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Re: Genau jetzt

von Gast_Wolke » Mo Okt 26, 2020 12:24 pm

liebe sh
dem möchte ich mich mal ganz klar anschließen mit dem Hinweis dass es evtl viel einfacher oder zumindest etwas einfacher wäre mit dem Symptomen umzugehen...wenn da mehr Akzeptanz wäre...

wenn für heute mal aller dis Hass weg sein könnte (denn man auch nur haben muss wenn es was in einem berührt und bitte jetzt nicht wieder die 100 Tirade wie sch.. die waren..), wie würdest du denn an über dich denken? musst du hier nicht schreiben...

viele Symptome sind ja auch ein Ausdruck von dass sich da etwas zeigen will... wenn es gesehen wird muss das nicht so massiv sein.
egal wo du auf dem Spektrum wärst...meine sehr vereinfachte Idee wäre dass wenn man mit den Anteilen arbeitet die bei Hygiene schlaf etc Probleme haben aus welchen Gründen auch immer (das würde bei mehr Akzeptanz vielleicht auch deutlich klarer werden aber vielleicht ist es auch schon klar) denen sichere Orte gibt denen erklärt wo sie sie sind... dass das etwas bis einiges bis viel verbessern könnte.

und dass du dann nicht sch... wärst, nicht unheilbar krank ( im Gegenteil die Verdrängung blockiert ja jede Entwicklung...)kein kontroll Verlust etc passiert

ich hab das bei einer bekannten erlebt. als die ihr so sein akzeptierte und nein sie hatte keine dis wurde vieles einfacher..
wolke

Re: Genau jetzt

von Laraaa » Mo Okt 26, 2020 11:59 am

Hi SH,

darf ich dich mal was zum Thema Diagnostik fragen? Wenn's nicht passt, dann ignoriere es.

Du lässt dich ja regelmäßig darüber aus, wie blöd du DIS findest, und dass du eben keine solche Diagnose hast. Irgendwann hast du mal geschrieben, dass deine Klinik auch bei der Diagnostik danach geschaut hat. Meine Thera arbeitet nach dem Konzept der strukturellen Dissoziation nach Nijenhuis etc. Das ist ja (soweit ich weiß) sehr anerkannt und auch gut erforscht. Und danach ist Dissoziation ja ein kontinuierliches Spektrum mit verschieden starken Ausprägungen, an dessen Ende eben DIS steht. Bei mir wurde zb eine dissoziative Störung diagnostiziert mit vielen klassischen Symptomen, aber ohne manche entscheidende Merkmale der DIS. Deshalb also eine Störung irgendwo auf diesem dissoziativen Spektrum.

Siehst du/deine Thera dich überhaupt nicht auf diesem Spektrum oder eben doch, nur nicht bei der dis, sondern in einer weniger massiven Ausprägung? Ich frage das, weil ich bei dir immer das Gefühl habe, dass du dein eigenes Wesen teils so grundsätzlich abwertest. Bzw die Symptome/Verhaltensweisen, die bei dir auftauchen, die ja doch so klassisch dissoziativ klingen. Warum ist es dir so wichtig, dass du "nicht so" bist? Die Therapie ist bei kPTBS, DDNOS und DIS ja letztlich ähnlich? Für mich schwingt immer so eine mangelnde Akzeptanz deines eigenen Seins mit. Und ich empfinde es so, wie wenn du dir da ganz stark selbst im weg stehst. Dass du viel damit beschäftigt bist, dich von DIS zu distanzieren und dabei deine eigenen dissoziativen Symptome ignorierst. Bzw als Zirkus/Theater/Freakshow. Aber was ist denn das, wenn keine dissozoativen Symptome?

Glaube meine Intention ist vielleicht missverständlich. Will dich hier nicht kritisieren und erst recht (bitte!!!) keine Diskussion über DIS einleiten. Sondern nur fragen, ob du dir da möglicherweise nicht gewaltig selbst ein Bein stellst? Bzw wie du die Symptomatik denn einordnest, wenn nicht dissoziativ?

Laraaa

Re: Genau jetzt

von LunaSue » So Okt 25, 2020 10:30 pm

Hi ~ Steinhart ~

Bei uns gibt es Rückkehrgespräche, wenn 6 Wochen voll sind.
Egal wie die sich zusammen setzen.
2 Mal grppaler Infekt, einmal orthopädische, einmal Zahn-OP: 6 Wochen voll.

Kann Zufall sein.

BEM aber anhören - da wirst du nicht dümmer durch.

Viele Grüße
Luna

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » So Okt 25, 2020 8:30 pm

Vorschlag war ich könne mich mit dem BEM in Verbindung setzen.... die hätten ja eventuell "Angebote" und Möglichkeiten in der Nähe (wie sind hier etwas ab vom Schuss)


Wüsste aber nicht was mir helfen könnte an "Angeboten"


Er meinte dann noch, er hätte ja mal Burn put gehabt und würde, wenn's nötig ist wieder zu seiner Thera/Ärztin(?) gehen, für ein paar Stunden. Wäre teuer, aber gut.

Ich muss wohl mal mit meiner Thera reden, warum wir das nicht auch in wenigen Stunden hinkriegen....


Tja, gegen die AU vom Hausarzt und vom Orthopäden wurde nichts gesagt... die "Psychokrankmeldung" führte zum "Rückkehrgespräch"

Kann aber auch Zufall sein... ich wart ja tatsächlich immer mal krank dieses Jahr (Rücken 2x, Corona Verdacht und ich glaube noch einmal)
Das Fass war wohl voll.


