Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

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ausnahmsweise Gast

Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von ausnahmsweise Gast » Di Okt 16, 2018 12:00 pm

Warum sollte er dich gerade jetzt allein lassen?
Du bist krank, geschwächt, spürst im Moment nur die Krankheit. Das überwiegt gerade dein Gespür für ihn.
Versuche dich wieder als ganzes zu spüren und du wirst auch ihn wieder spüren.
Weiterhin gute Besserung dir und auch euch, Aufatmende und Lara64.

D. unlog

Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von D. unlog » Di Okt 16, 2018 9:19 pm

@ Danke ausnahmsweise gast, du hast da schon recht. Bin grad nicht wirklich ich :|

Aufatmende
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Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von Aufatmende » Mi Okt 17, 2018 12:42 pm

Google doch mal: Spuren im Sand von Margaret Fishback Powers
Rückfälle sind Vorfälle!

lara64
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Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von lara64 » Mi Okt 24, 2018 11:45 pm

Hallo D.
wenn Jesus dich trägt, dann "musst" du ihn nicht spüren..ich nehme an du kennst die Postkarte mit dem Text "Spuren im Sand"..
er trägt dich und du darfst dich in aller Schwachheit tragen lassen..
mir fiel es am Anfang auch schwer, dieses "getragen werden" zu spüren und zu erkennen..heute kann ich es schnell wahrnehmen und vertraue darauf, dass er mich immer wieder auffängt und trägt, durchträgt durch meine Täler..

Shalom dir - lara64

D. unlog

Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von D. unlog » Sa Okt 27, 2018 3:59 pm

Danke und hallo ihr beide

Ja das kenne ich und ich finde das auch total schön und auch tröstend. Ich hab das gelesen damals, da war ich noch nicht gläubig an Gott, aber ich glaubte da an Engel und so hätte ich meine Engel damals beschrieben.

Ich kann es eigentlich auch spüren, wenn man getragen wird, gehalten wird, gerade durch die Seelsorge und einer Freundin, wo ich mit denen an meine Geschichte arbeite.

Aber gerade bin ich mir unsicher ob ich das wirklich spüre oder ob ich spüre das er da ist. Ist das ein unterschied? Er ist da oder er trägt?

Ich nenne mal 2 Beispiele
Hier war in der Nähe mal was schlimmes passiert. Ich bekam viele Nachrichten ob bei mir alles ok ist, ob ich da in der Nähe war usw. Diese Sorge von den anderen hat mich runter gerissen. Wollte nur meine Ruhe. Plötzlich schrieb meine Seelsorge das sie zwar mit schrecken hin geschaut hat, aber es gut war, zu wissen, das ich nicht dort war.
Es war sofort wie, das ich mich angelehnt hätte und sie hielt bzw auch Gott, weil sie brauchte ihn um ja zu spüren, das mir nix passiert ist. Sie wohnt auch anderes Bundesland.

Anderes Beispiel.
Ich sass zu Hause und grübelte über das Thema für die nächste Seelsorge Std. Ganz schwieriges Thema und ich rutschte in die Gefühle von früher und ich merkte auch das ich langsam aber sicher in die Depression rutschte, aber ich war nicht in der Lage meiner Seelsorge mehr zu schreiben, was gerade ab ging. Sie konnte es nicht wissen. Aber bevor ich ganz rein rutschte schrieb sie mir, das sie das Gefühl hat das ich wissen müsste, das ich nicht allein bin. Mit diesem Wissen und auch das spüren dann das es so ist, weil sie es wirklich nicht wissen konnte, konnte ich gegen die Depression kämpfen.

Ist zwischen den beiden ein Unterschied? Also da oder gehalten werden?

Wenn das eine auch zeigt, er ist da, dann brauch ich, glaub ich erstmal eine Erklärung, was es heisst, von ihm gehalten zu werden.

