von ZumErstenMalHier » So Okt 18, 2026 6:32 pm
hallo
ich bin 22 Jahre alt und wurde mit 17 vergewaltigt.
Es war kurz nach meinem 17. Geburtstag, als ich mit meinen Eltern in die Türkei geflogen bin, um einen Urlaub zu machen.
Es war alles super, das Hotel war schön, die Gäste waren nett, der Strand ganz in der Nähe, gutes Essen und (dachte ich) nette Animation.
Eines Abend lud mich der Chef-Animateur ein mit in die Disco zu gehen, während meine Mutter direkt neben mir stand. Ich habe gezögert, weil ich (aufgrund von Corona) noch nie in einer Disco war und niemanden im Hotel kannte, der mitging.
Er und meine Mutter haben mich überredet mitzugehen, um etwas neues zu erleben, etwas, was in der Jugend getan wird. Meine Mutter meinte auch "ich war in deinem Alter oft in Bars unterwegs, mach dir keine Sorgen, ihr seid eine Gruppe. Habt einfach Spaß"
Ich wollte nicht aber ich bin trotzdem gegangen.
An dem Abend der Disco-Tour (wie sie es nannten) hat mich der Animateur auf Getränke eingeladen. Ich habe sie angenommen und mir dabei nichts gedacht, weil meine Mutter mir vorher sagte, er würde auf mich aufpassen und ich das als eine nette Geste sah um nicht alleine am Tisch zu stehen. Als eine nette Geste, dass die 17 Jährige nicht alleine ist und Gesellschaft hat.
Ein Getränk konnte nicht schade, denn ich hatte vorher schon mehr getrunken (zusammen mit meinen Freunden in Deutschland) und wusste daher, dass meine Toleranz höher als bei anderen war.
Mein Ziel war es nicht betrunken zu werden allerdings hat mich dieser eine Woda-Energy von ihm bis zum Mond geschossen.
Es fühlte sich anders an, als das "betrunken sein" dass ich von vorher kannte.
Ab diesem Moment habe ich nur noch bruchweise Erinnerungen, was meine Vermutung, dass etwas in dieses Getränk hineingemischt wurde, verstärkt.
Ich erinnere mich daran, dass er mich geküsst hat und wir dann zusammen mit den anderen Hotelgästen in Richtung Bushaltestelle gelaufen sind.
Auf etwa der hälfte der Strecke hat er mich zur Seite in eine dunkle Gasse gezogen, mich gegen das Auto gedrückt und mich weiterhin geküsst. Ich habe nicht viel mitbekommen von dem was er tut wusste aber, dass sich etwas komisch anfühlt.
Er hat mich in sein Auto gesetzt und ist losgefahren. Während der Fahrt hat er seine Hose heruntergezogen und meinen Kopf heruntergedrückt.
Ich hatte kaum noch Kontrolle über meinen Körper, wusste nicht, was gerade passiert, wie ich dort hingekommen bin und versuchte mich wegzudrücken.
Das nächste woran ich mich erinnern kann, ist dass ich hinten auf der Rückbank lag und er mich vergewaltigt hat. Die Schmerzen währenddessen und seine Worte danach werde ich nie vergessen.
Als nächste Erinnerung habe ich, dass ich auf ein Mal irgendwo auf der Straße stand. In einem fremden Land, an einem fremden Ort ohne Internet, mitten in der Nacht. Ich sah, wie er weggefahren ist und ich wusste nicht, in welche Richtung ich laufen soll, um zu meinem Hotel zu kommen. Ich fühlte pure Panik "wo bin ich, was ist gerade passiert, wo ist mein Hotel"
Irgendwie habe ich es zum Hotel geschafft und dann auf das Familienzimmer, welches ich mit meinen Eltern teilte.
Als ich in das Badezimmer ging habe ich angefangen zu weinen und mich zum übergeben gezwungen.
Eine der Erinnerungen, die sich bis heute einbrannte war, dass ich das benutzte Kondom in mir gefunden habe und mir dachte "was, wenn ich jetzt schwanger werde"
Bis ich es endlich, in den gleichen Klamotten wie in der Nacht aus fehlender Energie und wollen mich auszuziehen, in das Bett geschafft habe ist bestimmt eine ganze Weile vergangen aber manchmal fühlen sich Erinnerungen länger an, als sie tatsächlich waren.