SH

Re: Genau jetzt

von Sayeda » So Okt 25, 2020 7:53 pm

Hallo SH,

welche Ideen hat denn dein Chef, damit du wieder stabiler arbeiten kannst? Er ist da durchaus auch in der Verantwortung und es reicht nicht, dir zu sagen "das muss besser werden".

LG, sayeda

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 9:24 pm

Exakt, Therapie machen befriedigt das Quäntchen Hoffnung.

Nur bedeutet Hoffnung bei mir eben nicht (mehr) aus meinem Leben sonst was zu machen. Ich will das was ich zu Beginn des Studiums wollte nicht mehr. Ich will wirklich nicht in irgendnem blöden Büro sitzen. ebensowenig möchte ich mit Betroffenen irgendeiner Art arbeiten.
Auch etwas ganz anderes nicht. Also keine Ahnung, Wirtschaft, oder Oecotrophologie, Jura oder was weiß ich. Ebensowenig interessiert mich Handwerk. und Gott bewahre irgendwas, das mit Selbstständigkeit zu tun hat. HORROR! Die Thera hat bestimmt ein dreiviertel jahr lang ständig irgendsowas vorgeschlagen...

Meine Hoffnung ist, nachts sicher schlafen zu können, sicher einkaufen zu können, mich/die Wohnung/die Kater sicher selbst versorgen und pflegen können und zwar grundsätzlich und nicht mit dem riesen Aufwand der zur Zeit nötig ist. Keine Panikatacken, kein Vermeiden. Keine peinlichen Körperreaktionen, KEINE ZEITLÜCKEN(!)
An Arbeitstagen Reserven für mich haben und freie Tage nutzen können, statt der gerade erwähnten Freakshow in der ich seit drei Jahren daheim bin.


Meine, vor drei Jahren großen Pläne ala " in einem Jahr gehts mir wieder gut" sind im Arsch. Entweder sie waren vollkommen unrealistisch, oder ich zu unfähig. Keine Ahnung...


Keine therapie machen hätte derzeit den Effekt, ein bis drei Tage im Monat mehr für mich zu haben... aber bei dem genannten Freakshowalltag, ist das irgendwie kein wirklicher Gewinn.


Nach Ergo und so einem Kram schaue ich, weil ich es hier lese und die Hoffnung habe/hatte das das helfen kann wieder auf die beine zu kommen... weil ich Ergo DAMALS also vor weit über einem Jahrzehnt in der Klinik gut fand... ich finde auch Sport gut, also nichts was mit Leistung zu tun hat, sondern Kliniksport. Bewegung, sich spüren usw. Körperwahrnehmung, Skillsgruppe, Traumagruppe, SCHWIMMEN....
Letztes Jahr habe ich außerdem ein hervorragendes Katzenbett geflochten, mit nur drei Fehlern und ein bissi klein ;)

In meinen Alltag passt sowas aber nicht wirklich... es wird stehen bleiben, wie die Nähmaschine, mich überfordern in meinem Alltag, in dem eben einkaufen, kochen, ja herrje, mich waschen, eben deutlich Priorität hat.

Nach zusätzlichen Therapien zu schauen ist im Grunde Käse... es ist Beschäftigung, mehr nicht wahrscheinlich... und mir fehlt daheim dafür einfach die Zeit und die Kraft :(


Klinik steht erst mal nicht an... Chef steigt mir sonst aufs Dach :( ausserdem befürchte ich wirklich dass es nicht mehr so gut ist... Viele der Aspekte die beim letzten Mal gut waren standen als ich letztes Mal nachgeschaut habe nicht mehr im Konzept... und so einen - wir haben keine Zeit, kommen Sie gefälligst alleine klar Mist wie in der Hohe Mark, Heimlichkeiten von der Thera, oder Tisch selber decken als "Therapie" verkaufen brauche ich nun wirklich nicht. Ganz zu schweigen von der langen Wartezeit auf die ohnehin extrem wenigen Therapien.

So wie letztes Mal in meiner klinik würde ich mir wünschen... also sofort in Therapien sein, höchstens nicht teilnehmen dürfen, weil AUFGEPASST wird und man mit Traumapatienten vorsichtig(er) ist, JEDERZEIT Kontakt zur Pflege, ohne genervte Reaktion, ZUSAMMENARBEIT zwischen Pflege, Therapeuten und Ärzten, INFORMATIONSFLUSS... sind Dinge auf die ich nicht verzichten möchte. Ganz zu schweigen davon dass die Betreuung eben echt individuell war... wollte ich keinen Kontakt, musste das nicht sein, im Gegenzug hatte ich in der einen Krisenwoche 5(!) Mal Einzelkontakt zur Thera und davon zweimal mit der Oberärztin zusammen, welche ja sogar mal mitten in der Nacht gerufen wurde und tatsächlich kam. Und das zusätzlich zu mindestens dreimal 8so viel musste ich) Kontakt zur Pflege.

In der Hohe Mark, war bei der Krise zwar zum Glück eine der festen Nachtwachen da (die einen im Gegensatz zu Tagdiestlern die Nächte übernommen hatten, NICHT weg geschickt haben, aber der wildfremde AvD kam nicht mal. Stattdessen Mediverordnung via Telefon.