Danke, shalom auch euch

lara64
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Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von lara64 » Di Okt 30, 2018 5:18 pm

Hallo D.
ich habe dich gelesen und mag dir auf deine Frage auch antworten. Möchte aber in Ruhe darüber nachdenken..also jetzt erst mal was zum Essen kocchen und dann mit Yoda raus in die Natur..und dann erst wieder an PC.
Aber ich mache mir Gedanken dazu, denn ich finde die Frage interessant.

Shalom - lara64

Dorie unlog

Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von Dorie unlog » Di Okt 30, 2018 10:12 pm

Hallo Lara64

Alles gut. Mach dir kein Druck. Ich hab selber ja auch keine Antwort drauf, grad.
Grüss mir den Yoda und einmal gestreichelt, wenn ich darf ;)

Shalom

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Dorie
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Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von Dorie » Sa Dez 08, 2018 4:04 am

Manchmal brauchen Fragen einfach nur Zeit. Ich verstehe grad warum mir das so wichtig ist, das wenn er mich trägt, das ich ihn spüren muss. Warum es mir so schwer fällt ihn zu spüren, wenn ich ihn am dringensten brauche.

Ich stecke privat in einer Situation und finde meine Mitte nicht. Wurde angesehen, es lag nicht an meiner Mutter, obwohl sie in der Situation war. Aber Muttern hab ich verziehen, das ist gelöst und ich bin mittig.
Aber in der heutigen Situation (2 Fachkräfte gegen mich gefühlt) habe ich ja gerade nicht die Mitte. Also weiter schauen.

Ich war 3 Jahre alt. Meine Mutter war überfordert mit 2 Kindern, mein Vater war zwar da, aber er ist nicht in meinen Erinnerungen. Wie kann das sein? Wenn er da ist, hätte ich ihn doch in meinen Bildern? Ich sehe eine überforderte Mutter, die in der Lage ist, meine grosse Schwester zulieben, weil meine Schwester ist glücklich. Die beiden seh ich, aber wo ist er? Er ist nicht da. Meine grosse Schwester sagt, er war da. Sie sieht ihn. Ey das ist mein Vater, aber sie sieht ihn.

Ich wurde auf einmal so wütend. Er ist da und nicht da. Wie die beiden "Fachkräfte". Sie sind da, aber weder ich erreiche sie, noch erreichen die mich. Die sind sich zusammen einig, aber wo bleibe ich? Bzw wo bleibt das kind?

Und als ich mich mit der Frage beschäftigt habe, was ich damals gebraucht habe, wurde es plötzlich sehr deutlich. Ich hätte einen Vater gebraucht, der die überforderte Mutter half. Einen Vater der mich davor schützte, das ich gut aufwachse. Ich brauchte einen Menschen der zu mir hielt.

Das überträgt sich auf Gott. Mit Jesus bin ich im reinen. Die emotionale Erpressung das er sterben " musste" ist gelöst. Aber da ich mit meiner grossen Schwester im reinen bin, kann ich Jesus gerade als Bruder gut stehen lassen. Er weiss was leiden sind, was schmerzen bedeuten. Ich bin im nah und er mir. Und mit 8 bekam ich auch einen "Bruder" (gefühlt), weil er mich zwar nicht schützen konnte, aber er war da. Er machte mir schöne Zeiten in meiner blöden Situation. Ich musste vor nix angst haben.

Aber Gott, ist mein Vater. Wo war er als ich so krank war und mich allein fühlte? Angst hatte, das ich aufhörte zu existieren? Warum ist er nicht da? Warum spüre ich ihn nicht. Es ist ein riesiger Schmerz in dieser Wunde. Allein das ich durch meinen eigenen Vater Gott infrage stelle, es anzweifle, das auch er nicht da ist, das tut weh.

Darum ist es mir wichtig zu spüren. Mein richtiger Vater hätte mich tragen müssen, als es mir so scheisse ging. Mein gefühlter Bruder war damals nachher für mich da. Er hat mich getragen. Ich weiss wie sich das an fühlte. Ich weiss es wie es war, wenn er mich wirklich in den Arm nahm. Auch sinnbildlich kann ich es spüren. Jesus war mal als Arzt in einer sehr schlimmen Situation für mich. Da fühlte ich mich beim und nach dem lösen getragen von Jesus.

