aktuelle Ereignisse zeitweise sehr ausgeprägt bei mir.

Wenn ich an den Umzug denke steigt die Befürchtung dadurch wieder stärker zu dissozieren, bis ich mich daran gewöhnt habe. Ist ja schon ein großer Unterschied in einem Mietshaus mit mehreren Parteien zu leben oder ganz alleine.

Und Assistenzhunde sollen ja auch Räume und Grundstücke nach anderen Personen absuchen können. Einem das Gefühl von Sicherheit vermitteln. Auch wenns keine Wachhunde sind.

Vielleicht schaffe ich es dann auch eines Tages wieder in die Stadt zum Einkaufen zu fahren.

Von daher die Überlegung, ob wir den Hund speziell schulen.
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Im Internet auf der Seite des Deutschen Assistenzhundezentrums und bei der Afa - Akademie für Assistenzhunde fand ich einige Infos, wo ich dachte, dass das für mich ideal wäre. Dann noch der Bericht über Assistenzhund Vroni. Und Youtube Filme.

Das klang für mich recht positiv.

Die Erfahrung der Frau auf Wirr Wege sprach für mich dagegen.

Im nahegelegenen Tierheim rief ich zwar an, um zu fragen, ob die mich mehr zum Thema Hundehaltung informieren können und auch im speziellen zu Assistenzhunden, jedoch war ich dort leider an der verkehrten Adresse. Keinerlei Tipps zu guten Büchern oder Internetseiten und auch kein Gesprächsangebot.

Aus meiner Sicht verlief das Telefonat sehr enttäuschend.
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Am liebsten wäre mir ein Mischling. Aus meiner Sicht haben die häufig den besseren Charakter.

Der typische Golden Retriever oder Labrador ist nicht so mein Fall. Genauso wenig wie kleine Hunde oder Pudel. Abgesehen davon, dass man andere dann erst recht immer wieder darum bitten muss den Hund nicht anzusprechen oder anzufassen, weil sie zu lieb gucken.

Die Ausbildung würde ich unter Anleitung gerne selbst übernehmen. Dann können wir uns von Anfang an aufeinander einstellen. Abgesehen davon, dass der Hund sich dann nicht so oft umstellen muss. Und ich hätte mehr Einfluß darauf, wie er ausgebildet wird. Nicht mit Leckerchen, sondern mit Spiel und positiver Bestätigung als Belohnung für gutes Verhalten. Möchte ja, dass er zu mir kommt, weil ich ihm wichtig bin und nicht das Leckerchen. Von Anfang an eine positive Beziehung aufbauen.

Nur gibt's halt noch eine Menge offener Fragen, wie ich in der Eröffnung des Threads ja schrieb. Zum einen zum Hund generell, zum anderen zur Ausbildung.

Welche Bücher oder gute Seiten im Internet kennst du denn?

Deine Entscheidung für einen Hund ist ja sicherlich auch lange überdacht worden.

Und wie planst du die Ausbildung?

EineVonuns50unl.

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonuns50unl. » So Mär 18, 2018 10:39 am

unsere empfehlungen, allgemein zu Ausbildung, leben mit hunden:

die website, bücher, seminare von animal learn (leicht über google zu finden, in den letzten Jahren hat sich das auch noch etwas erweitert in richtigung tierkommunikation/spiritualität, aber wer damit nicht kann, kann das ja überlesen, die bücher und tipps sind sehr bodenständig und waren uns eine große hilfe und anregung)

bücher allgemein:
vor allem als basics:
es würde knochen regnen von clothier
das andere ende der leine von mcConnel
calming signals von Rugaas (beschwichtigungssignale)
stress bei hunden von nagel, reinhardt(zur Vorbeugung, um die Signale besser zu erkennen, sehr wichtig denk ich vor allem auch, wenn man speziell ausbilden möchte)
dominanz von hallgren (kleine broschüre die mit ein paar hartnäckigen vorurteilen aufräumt)

hilfe, mein hund zieht von Rugaas (schon zur vorbeugung, toller ansatz zur leinenführigkeit)

nasenspiele, glaub auch von Rugaas für sinnvolle Beschäftigung

EineVonuns50unl.