Meine Behandlung letztes Jahr war defintiv nicht kostendeckend ;) Sowas von nicht. Ich befürchte Standard ist der Scheiß aus der Hohe Mark. Also keine Zeit, wenig Ressourcen und mich (ausgerechnet) ständig auf den hohen Kaffeeverbrauch anzusprechen (ich habe in den 7 Wochen eine, EINE, 1e tasse Kaffee getrunken, und haargenau nach vorschrift gekocht, aber hey... SH ist auch für in China umkippende Reissäcke verantwortlich, da kann man sie auch beauftragen für weniger Kaffeeverbauch zu Sorgen...)

Ich befürchte das gibt es so gut wie letztes Jahr nicht mehr und wenn ich mir den (berechtigten!) Affentanz bei uns an der Arbeit anschaue, also kein bereichsübergreifendes Arbeiten, Einschränkung der Bewohner, des Personals, aufwändige Sitzungen, ständig neue Regeln, Konzepte.... alle genervt und die Versorgung eben defintiv SCHLECHTER... Nun ich mag mir nicht ausmalen, wie alleine Coronamaßnahmen negativ auf die Behandlung ausiwkren...

Ach, ich wäre gern nochmal in der Klinik... so wie letztes Jahr, so schwer das auch war. Es hat mein Vertrauen in den Ort (in überhaupt einen Ort) gestärkt.... nochmal hin und gezielt schauen, was Nachts passiert... vielleicht auch wirklich Traumakonfrontation...


Vielleicht in zwei Jahren... mal sehen...



Chef meinte, dass ich in den drei Jahren vorher innerhalb der selben Zeit (also innerhalb von drei Jahren) gerade mal 15 tage krank war. Kann hinhauen. Ich war nur zeimal krank. Einmal lahmgespritzter Arm von dem blöden Betriebsarzt und einmal Arbeitsunfall mit anschließend herum humpeln.

Im Gegenzug innerhalb der letzten drei Jahre über ein dreiviertel Jahr krank...

Wäre ja nicht weiter schlimm, wenn ich wieder voll fit wäre. Bin ich aber nicht. An der Arbeit zwar ja, aber daheim eben nicht... und es geht eben nicht nur Arbeit und danach ins Standby wechseln. Nicht lange zumindest.


Also ja, Therapie bedinet die Hoffnung auf - wie es davor war -

ICH hingegen bin nicht bereit irgendweche Hoffnungen zu bedienen im Sinne von - erstes Familienmitgleid das "etwas" geworden ist, oder Betroffene die ihr Leben super hinkriegt, oder sonst was...

Alltag und Ruhe.
Reicht vollkommen.

SH, auf dem Boden der Tatsachen

Re: Genau jetzt

von Gast_Wolke » Sa Okt 24, 2020 7:38 pm

hi sh
mmh ok
an die Wand argumentiert würde ich das mal nennen.
was soll ich sagen?
wärst du ne freundin würde ich dich vielleicht vorsichtig schütteln.
aber nee...
das sind alles gute Gründe und ich sag nicht dass es einfach wäre. das müsste alles sehr gut geplant sein mit unklaren Ausgang...

aber ja ich finde einfach deine Haltung passt nicht dazu wie du hier schreibst wie du kämpfst... aber vielleicht täusch ich mich auch.

dann hast du dich eben aufgegeben und fährst in ein paar Jahren gegen die Wand.

super schade und traurig. aber ich denke zu respektieren. und ja ich sehe eben auch das Risiko meines Plans. dass es schief gehen kann und schneller als jetzt in diesem Leben was du führst.jetzt ist da irgendwas.. Arbeit Kater Wohnung.
zu wenig zum Leben zu viel zum sterben. vielleicht trifft es das...

frage mich aber halt wieso du dann überhaupt noch thera machst antröge ausfüllen magst nach ergo suchst etc... klingt als seist du da irgendwie dissoziiert auf eine art. weil sonst gäbe es ja keinen Grund...so hart das jetzt auch klingt.
weil du weisst ja wie es ausgeht. oder dass es nicht wirklich was bringt. vielleicht strebst du unbewusst vielleicht sogar danach. oder ja als gäbe es ein irrationales quäntchen Hoffnung dass alles ganz anders läuft. das lese ich so wenn du dir so welten ausmalt. aber so läuft es eben nicht. wissen wir beide.
vielleicht müssen wir das alle haben das Quäntchen um nicht durchzudrehen und es eben zu Ende zu bringen... schon morgen.

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 5:51 pm

Äh doch, da kommt ein nein, nein, nein ;)


Es wäre absolut dämlich meine unbefristete Stelle zu kündigen, oder auch nur zu gefährden.

Ich schaffe es nicht meinen Scheiß Namen in den Antrag zu schreiben... klar schaffe ich einen umzug, mit allem was dazu gehört - NICHT!

Mal davon abgesehen dass ich Großstädte schrecklich finde, finde mal eine Wohnung auf ALG2 Niveau...

Auto? Adé... somit schneide ich mich von sehr vielem ab... und könnte das auch nicht kompensieren, weil das Geld dazu fehlt...



Also, nein!


Mir ging es außerdem schon krank geschrieben kacke... ich versacke dann total.... gehe niergends hin, oder mache und tue... ich verblöde, versande, versacke.... daheim auf der Couch, oder panisch dahinter....

