von Khamrah » Fr Jan 02, 2026 10:23 pm
Hallo!
Ich weiß nicht genau weshalb ich das hier verfasse, oder was ich mir erhoffe, aber ich kriege das Gefühl nicht los, dass ich etwas tun muss. Es belastet mich in letzter Zeit immer häufiger.
Ich habe tatsächlich erst vor einem halben Jahr erfahren, dass ich missbraucht wurde. Es ist mehr als 10 Jahre her und in all der Zeit dachte ich, dass es meine Schuld war und ich mich schämen sollte, weil ich es ja so -wollte-. Weil ich ja so verknallt war. Seitdem ich aber mal einen anderen Blick darauf werfen konnte, bin ich wütend, ein wenig verzweifelt und weiß nicht so recht damit umzugehen.
Ich war damals 14/15 und er war 40. Der Kontakt hatte online gestartet und fand hauptsächlich dort statt, bis auf 2-3 Treffen mit sexuellen Handlungen. Er hatte mich davon überzeugt Nacktbilder zu schicken… aber doch bitte in heißer Unterwäsche, die ich mir dann kaufen gegangen bin. Wie eine Frau einen Mann befriedigt wollte er mir zeigen indem er mir Pornos schickte. Er hätte mich so sehr lieb, aber war doch verheiratet und hatte selber Kinder in meinem Alter. Selbst die sorgen er könnte pädophil sein und dass mit seiner Frau im Bett nichts mehr lief vertraute er mir an.
Ich leide schon sehr lange an mittelgradigen Depressionen die zu der Zeit begonnen hatten. Habe meine dritte Therapie hinter mir (darüber hatte ich allerdings erst jetzt am Ende einmal gesprochen) und ich kriege diese Gedanken nicht los dass mein Leben anders verlaufen wäre, wenn er nicht gewesen wäre. Mein Selbstbild ist komplett zerstört. Ich denke ich kann nur gut genug sein, wenn ich einem Mann sexuelle gefalle. Ich bin emotional extrem abhängig von meinem Partner. Leben macht mir keinen Spaß und zur Zeit fühlt es sich wie ein überleben ohne Dopamin, nur purer Stress an. Und wenn ich ehrlich bin ist zur Zeit schon seit 10 Jahren der Fall.
Und ich weiß einfach nicht wie ich weitermachen soll. Es kommen Zweifel auf ab und an. „Ich war doch schon fast 15, ein Jahr später hatte ich meinen ersten Freund.“ „Ich war doch glücklich und habe alles freiwillig gemacht.“
Ich weiß inzwischen dass es nicht stimmt. Ich weiß auch dass ich nicht alle meine Probleme auf ihn schieben kann… aber die Frage lässt mich nicht los - was wäre wenn er nicht gewesen wäre?
Hallo!
Ich weiß nicht genau weshalb ich das hier verfasse, oder was ich mir erhoffe, aber ich kriege das Gefühl nicht los, dass ich etwas tun muss. Es belastet mich in letzter Zeit immer häufiger.
Ich habe tatsächlich erst vor einem halben Jahr erfahren, dass ich missbraucht wurde. Es ist mehr als 10 Jahre her und in all der Zeit dachte ich, dass es meine Schuld war und ich mich schämen sollte, weil ich es ja so -wollte-. Weil ich ja so verknallt war. Seitdem ich aber mal einen anderen Blick darauf werfen konnte, bin ich wütend, ein wenig verzweifelt und weiß nicht so recht damit umzugehen.
Ich war damals 14/15 und er war 40. Der Kontakt hatte online gestartet und fand hauptsächlich dort statt, bis auf 2-3 Treffen mit sexuellen Handlungen. Er hatte mich davon überzeugt Nacktbilder zu schicken… aber doch bitte in heißer Unterwäsche, die ich mir dann kaufen gegangen bin. Wie eine Frau einen Mann befriedigt wollte er mir zeigen indem er mir Pornos schickte. Er hätte mich so sehr lieb, aber war doch verheiratet und hatte selber Kinder in meinem Alter. Selbst die sorgen er könnte pädophil sein und dass mit seiner Frau im Bett nichts mehr lief vertraute er mir an.
Ich leide schon sehr lange an mittelgradigen Depressionen die zu der Zeit begonnen hatten. Habe meine dritte Therapie hinter mir (darüber hatte ich allerdings erst jetzt am Ende einmal gesprochen) und ich kriege diese Gedanken nicht los dass mein Leben anders verlaufen wäre, wenn er nicht gewesen wäre. Mein Selbstbild ist komplett zerstört. Ich denke ich kann nur gut genug sein, wenn ich einem Mann sexuelle gefalle. Ich bin emotional extrem abhängig von meinem Partner. Leben macht mir keinen Spaß und zur Zeit fühlt es sich wie ein überleben ohne Dopamin, nur purer Stress an. Und wenn ich ehrlich bin ist zur Zeit schon seit 10 Jahren der Fall.
Und ich weiß einfach nicht wie ich weitermachen soll. Es kommen Zweifel auf ab und an. „Ich war doch schon fast 15, ein Jahr später hatte ich meinen ersten Freund.“ „Ich war doch glücklich und habe alles freiwillig gemacht.“
Ich weiß inzwischen dass es nicht stimmt. Ich weiß auch dass ich nicht alle meine Probleme auf ihn schieben kann… aber die Frage lässt mich nicht los - was wäre wenn er nicht gewesen wäre?