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonuns50unl. » So Mär 18, 2018 10:46 am

das können wir uns jetzt doch nicht verkneifen, auch wenn wir keine grundsatzdiskussion aufmachen wollen:

Leckerlis fallen auch unter "positive bestärkung" - mit was du einen Hund motivieren kannst, hängt vor allem sehr vom Hund ab, nicht jeder lässt sich durch Spiel oder Streicheleinheiten motivieren und nicht jeder durch Leckerlis.. da braucht es Offenheit und Hingucken, was diesen Hund motiviert..


und auch: ob du deinem Hund wichtig bist und ihr eine gute Beziehung habt hat nicht direkt was damit zu tun, wie gut der Hund bestimmtes verhalten auf Abruf zeigen kann und will. Das eine ist die Bindung und das andere ist Arbeit. Das sollte man nicht verwechseln.... Dein Freund ist dir sicher auch wichtig und trotzdem gehorchst du ihm nicht aufs Wort, oder? :wink:

Leben?

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » So Mär 18, 2018 2:33 pm

Danke dir vielmals für deine Tipps, Eine von uns 50.

Werde mich die nächste Zeit damit intensiv auseinandersetzen.

Möchte mich erst ausführlich informieren, bevor ich mir einen Hund als Freund suche. Gibt leider schon zu viele, die sich einen Hund als Begleiter wählen und dann nicht damit zurecht kommen.

Nun, deine Meinung zum Thema Leckerli ist sicher nicht verkehrt.

Nur setzen viele Leckerlis laufend zur Erziehung ihres Hundes ein. Da ist mir ein Hund lieber, der auch mal seinen eigenen Kopf hat und zu mir kommt, weil er spürt, dass ich seine Nähe brauche, als ein überdressierter Hund, oder ein Hund der nur auf Leckerlis aus ist.

Denke noch heute gerne an eine Situation mit einer meiner Katzen zurück. Sie spürte, dass ich traurig war und kam so lange zu mir kuscheln, bis es mir wieder besser ging. Weil sie es so wollte. Sonst war sie Freigängerin und hatte ihren eigenen Kopf.

So eine ähnliche Beziehung wünsche ich mir auch zu einem Hund.

Zu deinem Gleichnis mit meinem Partner. Sicher bekommt er hin und wieder seine Leibspeise und sein Leckerli. Jedoch nur ab und zu, und nicht ständig. Auch bei ihm soll die Zuneigung zu mir ja nicht nur durch den Magen gehen. :wink:

So möchte ich meinen Hund durch Liebe und Zuneigung dahingehend erziehen, dass sie auf Handzeichen und meine Worte reagieren, weil es ihm wichtig ist.

Leben?

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » So Mär 18, 2018 3:03 pm

Auch wenn der Vergleich stark hinkt.

Etwas mag ich die Erziehung eines Hundes mit der Erziehung von Kindern vergleichen. Auch das geht ja mit viel Liebe, Verständnis und auf der anderen Seite mit Konsequenz. Immer wieder darauf hinweisen, welches Verhalten erwünscht ist und was nicht so gut ist.

So würde ich einem Hund zum Beispiel immer wieder seinen Platz zeigen und ihm bewußt machen, dass die Couch nichts für ihn ist. Bis er es von alleine bleiben lässt. Dafür haben Tiere ein gutes Gespür.

Andererseits wird er mit einem Spaziergang belohnt, wenn er mir die Leine bringt. Ein Verhalten, dass ich für mich nutzen möchte, um mehr vor die Tür zu kommen.

So oder so ähnlich stelle ich mir die Erziehung von meinem Hund vor.

In einen Lebensmittel Laden würde ich meinen Hund nicht mitnehmen. Dafür jedoch in Läden wie Ikea oder in die Stadt.

Hier steht dann die Frage im Raum, ob es besser ist einen Hund vor der Tür festzumachen oder ihn im Auto bei leicht geöffnetem Fenster warten zu lassen. Beides schon erlebt. Nur keine Ahnung was besser ist.

EineVonUns50
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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonUns50 » So Mär 18, 2018 3:09 pm

(bezieht sich jetzt auf die erste antwort von dir)
Ja, ich verstehe was du meinst. Das ist ein abwägen..
will ich dass das Tier zuverlässig bestimmtes Verhalten zeigt, egal was ihm jetzt gerade wichtig erscheint in diesem augenblick? oder an welchen Punkten überlasse ich dem Tier die Entscheidung? ein Tier wird nicht entgegen seiner Impulse handeln, nur weil es dich mag oder es von dir abhängig ist o.ä. Ein Tier entscheidet von sich aus erstmal instinktgesteuert und nicht reflektiert auf einer Beziehungsebene...