Gut, das geht auch in einer stinkenden Großstadt, auf 20qm. Die Kater würden sich halt mega anzicken... aber die kann ich ja auch ins Heim geben... joa, versacken kann ich egal wo... kann mir ja Fotos über die Fenster hängen...


Ich schaffe garnichts... und bin mittlerweile zu alt für einen Neustart... denn durch meine bescheuerte Verleibtheit (die natürlich in Liebeskummer endete) habe ich mir mein Studium letztendlich versaut, weil nicht beendet.

ich habe nichts und werde auch nichts... vor allem aber möchte ich nichts anderes machen das was ich jetzt mache...

Ganz ehrlich sobald ich geschaut habe was ich anderes machen könnte, würde ich denn etwas lernen, oder studieren... oder sonst was... ich kriegs würgen... schon beim Gedanken...

Meine Stelle ist relativ sicher... so sicher wie das eben ist wenn man ne kranke Irre ist. Bin in der vorletzten Entwicklungsstufe...

Da weg zu gehen wäre mein Untergang. Sehr sicher.


Klingt super... total logisch... ja... aber so super ideen gehen bei mir immer schief...

Die klitzekleine Idee an meinem Essen etwas zu ändern um zu schauen ob ich dann besser schlafe... endete in Chaos...

Mein Wechsel vom Tag in den Nachtdienst war fürchterlich... und ist es teilweise noch immer... nach nun zwei Jahren...

Ich bin zu alt für Stellenwechsel... früher konnte ich das... von einem Praktikum ins nächste... oder die Stellenwechsel wegen Umzug damals...

Ich bin zu alt für sowas, ich kann das nicht mehr.


Diejenigen die mit 50/60 alles fürchterlich finden... nun... ich hoffe dass ich bis dahin einfach tot umgefallen bin... auf dem einzigen Weg der mir bleibt, plötzlich tot umgekippt.

Mit den gedanken sowas ähnliches wie ausreichende Rente zu bekommen, mit dem Gefühl ins Auto steigen zu können und irgendwohin zu fahren, mit dem Gefühl Familie zu haben, mit dem Gedanken sinnvoller Tätigkeit nachzugehen..... einfach morgens nicht aufwachen, bei einem Unfall ums Leben kommen.... irgendsowas.


Ach ich glaube ich fange doch mit Lotto spielen an... gewinne aber gefälligst auch ;) reduziere dann meine Arbeitszeit. Weil wenn schon gewinnen, dann gefälligst richtig.... 3 tage arbeiten pro Woche maximal... dann kann ich in meiner Wohnung mit Garten bleiben, in der Nähe meiner Familie, kann meiner Nichte schenken was ich will, muss mir keine Gedanken machen dass irgendein Gerät kaputt geht, oder gar das Auto... und mit genau dem Auto an genau den Tagen die ich nicht mehr arbeite in die Großstadt fahren und da Musiktherapie machen und Doppelstunden bei der Thera nehmen... ;)


SH

Re: Genau jetzt

von Gast_Wolke » Sa Okt 24, 2020 4:16 pm

hi sh
wie fühlt es sich an dass zu schreiben? zu lesen? was würdest du dir denn schreiben?

eigentlich finde ich, das liest sich einerseits sehr klar analysiert gleichzeitig aber auch sehr resigniert bis gleichgültig gegenüber der eigenen zukunft.
manchmal gibt es hier ja leute die 50 oder 60 sind und ganz traurig schreiben alles sei zu spät.. sie hätten alles falsch gemacht, sie hätten sich immer nur um andere gekümmert.andere seien immer wichtiger gewesen als sie selsbt.. das erinnert mich daran. was wirst du wohl in 20 jahren hier schreiben?

ich verstehe dass dir der job viel gibt, er hält dich ab vom fall... ins nichts, ins unklare...versteh das sehr gut.
aber... ich sehe auch: du siehst es glasklar und dann ist es DEINE entscheidung. eine entscheidung zu sagen job und alles ist wichtiger... das ist dann so.
aber dazu gehört dann auch zu sagen: ich packe es nicht oder will es nicht diesen fall ins vermeintliche nichts. und dann wird es wohl die ganzen nächsten jahre so weiter gehen.. mit mini fortschritten. oder gar nichts.
EINE ENTSCHEIDUNG
du siehst das ja alles selbst und finde das sehr traurig.

ist da zu wenig vertrauen? zu viel hass oder abwertung gegenübe rmenschen die den schritt gehen? zu viel scham? oder was ist der grund? schlimmer als hartz 4 wirds halt nicht...
du musst nicht mehr so sein wie früher.. funktionierne.. machen.. noch dies und das.. keine pause haben.. das ist lange vorbei.

kann sein, dass mein weg falsch ist, das kann man wie immer erst hinterher wissen, aber du weisst wie ich das auch nie wollte. aber ich werde diesen weg vielleicht über kurz oder lang gehen.. der fall ins nichts. erwerbsunfähig. therapie intensiv etc.
ich hab gestern mit einer mitpatientin aus gö geredet der es nun nach 2 sehr krassen jahren ohne dass sie arbeiten konnte etc deutlich besser geht. es ist dauerhaft was besser, gelöst, vorbei...das geht und das gibt es. auch bei dir.

