von fledermaus » Di Apr 07, 2026 12:51 pm
hallo,
ich bin f(27)
triggerwarnung:
im alter von 8 wurde ich für einen kurzen zeitraum von einem älteren jungen vergewaltigt. Ich hadere damit dieses Erlebnis missbrauch o.ä zu nennen und es fällt mir schwer, trotz therapie, meine psychischen folgen und das geschehene ernst zu nehmen/nicht kleinzureden. Kurzum: mir fehlt die sprache und die selbstsicherheit über das erlebte zu reden. Nun zu meinem Problem:
In romatischen kennenlernphasen habe ich immer versucht die erlebnisse geheim zu halten und auf so normal wie möglich zu tun, was jedes mal dazu geführt hat, dass ich zusammenbrach und die kennenlernphase beendete.
Das Gefühl niemals genug zu sein oder einen tiefen schmutzigen kern zu haben überschatteten jede freude. Ich konnte niemandem glauben mich anzunehmen und nehme mich in dieser Thematik auch selbst kaum an. Erst nach Ende der romantischen Kennenlernphasen konnte ich einigen wenigen ,,Partner*innen”, die mir noch nahestanden, davon erzählen, diese hatten zwar alles verständnis und mitleid (was sich nicht gut angefühlt hat aber eine treffende beschreibung ist) aber auf die frage ob sie sich, jetzt wo wir davon wissen, eine weitere datingphase vorstellen könnten, in der wir vorsichtiger und bedachter miteinander und dem thema umgehen antworteten sie mit nein, was meine Angst bestätigt zu viel und zu kaputt zu sein um geliebt zu werden.
Ich habe das Bedürfnis nach romantischen Beziehungen, möchte gekannt und gehalten werden und habe weitaus mehr zu geben als meine vergangenheit. Ich habe viele interessen und bin gerne unterwegs, bin politisch aktiv, musikalisch und habe mit meinen freund*innen viel spaß. Auch wenn ich oft niedergeschlagen bin und mit den psychischen folgen meiner kindheit (es gibt neben sm nich weitere unschöne aspekte) täglich zu kämpfen habe, lebe ich ein gutes selbstbestimmtes leben mir viel liebe und erfüllenden freundschaften.
Aber jedes mal wenn ich menschen romantisch nahe komme vergesse ich all das und bin einfach nur klein und schmutzig und wertlos. Ich bin überfordert davon wie andere Menschen einfach ,,ganz normal” sexuelle Beziehungen führen, Nähe leben, gemeinsam wachsen während ich in meinen regressiven und negativen gefühlen festhänge. Es macht mich auch wütend und neidisch mit welcher Leichtigkeit andere Menschen ihre swxualität ausleben und ich habe angst vollständig zu resignieren.
Wie habt ihr es geschafft aus solchen mustern auszubrechen?
Wie konntet ihr über das früher erlebte in heutigen romantischen beziehungen sprechen ohne euch wie ein reines Opfer, etwas unbegehrenswertes/ekelhaftes zu fühlen?
Wie habt ihr Selbstwert (zurück)gewonnen?
vielen dank für eure antworten
hallo,
ich bin f(27)
triggerwarnung:
im alter von 8 wurde ich für einen kurzen zeitraum von einem älteren jungen vergewaltigt. Ich hadere damit dieses Erlebnis missbrauch o.ä zu nennen und es fällt mir schwer, trotz therapie, meine psychischen folgen und das geschehene ernst zu nehmen/nicht kleinzureden. Kurzum: mir fehlt die sprache und die selbstsicherheit über das erlebte zu reden. Nun zu meinem Problem:
In romatischen kennenlernphasen habe ich immer versucht die erlebnisse geheim zu halten und auf so normal wie möglich zu tun, was jedes mal dazu geführt hat, dass ich zusammenbrach und die kennenlernphase beendete.
Das Gefühl niemals genug zu sein oder einen tiefen schmutzigen kern zu haben überschatteten jede freude. Ich konnte niemandem glauben mich anzunehmen und nehme mich in dieser Thematik auch selbst kaum an. Erst nach Ende der romantischen Kennenlernphasen konnte ich einigen wenigen ,,Partner*innen”, die mir noch nahestanden, davon erzählen, diese hatten zwar alles verständnis und mitleid (was sich nicht gut angefühlt hat aber eine treffende beschreibung ist) aber auf die frage ob sie sich, jetzt wo wir davon wissen, eine weitere datingphase vorstellen könnten, in der wir vorsichtiger und bedachter miteinander und dem thema umgehen antworteten sie mit nein, was meine Angst bestätigt zu viel und zu kaputt zu sein um geliebt zu werden.
Ich habe das Bedürfnis nach romantischen Beziehungen, möchte gekannt und gehalten werden und habe weitaus mehr zu geben als meine vergangenheit. Ich habe viele interessen und bin gerne unterwegs, bin politisch aktiv, musikalisch und habe mit meinen freund*innen viel spaß. Auch wenn ich oft niedergeschlagen bin und mit den psychischen folgen meiner kindheit (es gibt neben sm nich weitere unschöne aspekte) täglich zu kämpfen habe, lebe ich ein gutes selbstbestimmtes leben mir viel liebe und erfüllenden freundschaften.
Aber jedes mal wenn ich menschen romantisch nahe komme vergesse ich all das und bin einfach nur klein und schmutzig und wertlos. Ich bin überfordert davon wie andere Menschen einfach ,,ganz normal” sexuelle Beziehungen führen, Nähe leben, gemeinsam wachsen während ich in meinen regressiven und negativen gefühlen festhänge. Es macht mich auch wütend und neidisch mit welcher Leichtigkeit andere Menschen ihre swxualität ausleben und ich habe angst vollständig zu resignieren.
Wie habt ihr es geschafft aus solchen mustern auszubrechen?
Wie konntet ihr über das früher erlebte in heutigen romantischen beziehungen sprechen ohne euch wie ein reines Opfer, etwas unbegehrenswertes/ekelhaftes zu fühlen?
Wie habt ihr Selbstwert (zurück)gewonnen?
vielen dank für eure antworten