Man kann einem Tier die Entscheidung überlassen: was ist dir jetzt wichtiger? ein auf augenhöhe begegnen... wenn du einem Tier die Entscheidung überlässt, dann muss es auch okay sein, wenn er dann eben auch mal nicht das macht, was du willst. Das heißt dann nicht, dass du ihm nicht wichtig bist, sondern eben anderes wichtiger ist in dem Moment, es hat eigene Bedürfnisse.. Wir sind auf diese Weise unseren Pferden begegnet und das war sehr schön und voller toller Erfahrungen und wir würden das zu keiner Sekunde anders machen wollen. Aber das hieß eben auch, dass sie nicht "benutzt" werden können, dass sie keine aufgaben erfüllen müssen - wenn wir etwas gemeinsam gemacht haben, dann weil sie sich das in dem Moment auch so wollten und sie sich das auch wieder anders überlegen konnten. Wir haben das so gestaltet, dass sie jederzeit die Freiheit hatten, nein zu sagen zu unseren Vorschlägen... Mit einem Hund ist das schwieriger....

Ein Hund, der zuverlässig Aufgaben erfüllen soll, z.b. ein Assistenzhund, der muss in dem Moment seine eigenen Bedürfnisse zurückstellen und dass muss trainiert werden und dazu braucht es dann etwas, was den Hund dazu motiviert und da muss man eben schauen: was ist für diesen Hund Bestätigung und Motivation? Wenn du zuverlässig bestimmtes Verhalten abrufen willst, dann geht das das nur, wenn er sich in manchen Situationen eben für das gelernte entscheidet und entgegen seinen Impulsen. Das hat nichts mit Beziehung zu tun, sondern mit Training!!

Ich finde das wichtig zu unterscheiden,d ass das eine die Beziehungsebene ist und das andere ist eine Arbeitsebene. Du verlangst etwas von dem Tier, das u.U. wieder seine Natur ist, seinen Impulsen entgegen geht, du willst, dass es arbeitet und zuverlässig "funktioniert" - und da sind Tiere nicht anders als Menschen, die brauchen dafür einen Anreiz in diesem Moment. Das kann eben positive oder negative Verstärkung sein. Aber ein "der Mensch ist mir wichtig" ist weder das eine noch das andere. Das ist ein Fakt, aber keine Motivationshilfe z.B. bei der Entscheidung dem Hasen hinterher zu rennen oder dem Menschen. Der Hund denkt vermutlich: der Mensch ist in 10 minuten immer noch da, der Hase nicht. Das ist für ihn kein "verrat" an dir und entsprechend ist das auch keine Motivation in dem Moment.

Diese Erwartungshaltung: der macht das,w eil ich ihm wichtig bin - funktioniert nur bedingt. Bei manchen Hunden geht das, weil die so fixiert sind auf ihren Menschen, das eben alles andere unwichtig wird. Aber das ist Charaktersache, rassebedingt, hängt auch von den Vorerfahrungen ab..

übrigens: Wenn Menschen untereinander sich so begegnen (ich möchte jetzt, dass du mit mir gehst, weil ich dir wichtig bin, obwohl du eigentlich was anderes willst) nennt man das emotionale Erpressung :wink: das funktioniert bei Menschen viel besser als bei Tieren. :wink: :lol:
Zuletzt geändert von EineVonUns50 am So Mär 18, 2018 3:30 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von EineVonUns50 » So Mär 18, 2018 3:27 pm

zum zweiten Beitrag:
das lässt sich nicht so direkt vergleichen mit Kindererziehung.. weil Hunde eben auch sehr schnell erwachsene Wesen sind, nur eben von einer anderen Art. Sie sind keine Menschen. Mensch erwartet von einem Hund sehr oft ganz artfremde Verhaltensweisen, die wider seiner Natur sind, die er - wenn er unter seines gleichen wäre - ganz anders handhaben und regeln würde oder das meiste eben überhaupt nicht machen würde und nicht machen muss. Das wird leider oft vergessen. Wir sehen Tiere leider viel zu häufig mit Menschenaugen und versetzen uns viel zu wenig in ihre Lage und Perspektive.