ganz im ernst... und das ist nichts was morgen geht aber woran du arbeiten könntest... VOR allem anderen. ich würde dran arbeiten genau das zu tun. gross stadt, gute therapie zweimal die woche, musiktherapie, ergo oder was du magst, intervall klinik wo auch immer und vielleicht ein ehrenamt. das machst du 2 oder 3 jahre und dann ist es besser. was wäre so schlimm? das wäre mal selbstverantwortung. eine wikrliche änderung. ein loslassen von der sch.. von früher und allen glaubenssätzen die daran hängen noch bevor du irgendeine thera hattest.
und dann kannst du das leben führen was du dir wünschst. es geht nicht drum auf ewig zu hause zu hocken...

und wegen corona keine traumatherapie das glaub ich nicht.. das sind deine ängste vielleicht. aber da wird echt an anderem gespart.

ich weiß nicht. denk einfach mal drüber nach statt sofort nein nein nein zu brüllen. es geht um dein lebne. noch ist es möglich.
ich würde mir zumindest bewusst machen was hinter dem nein steht und dann daran arbeiten.
ich sag auch nicht dass es leicht wird... mir ist klar dass ich ein ideal beschreib... aber weisst du, du kannst dann sagen du hast für dich gekämpft.. du hast es versucht.. und nicht die scham war immer grösser.. die anderen immer wichtiger. ich glaube das ist ne menge wert.

und ja es tut jetzt weh aber andere organisieren sich das auch. schaffen das. und sind dann eben nicht mehr hier. in diesem ollen forum..

werd zum sozialfall und zieh um. bald. sonst wirst du das immer bereuen.
und dann lass die sch.. endlich los und werd frei.
das kannst du und das darfst du.
denk wenigstens mal ernsthaft drüber nach.
wenn man dabei ist, wird vieles anders, leichter. man wird getragen von etwas...zuversicht, hoffnung
das merke ich gerade selbst.

wolke

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 3:58 pm

Als ich schilderte womit ich noch immer Probleme habe, wie das konkret aussieht...


Sie hat komisch geschaut. Traurig nicht... eher betroffen, oder so(?)


Naja... sie frgate ob ich denn mit der Thera daran arbeite.

Ich sagte ja... aber dass es eben sehr schwer ist, bei manchen... ich vieles auch nicht mitbekomme... zum Beispiel konkret die Nächte... dass ich genau deshalb eigentlich gerne noch mal in die Klinik gegeangen wäre um konkret zu schauen was da passiert... sagte auch dass ich die Thera ja schlecht zum Übernachten einladen kann, um zu schauen was ist...

Sagte dass ich vieles gar nicht sagen kann.. bzw. wenn wir konkret daran arbeiten wollen, Symptome kommen.. es eine frustrierende, sich im kreis drehende Angelegenheit ist... Dass ich Dinge nicht sagen kann, obwohl ich willl... dass bestimmte Erinnereungen sehr konkret einem Abarbeiten im Weg stehen....


Eben dieses verflixte Traumamobile...



Tja... und erneut die Erkenntnis... dass ich es nicht schaffen werde, bis die Thera in Rente geht... dass es keinen Ersatz geben wird dann... Welcher Therapeut will schon mit langwierigen Gutachten udn Begründungen beginnen, weil die Therapiestunden ausgereitzt wurden..... wenn es dennüberhaupt jemanden gäbe den ich erreichen könnte...


I solchen Momenten... also wenn es keinen Anfang, kein Ende, keine Lösung, keine Perspektive gibt...

Würde ich manchmal am liebsten von der Brücke springen... weil es ja ohnehin nichts mehr werden wird, mit meinem Leben.... oder aber, die abgeschächte Version (Suizidalität ist derzeit nicht wirklich akut und gar nicht drängend - zum Glück) will ich mich verkriechen.
Decke über den Kopf... schlafen... schlafen schlfen...oder Serien schauen, oder Filme, oder gar ncihts machen... und warten bis der Tag vorbei ist... hoffen dass kein neuer kommt....

Sich depressiv verkriechen...


Letztendlich reiße ich mich zusammen... versuche es hier irgendwie auf die Reihe zu kriegen.... schaue wann ich wieder arbeiten, oder zu Therapie muss, oder sonst was... organisiere dass das sicher gestellt ist und geht...

gehe dann arbeiten... fühle mich dort herrlich normal...


Ich sollte mich nicht so sehr mit dem Trauma beschäftigen, oder meiner Situation....


Am besten ist wohl tatsächlich die sich verkriechen Lösung... Also Decke über den Kopf, arbeiten gehen, Decke über den Kopf...

Das einzige was ich in den Griff kriegen muss, ist das Schlafen, die Selbstverorgung, die Selbstpflege....


Tja und der Kreislauf beginnt von vorn... genau das versuche ich ja nun schon wirklich lange...


SH

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 3:42 pm

SH und die Anträge, eine Neverending Story



Ich weiß wirklich nicht wie das passiert ist. Wirklich, wirklich nicht!!!!

Vorgeschichte:

Also, Job ist wichtig, aber es dahin zu schaffen ist massiv gestört. Vor Ort funktioniere ich gut.

Wenn ich mir anschaue was daheim alles NICHT klappt, bin ich "behindert"

Mein Job ist ein Sicherheitsfaktor, den ich erhalten möchte.

Ein Schwerbhindertenstatus stufe ich als hilfreich ein. Mehr Urlaub, mehr Kündigungsschutz...


Also, wieder mal sich mit dem Antrag beschäftigt.