Nur bei Gott nicht, bei schlechten Zeiten, wo ich Angst habe ich muss sterben. Mein richtiger Vater war nicht da. Wenn da alle Gefühle "normal" wieder sind, kann ich gott hoffentlich von meinem Vater trennen. Zu spüren das er gerade in schlechten Zeiten da ist, da ist dann ganz viel inneren Frieden. Wenn meine Seelsorge mich in so ner Zeit erinnert, dann weiss und spüre ich das. Aber nicht allein... Und nicht allein zu sein, gerade in Zeiten, wo ich allein bin, weil ich keine Menschen um mich haben kann, das wäre hilfreich.

Danke macadamia fürs aufdröseln und Schmerz aushalten.
Träume nicht dein Leben,sondern lebe deinen Traum


Gib mir die Gelassenheit,Dinge hinzunehmen,die ich nicht ändern kann.
Gib mir den Mut,Dinge zu ändern,die ich ändern kann.
Gib mir die Weisheit,das eine vom anderen zu unterscheiden.

Macademia

Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von Macademia » Mo Apr 22, 2019 6:36 pm

Dorie hat geschrieben:
Sa Dez 08, 2018 4:04 am
Manchmal brauchen Fragen einfach nur Zeit. Ich verstehe grad warum mir das so wichtig ist, das wenn er mich trägt, das ich ihn spüren muss. Warum es mir so schwer fällt ihn zu spüren, wenn ich ihn am dringensten brauche.

Ich stecke privat in einer Situation und finde meine Mitte nicht. Wurde angesehen, es lag nicht an meiner Mutter, obwohl sie in der Situation war. Aber Muttern hab ich verziehen, das ist gelöst und ich bin mittig.
Aber in der heutigen Situation (2 Fachkräfte gegen mich gefühlt) habe ich ja gerade nicht die Mitte. Also weiter schauen.

Ich war 3 Jahre alt. Meine Mutter war überfordert mit 2 Kindern, mein Vater war zwar da, aber er ist nicht in meinen Erinnerungen. Wie kann das sein? Wenn er da ist, hätte ich ihn doch in meinen Bildern? Ich sehe eine überforderte Mutter, die in der Lage ist, meine grosse Schwester zulieben, weil meine Schwester ist glücklich. Die beiden seh ich, aber wo ist er? Er ist nicht da. Meine grosse Schwester sagt, er war da. Sie sieht ihn. Ey das ist mein Vater, aber sie sieht ihn.

Ich wurde auf einmal so wütend. Er ist da und nicht da. Wie die beiden "Fachkräfte". Sie sind da, aber weder ich erreiche sie, noch erreichen die mich. Die sind sich zusammen einig, aber wo bleibe ich? Bzw wo bleibt das kind?

Und als ich mich mit der Frage beschäftigt habe, was ich damals gebraucht habe, wurde es plötzlich sehr deutlich. Ich hätte einen Vater gebraucht, der die überforderte Mutter half. Einen Vater der mich davor schützte, das ich gut aufwachse. Ich brauchte einen Menschen der zu mir hielt.

Das überträgt sich auf Gott. Mit Jesus bin ich im reinen. Die emotionale Erpressung das er sterben " musste" ist gelöst. Aber da ich mit meiner grossen Schwester im reinen bin, kann ich Jesus gerade als Bruder gut stehen lassen. Er weiss was leiden sind, was schmerzen bedeuten. Ich bin im nah und er mir. Und mit 8 bekam ich auch einen "Bruder" (gefühlt), weil er mich zwar nicht schützen konnte, aber er war da. Er machte mir schöne Zeiten in meiner blöden Situation. Ich musste vor nix angst haben.

Aber Gott, ist mein Vater. Wo war er als ich so krank war und mich allein fühlte? Angst hatte, das ich aufhörte zu existieren? Warum ist er nicht da? Warum spüre ich ihn nicht. Es ist ein riesiger Schmerz in dieser Wunde. Allein das ich durch meinen eigenen Vater Gott infrage stelle, es anzweifle, das auch er nicht da ist, das tut weh.