Ich hatte Panik aus dem Zimmer zu gehen, ihn wieder zusehen. Mir ging körperlich und psychisch zu schlecht um irgendwas zutun, bis meine Eltern mich gezwungen haben raus zu gehen, schließlich waren wir nicht im Urlaub nur um die ganze Zeit im Hotelzimmer zu sein.
Als ich raus ging, sah ich ihn. Ich wollte mich noch umdrehen, doch es war zu spät. Ich bekam ein "hey Baby, wie gehts dir" von ihm zugerufen.
Und ab da ging alles bergab. Er manipulierte mich, dass er mich lieben würde, dass ich betrunken war und das alles wollte.
2 Jahre lang hat er mir noch ab und zu geschrieben "wann kommst du wieder Baby, ich vermisse dich hier" und ich bin darauf reingefallen, bis ich irgendwann bemerkte, was an diesem Abend wirklich geschah.
Es fällt mir noch immer schwer diese Flashbacks zu kontrollieren und ich gebe alles, um das zu vergessen, was er mir angetan hat doch immer wieder gibt es diese Stimme in mir, die sagt, dass es meine Schuld war. Ich hätte nicht in den Club gehen sollen, ich hätte den Drink nicht annehmen sollen, ich hätte auf das Gespräch am nächsten Tag nicht eingehen sollen.
Ich hätte ihn anzeigen sollen....
Ich hätte es nicht meiner Mutter erzählen sollen, denn sie sagte mir nur "ich habe ihm vertraut, er hat mir versprochen auf dich aufzupassen! Kannst du dir vorstellen, wie er mein Vertrauen gebrochen hat, wie ich mich fühle?"
Wir haben nicht oft darüber geredet aber jedes Mal wenn dieses Thema hochkam, ging es nur darum wie sehr dieser Animateur ihr Vertrauen gebrochen hat.
Kennt jemand dieses Gefühl, dass man erst Jahre später merkt, was passierte und man sich die Schuld dafür gibt was geschah?
Und wenn ja, wie geht ihr damit um? Mit den Flashbacks, mit den Gefühl des Ekels, der Wut und dem Hass?
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr euer leben so leben könnt, wie ihr euch das wünscht und eine gute Methode zur Heilung für euch findet.
mit freundlichen Grüßen.
hallo
ich bin 22 Jahre alt und wurde mit 17 vergewaltigt.
Es war kurz nach meinem 17. Geburtstag, als ich mit meinen Eltern in die Türkei geflogen bin, um einen Urlaub zu machen.
Es war alles super, das Hotel war schön, die Gäste waren nett, der Strand ganz in der Nähe, gutes Essen und (dachte ich) nette Animation.
Eines Abend lud mich der Chef-Animateur ein mit in die Disco zu gehen, während meine Mutter direkt neben mir stand. Ich habe gezögert, weil ich (aufgrund von Corona) noch nie in einer Disco war und niemanden im Hotel kannte, der mitging.
Er und meine Mutter haben mich überredet mitzugehen, um etwas neues zu erleben, etwas, was in der Jugend getan wird. Meine Mutter meinte auch "ich war in deinem Alter oft in Bars unterwegs, mach dir keine Sorgen, ihr seid eine Gruppe. Habt einfach Spaß"
Ich wollte nicht aber ich bin trotzdem gegangen.
An dem Abend der Disco-Tour (wie sie es nannten) hat mich der Animateur auf Getränke eingeladen. Ich habe sie angenommen und mir dabei nichts gedacht, weil meine Mutter mir vorher sagte, er würde auf mich aufpassen und ich das als eine nette Geste sah um nicht alleine am Tisch zu stehen. Als eine nette Geste, dass die 17 Jährige nicht alleine ist und Gesellschaft hat.
Ein Getränk konnte nicht schade, denn ich hatte vorher schon mehr getrunken (zusammen mit meinen Freunden in Deutschland) und wusste daher, dass meine Toleranz höher als bei anderen war.
Mein Ziel war es nicht betrunken zu werden allerdings hat mich dieser eine Woda-Energy von ihm bis zum Mond geschossen.
Es fühlte sich anders an, als das "betrunken sein" dass ich von vorher kannte.
Ab diesem Moment habe ich nur noch bruchweise Erinnerungen, was meine Vermutung, dass etwas in dieses Getränk hineingemischt wurde, verstärkt.
Ich erinnere mich daran, dass er mich geküsst hat und wir dann zusammen mit den anderen Hotelgästen in Richtung Bushaltestelle gelaufen sind.