In der Hohe Mark, war es so, dass Mitpatienten mich darauf gebracht hatten. "Musst du unbedingt machen" die Sozialarbeiterin vor Ort, war irgendwie gelangwielt, genervt... wie auch immer... so wirklich unterstützt fühlte ich mich nicht... aber damals wollte ich ja auch noch nicht so wirklich...

Vielleicht habe ich das übetragen? Vielleicht war sie aber auch der Meinung ich muss endlich, endlich weg aus der Klinik...


Nun, Antrag bekommen.... aber der ist weg... keine Ahnung wann ich den hier daheim habe verschwinden lassen... bin mir nicht mal sicher ob ich ihn mitgebracht hatte damals...


Ok... dann hatte ich ihn, letztes Jahr(?) ausgedruckt... der ist auch weg...


Nach dem zusammentreffen mit dem Chef (ich bin zu oft krank, soll das in den Griff kriegen) Immerhin war ich in den letzten Drei Jahren durch die zei Klinikaufenthalte eben wirklich viel zu lange krank.... und dieses Jahr eben auch öfter krank. Meine HWS und dann der Coronaverdacht... und dann eben das letzte Mal.... :(


Tja... wieder an den Antrag gedacht...


Erkannt, dass ich das nun drei Jahre lang nicht hinbekommen habe... mit der Thera besprochen, was ich bei ihr brauche und gesagt dass ich die Bera wieder ins Bott holen will (immerhin war ich da das letzte Mal noch VOR Corona) damit ich ihn mit ihr mache. Damit er eben wirklich gemacht und abgeschickt wird...


Als ich dann endlich bei ihr war... erklärt was ich möchte... gesagt dass ich es seit drei Jahren nicht geschafft habe ihn auszufüllen... dass ich mir wünsche es gemeinsam mit ihr zu machen... dass ich Umschlag und Marke mitbringe und er mit deren Post raus geht... damit es nicht wieder nichts wird, weil ich ihn verschwinden lasse, oder so...



Joa... Termin gesucht, mit Zeit dafür...



hatte es geschafft mir den Antrag ausdrucken zu lassen... habe ihn sogar angeschaut (ich glaube die vorherigen hatte ich nicht mal angeschaut... zumindest war ich überrascht wie wenig man da ausfüllen muss, er war mir total unbekannt...

Nun, ich dachte darüber nach es doch lieber allein zu machen. Weil das einfach aussieht...

Bin also zur Bera gefahren und überlegte noch beim eintreten, zu sagen, es lieber allein machen zu wollen... aber evtl. zu klären, ob ich mich wieder selbst verarsche... und es wieder nichts wird...


Nun, ab jetzt weiß ich nicht was ich falsch gemacht habe... keine, wirklich keine Ahnung...


Es ging direkt um Corona... um Schwieirgkeiten in der Gesellschaft... um Gott und die Welt...


Zwischendurch überlegte ich, zu sagen dass ich wegen dem Antrag da bin... ihn aber alleine ausfüllen möchte...

Interessanter Weise geht bei der Bera nach gewisser (laaaaanger) Zeit dann Zeug, das mir in der Therapie nicht gelingt... ich konnte ihr zum Beispiel (wie auch immer wir auf das Thema gekommen sind (????) ein paar meiner konkreten Probleme im Alltag schildern.
Sehr peinliche Dinge! Sehr konkret schildern.... Konnte auch was zum Missbrauch sagen....

(wie gern hätte ich mal eine XXXXXL Megastunde bei meiner Thera)


Letztendlich ging es der Bera dann schlecht (sie ist krank) es war auch sehr spät schon.... und wir kamen quasi zum Schluss... dann, also kurz vorm Ende... fragte sie was eigentlich mit dem Antrag sei...

Ich sagte dass ich ihn dabei habe, aber noch keine Arztberichte, dass ich lieber diese und die Klinik von der Schwiegepflicht entbinden möchte UND dass ich es nun doch eher alleine versuchen möchte, weil der Antrag nicht sehr aufwändig auszufüllen ist...

Sie fragte dann nur, ob ich wüsste ob ich deswegen meinen Job verlieren könnte.... sie war selber mal Krankenschwester... nun, sie sagte dass sie sich nicht ganz sicher ist, aber dass sie sich erinnern kann... dass man seine Zulassung (oder sagte sie Examen?) verlieren könne bei bestimmten Behinderungen.....

nun, ich sagte dass ich ja kein Examen habe...


Naja... letztendlich meinte sie ich könne mich wieder melden, sollte es in Richtung Wiederspruch gehen.... Ich hatte gesgat mir nutzen nur "echte" 50% etwas....


Also vorerst kein Kontakt mehr zu Bera(?)


Nunja, es ist Corona... und für nette Gespräche über Gott und die Welt ist Beratung ja eigentlich auch nicht gedacht...


Tat aber weh... kurz... DIeses Jahr gabs kein Sommerfest... es wird keine Weihnahctsfeier geben... bei beiden terminen nun gabs keine Umarmung am Schluss..... alles Dinge die ichso sehr genossen hatte früher

Dinge die jetzt verständlicher Weise anders sind... ich kritisiere das nicht(!) aber naja... war eben schöner vorher...



Hatte sie vorgewarnt bei ersten termin... dass ich Aureden finden werde... den Antrag nicht auszufüllen... dass ich ANträge nicht mag...

Sie sagte sie hasst Anträge, aber wir würden uns da gemeinsam durcharbeiten...




Tja, was war das nun?


Ausgefüllt ist im übrigen noch immer nichts.