Solche Fragen wie das mit dem anbinden oder im Auto... sind genauso Fragen wie nach der möglichen Motivation: die lässt sich nicht pauschal beantworten, das kannst nicht du für dich allein entscheiden. Da sitzt ein Lebewesen mit eigenen bedürfnissen und ängsten und instinkten dir gegenüber und du musst schauen: was passt? Es gibt Hunde für die ist das eine angenehmer und für andere das andere. Natürlich kann man durch die Auswahl nach Alter, Rasse, Geschlecht schon versuchen, die Chance erhöhen, dass es zueinander passt. trotzdem bleibt es so, dass jeder Hund eigen ist.

Wir finden es wichtig, sich bewußt zu machen, dass da ein ganz eigenes Lebewesen gegenüber ist, das ich erstmal verstehen muss, wie es tickt, wie es fühlt, was es braucht und dann müssen wir eine Sprache miteinander finden und wenn ich etwas von ihm will, was artfremd ist, ist es meine Verantwortung, ihm das so nahe zu bringen, dass sich das für ihn auch lohnt und was das dann aber ist, das gehört zum Charakter des Tieres: Dieses eine spezielle Tier, das da vor dir sitzt, "bestimmt", was ihm Angst macht, was ihn freut, was ihn motiviert.. und der Mensch kann zuhören und hingucken und sich überlegen, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit es gibt.

Leben?

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von Leben? » So Mär 18, 2018 4:22 pm

Werde sicherlich noch eine Menge zu lernen haben, wenn ich mich für einen Hund entscheide.

Bisher lag die Grunderziehung ja immer bei anderen. Und Katzen ticken nun mal anders als Hunde.

Wenn ich mich bisher um Hunde kümmerte, hatten diese ja keine speziellen Aufgaben zu erfüllen. Das ist bei einem Assistenzhund schon anders. Wobei auch ein ausgebildeter Hund noch ein Stück weit seinen eigenen Kopf haben darf.

Schwierig, da die richtige Entscheidung für mich zu treffen.

Na ja. Lese mir die nächste Zeit die von dir empfohlene Literatur durch. Gut möglich, dass meine Einstellung sich dadurch noch ändert.

Wünsche dir ein schönes Wochenende.

Liebe Grüße Leben?

lara64unl.

Re: Ptbs Assistenzhunde

Beitrag von lara64unl. » Mo Mär 19, 2018 12:53 am

Hallo leben?

evu50 haben schon einiges sehr wichtiges geschrieben und auch schon gute Literatur erwähnt.
Möchte mich erst ausführlich informieren, bevor ich mir einen Hund als Freund suche.
Hier möchte ich nochmals einhaken. Ein Hund, der nur dein Freund ist/sein soll kann die Aufgabe des Assistenzhundes nicht ausüben. Das wäre, wie wenn deine Freundin deine Therapeutin wäre..sie könnte der Aufgabe auch nicht in vollem Umfang gerecht werden (selbst wenn sie sie entsprechende Ausbildung hätte, weil die freundschaftliche Beziehungsebene das verhindert..) ein Assistenzhund muss die ihm übertragenen Aufgaben genau so erledigen, wie du sie von ihm tagtäglich immergleich erwartest...
Unsere Assistenzhundetrainerin sortiert auch schon mal während der Ausbildungszeit Hunde aus, wenn sie erkennt, Hund und Mensch (und meist ist es das Zusammenspiel) schaffen die Prüfung nicht..schließlich steht ihr Name auf dem Nachweis..ein Assistenzhund muss sich im Alltag auch als solcher erweisen..
Assistenzhund sein, ist seine Aufgabe in der Zeit, in der dieser Aufgabe nachzugehen hat. Wie lange das am Tag ist, hängt von deinem zeitlichen Rahmen ab, in dem du den Hund genau dafür einsetzt. Danach hat er (also der Hund egal ob Rüde oder Hündin) Freizeit und soll und kann dann auch sich als dein Freizeitgestalter verhalten..
da gilt es fein zu sortieren und zu differenzieren...und genau dieses muss dann auch gemeinsam eingeübt werden..

für mehr fehlt mir heute Nacht die Kraft und Konzentration..bestimmt die tage einmal mehr..

Shalom - lara64

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