Auf etwa der hälfte der Strecke hat er mich zur Seite in eine dunkle Gasse gezogen, mich gegen das Auto gedrückt und mich weiterhin geküsst. Ich habe nicht viel mitbekommen von dem was er tut wusste aber, dass sich etwas komisch anfühlt.
Er hat mich in sein Auto gesetzt und ist losgefahren. Während der Fahrt hat er seine Hose heruntergezogen und meinen Kopf heruntergedrückt.
Ich hatte kaum noch Kontrolle über meinen Körper, wusste nicht, was gerade passiert, wie ich dort hingekommen bin und versuchte mich wegzudrücken.
Das nächste woran ich mich erinnern kann, ist dass ich hinten auf der Rückbank lag und er mich vergewaltigt hat. Die Schmerzen währenddessen und seine Worte danach werde ich nie vergessen.
Als nächste Erinnerung habe ich, dass ich auf ein Mal irgendwo auf der Straße stand. In einem fremden Land, an einem fremden Ort ohne Internet, mitten in der Nacht. Ich sah, wie er weggefahren ist und ich wusste nicht, in welche Richtung ich laufen soll, um zu meinem Hotel zu kommen. Ich fühlte pure Panik "wo bin ich, was ist gerade passiert, wo ist mein Hotel"
Irgendwie habe ich es zum Hotel geschafft und dann auf das Familienzimmer, welches ich mit meinen Eltern teilte.
Als ich in das Badezimmer ging habe ich angefangen zu weinen und mich zum übergeben gezwungen.
Eine der Erinnerungen, die sich bis heute einbrannte war, dass ich das benutzte Kondom in mir gefunden habe und mir dachte "was, wenn ich jetzt schwanger werde"
Bis ich es endlich, in den gleichen Klamotten wie in der Nacht aus fehlender Energie und wollen mich auszuziehen, in das Bett geschafft habe ist bestimmt eine ganze Weile vergangen aber manchmal fühlen sich Erinnerungen länger an, als sie tatsächlich waren.
Ich hatte Panik aus dem Zimmer zu gehen, ihn wieder zusehen. Mir ging körperlich und psychisch zu schlecht um irgendwas zutun, bis meine Eltern mich gezwungen haben raus zu gehen, schließlich waren wir nicht im Urlaub nur um die ganze Zeit im Hotelzimmer zu sein.
Als ich raus ging, sah ich ihn. Ich wollte mich noch umdrehen, doch es war zu spät. Ich bekam ein "hey Baby, wie gehts dir" von ihm zugerufen.
Und ab da ging alles bergab. Er manipulierte mich, dass er mich lieben würde, dass ich betrunken war und das alles wollte.
2 Jahre lang hat er mir noch ab und zu geschrieben "wann kommst du wieder Baby, ich vermisse dich hier" und ich bin darauf reingefallen, bis ich irgendwann bemerkte, was an diesem Abend wirklich geschah.
Es fällt mir noch immer schwer diese Flashbacks zu kontrollieren und ich gebe alles, um das zu vergessen, was er mir angetan hat doch immer wieder gibt es diese Stimme in mir, die sagt, dass es meine Schuld war. Ich hätte nicht in den Club gehen sollen, ich hätte den Drink nicht annehmen sollen, ich hätte auf das Gespräch am nächsten Tag nicht eingehen sollen.
Ich hätte ihn anzeigen sollen....
Ich hätte es nicht meiner Mutter erzählen sollen, denn sie sagte mir nur "ich habe ihm vertraut, er hat mir versprochen auf dich aufzupassen! Kannst du dir vorstellen, wie er mein Vertrauen gebrochen hat, wie ich mich fühle?"
Wir haben nicht oft darüber geredet aber jedes Mal wenn dieses Thema hochkam, ging es nur darum wie sehr dieser Animateur ihr Vertrauen gebrochen hat.
Kennt jemand dieses Gefühl, dass man erst Jahre später merkt, was passierte und man sich die Schuld dafür gibt was geschah?
Und wenn ja, wie geht ihr damit um? Mit den Flashbacks, mit den Gefühl des Ekels, der Wut und dem Hass?
Ich drücke euch die Daumen, dass ihr euer leben so leben könnt, wie ihr euch das wünscht und eine gute Methode zur Heilung für euch findet.
mit freundlichen Grüßen.