Ich bin echt scheiße in sowas...



SH

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 3:18 pm

Und da bin ich wieder an dem Punkt... an dem ich feststecke... immer und immer wieder...


Joa, Musikthera gäbe es über den Fond... aber hier nicht... du weißt wo ich wohne, hattest mal nach Theras geschaut... weißt du noch?

Hier "einfach" weggehen ist aber auch nicht drin. Meinen festen Job im öffentlichen Dienst aufgeben? Probezeit irgendwoanders überstehen? Eher nicht... denn ich müsste schon sehr weit weg, wie du weißt...

realistisch betrachtet schaffe ich es allein nicht. zur zeit schaffe ich es nicht irgendeinen Antrag auszufüllen (das scheint toxisch zu sein... denn auch bei der Bera ging nichts... warum auch immer... dazu schreibe ich nochmal was vielleicht hat ja jemand eine Idee dazu)

Eine Bewerbung packe ich nicht... Zeit für Probearbeiten habe ich auch nicht... ich müsste so gigantisch weit weg... einen Umzug organisieren... und Probezeit schaffen, OHNE krank sein... defintiv erst mal mindestens 2 jahre durchhalten.. vorher gehört man nicht dazu und ist im Krankehtisfall im Team geschützt, wenn überhaupt je...


Meine thera ist gut... was schlecht an ihr ist, ist dass sie Klinikverwöhnt ist. Sie war ja ewig und drei Tage Oberärztin dort... und Klinik ist eben sooooo extrem anders, als normaes Leben... Dort macht man schneller Fortschritte, traut sich mehr... da ist man so weg von allem...


Vieles was in einer Klinik geht, geht hier nicht so ohen weiteres...


Sie hat wenig Zeit... aber wir haben auch nur noch 30 Stunden... dann stünde nur noch Regelversorgung im Raum... macht sie...wäre einmal im Monat... ein zusätzliches Mal könnte ich selber zahlen... aber sie geht eben auch in Rente...

Ich wünschte so ich könnte einfach direkt einsteigen, bei jeder Stunde... wünschte ich hätte Doppelstunden.... wünschte wünschte, wünschte...


Nüchtern betrachtet habe ich meine Chancen immer verpasst...


Hätte damals bei Dr. K viel mehr machen sollen... damals war ich jung... krank sein kaum ein Problem, die Anbindung gut...

Hätte in 2017 direkt in "meine" Klinik gehen sollen... bin aus ANgst nicht hin... ich Idiot(!!!) die Thera meinte auch... sie hätte mich gern stationär gehabt (damals war sie noch in der Klinik) und dann mit in die Ambulanz genommen...

Tja, Chance verpasst... ich musste ja unbedingt Angst haben wegen früher... und bin dann, weil das ja so sein musste in die tolle, spazialisierte Klinik/Station... weil die ja einen so guten Ruf hat... Beschissene Scheiß Entscheidung war das.... RÜCKWIRKEND BETRACHTET


Was einen großteil meiner Symptome betrifft bin ich keinen Schritt weiter gekommen. In anderen Teilen gibt es minimalste Fortschritte, oder aber zumindest keine Verschlechterung...



Hier gibt es keine passende Thera... zum Suchen habe ich keine Zeit und für zweimal die Woche Therapie habe ich auch keine Zeit, so schön es auch wäre... der eine feste Tag in der Woche ist schon kaum möglich...

Für irgendwelchen Krativkram habe ich erst recht keine Zeit... hatte damals kurz nach der hohe Mark tatsächlich überlegt es über den Fond laufen zu lassen... und zu fragen ob ich ambulant kommen dürfte... aber 130km einfache fahrt... dazu das ungeklärte Zerwürfnis mit dieser beschissenen klinik... und der noch immer nicht gestellte Fondantrag... (sind ja erst drei Jahre... seit ich das versuche)

unrealistisch...


hatte mich hier umgeschaut nach Ergo Therapie... weil ich es hier im Forum immer mal lese... ABER... ich bin offensichtlich zu blöd, oder das ehißt anders.... ganz unabhängig davon dass das auch alles mega weit weg ist... lese ich immer bloß Dinge die zu samtischen Erkrankungen passen, oder bestenfalls zu Menschen mit geistiger behinderung, oder so.... NIERGENDS stand irgendwas von PTBS und anrufen... fragen... sagen was ich habe und möchte... ????


Ich weiß gar nicht was ich möchte.... und hier im Forum steht auch imer bloß so wenig konkretes...



Und Zeit habe ich eben auch nicht... und wer soll das bezahlen....


Ein beschissenes Hamsterrad in dem ich da sitze...



In einer perfekten Welt gehe ich in MEINE Klinik...aber mit der Musiktherapie von der Hohe Mark und nehme MEINE ambulante Thera mit. Habe tätglich Therapie bei ihr und überhaupt... Das wird an der Arbeit akzeptiert, keine schrägen Blicke, wegen "schon wieder Klinik" keine unterschwelligen Vorwürfe... kein hinterher die Dienstpläne einsehen und mir selber Vorwürfe machen, weil meine 30 Stunden die Woche ja irgendjemand machen muss... es gibt eine Krankheitsvertretung... jemand der super passt, aber wieder geht wenn ich komme und finanziert wird das direkt von der KK, damit mein Chef keine Andeutungen bezüglich der ersten sechs Wochen macht...