Darum ist es mir wichtig zu spüren. Mein richtiger Vater hätte mich tragen müssen, als es mir so scheisse ging. Mein gefühlter Bruder war damals nachher für mich da. Er hat mich getragen. Ich weiss wie sich das an fühlte. Ich weiss es wie es war, wenn er mich wirklich in den Arm nahm. Auch sinnbildlich kann ich es spüren. Jesus war mal als Arzt in einer sehr schlimmen Situation für mich. Da fühlte ich mich beim und nach dem lösen getragen von Jesus.

Nur bei Gott nicht, bei schlechten Zeiten, wo ich Angst habe ich muss sterben. Mein richtiger Vater war nicht da. Wenn da alle Gefühle "normal" wieder sind, kann ich gott hoffentlich von meinem Vater trennen. Zu spüren das er gerade in schlechten Zeiten da ist, da ist dann ganz viel inneren Frieden. Wenn meine Seelsorge mich in so ner Zeit erinnert, dann weiss und spüre ich das. Aber nicht allein... Und nicht allein zu sein, gerade in Zeiten, wo ich allein bin, weil ich keine Menschen um mich haben kann, das wäre hilfreich.

Danke macadamia fürs aufdröseln und Schmerz aushalten.
Hey meine Liebe

Hat etwas länger gedauert, aber heute hats mich hier wieder mal reingeschneit. Ich habe mich immer gewundert, wie lange es dauern würde bis dieses Thema hochkommen würde. Der abwesende Vater... ich stells mir nur unglaublich schwer vor, weil eben zum einen die Projektion auf den "abwesenden Gott" und zum anderen aber ja auch "ein nicht auf andere Art kennen" und das macht es so schwierig.

War jetzt aber kürzlich auch nochmal am Thema dran, diesem "mutterseelenallein" fühlen. Und da ist schon ein riesen Schmerz drin, weil so ein Kind braucht doch das behütet sein von beiden. Aber vielleicht ist es genau drum JHWH - JH für den männlichen Teil und WH für den weiblichen Teil... weil ein Kind ja beides braucht. Was mir half war das Bewusstsein, wie sehr sich beide Elternteile selbst ablehnten, was dann wiederum zu einer fremdablehnung führt, beide fühlten sich selbst im Stich gelassen, was zu einem "mich im Stich lassen" führte, was natürlich nichts rechtfertigt, aber erklärt... und das einzige was da hilft und das wurde mir krass bewusst ist die Annahme, die Annahme ihrer (im Geist) und die Selbstannahme, so dass ich es dermal einst nicht an meinen Kinder weitergebe, dieses im Stich lassen. Was auch half war so ein Innenbild: also ich sah meine Eltern mich quasi vor sich selbst beschützen. Ist irgendwie ironisch, aber dem Gfühl half das zu fühlen wie es gewesen wäre beschützt worden zu sein... ein verlassenes Kind kann ja nicht das Gefühl behütet und beschützt werden abrufen, wenn es dies nicht im Körpergedächtnis abgespeichert hat und wieder abrufen kann... aber es kann versuchen sich dies vorzustellen und darin ein gesundes Gefühl entwickelt. Kann extrem schwer sein, aber doch machbar.

Dir ganz viel Kraft, Geborgenheit und Annahme da lass

Macadamia

Macademia

Re: Ma-Ka-Mi-Do im Land des Regenbogens

Beitrag von Macademia » Mo Apr 22, 2019 6:39 pm

Und ich glaube das "im Stich gelassen werden als Kind" kann bis zu einem Sekundärtrauma führen, also zu einer zweiten Traumatisierung führen. Weil der MB ist das eine, aber dann auch noch von allen im Stich gelassen werden, eine ganz andere Liga, das doppelt nach. Aber und das ist das Schöne, konnte man das eine mal lösen, wird auch das andere sicher möglich sein. :D

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