Im perfekte Welten erstellen bin ich super ;)



Nun ist meine Thera aber ambulant tätig... die Klinik verändert sich auch (ihr Konzept war zwischenzeitlich zerstückelt und ohne ihren Namen online... wird also wahrscheinlich bald ganz anders sein, einfremdes, neues, kostendeckenderes Konzeptwird entstehen...) und überhaupt wird Corona schon dafür sorgen dass demnächste gefälligst kostendeckender Traumatherapie gemacht wird... wenn überhaupt noch...



Ich weiß nicht wie ich es schaffen kann... egal was...


Aber entweder ich kriege es endlich mal hin... oder ich verliere alles... werde zum Sozialfall und habe dann zeit für Therapien... die es hier aber eben immer noch nicht geben wird...


und ich drehe mich von vorn...


SH

Re: Genau jetzt

von Gast_Wolke » Sa Okt 24, 2020 12:35 pm

hi

mmh... vielleicht geht es dann echt über viel Zeit und vertrauen..oder eben was du sicher ablehnen wirst darüber Konfrontation mit den Erinnerungen zu machen die du mit dem Schweigen, dem schweigegebot verbindest. wenn das etwas aufgelöst ist wäre es vielleicht leichter.vielleicht ist aber ja auch alles damit verbunden...

da die thera ja so wenig und unregelmäßig Zeit hat ist es eben gerade echt mist. denkst du ab und an darüber nach sie zu wechseln? auch wenn sie sehr gut ist...?

mmh ich glaube nicht dass es so klar zu trennen ist mit alt und neu. wenn sie bei ihr aufploppen und es nicht geht bei ihr wirst du mit einem Bein im früher sein. sonst ginge es ja...

und du sh weisst das!!! meine thera würde jetzt sagen: wissen das denn alle? das lass ich mal so stehen 8)

sei doch nicht so negativ. es gäbe ja theras wo du 2mal die Woche hin kannst. und es gäbe Musik thera über den Fonds...
und ja ich weiss keine Zeit etc. die Frage der Priorität...

schönen Tag dir
wolke

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 9:26 am

Gast_Wolke hat geschrieben:
Di Okt 20, 2020 11:37 am
ich denke schon das reden wichtig ist.
1. wird es dadurch eine Geschichte. bekommt Kohärenz. zumindest etwas wenn es noch nicht verarbeitet ist...
2 wenn man nicht drüber reden kann heisst das ja gefühlt es ist gefährlich..man ist im früher.
wenn man redet kapiert man man ist sicher.. es ist vorbei.
und man bekommt eben Trost...

aber ja speechless Terror gibt es wohl echt.
vielleicht hilft erstmal schreiben und malen was du sh ja auch schon machst teilweise.
Interesant ;)

Zu erstens: Ich habe ja meine "Geschichte" aufgeschrieben. Sogar zeitlich passend. Irgendwann (zur Zeit kann ich es nicht lesen) könnte ich mal die Kleinigkeiten ergänzen, die fehlen. Es gibt ja Erinnerungen die immer mal dazu kommen, oder erst später als "missbräuchlich", oder "gwaltsam", als "falsch" eingeordnet werden.
Und eben die (vielen?) schönen Dinge. Es gab ja sehr, sehr viel Normalität. Alltag, aber auch Freizeit. Dinge die gut liefen. Ferien. Auch Momente mit meinem Vater die positv waren.

Also vielleicht, könnte es helfen, die vollständige Geschichte zu schreiben(?)

Ich stecke was das betrifft nicht im Nebel, oder suche nach verlorenen Erinnerungen. Klar manches huscht doch mal in den Nebel. Aber die Erinnerung an sich nicht. Verstehst du?
Meine Einordnung, meine Art zu reagieren.... kleine Details... die sind manchmal verschüttet, oder auch "abgespalten" (im Sinne von: werden anders erinnert)

Es gibt aber eben durchaus Koherenz. Es ist (m)eine Geschichte.


Zum zweiten:

Genau das sagt meine Thera... sie will immer wieder daran arbeiten dass ich sie als sicher erkenne... oder eben daran, dass ich mich sicherer empfinde.

Immer und immer und immer wieder.... :roll:

Ich weiß aber dass sie mir nichts tut. Die aufploppenden Angstgefühle sind, wenn überhaupt, dann alte.

Immer und immer wieder...


Ich weiß aber dass sie sicher ist und ich will reden!
Dieses sich im Kreis drehen finde ich als überaus frustrierend.



Malen kann ich nicht und will ich auch nicht.

Der ganze Kreativkram funktioniert nur als Ablenkung, oder um Frustrationstoleranz zu trainieren, oder Erfolgserlebnisse zu haben...
Das was eben "Körbchenflechten" in der stationären Therapie so bewirken soll ;)

Ich drücke mich nicht kreativ aus. Höchstens früher mal in Form von Gedichten. Gott, ist das schon lange her. Hier standen ja auch mal welche... wie ein anderes Leben....

Malen nach Zahlen könnte mich ablenken... frei herumkritzeln würde ich nicht machen. Erst recht nicht wenn jemand dabei ist, oder ich es zeigen soll.



Manchmal denke ich... dass es vielleicht ginge. In einem sehr intesiven eins zu eins Kontakt... aber eben auch (wieder mal :roll: ) nur nach sehr, sehr , SEHR langer Zeit.


Die Einzelmusiktherapie in der Hohe Mark... da ging einiges... aber eben auch zu wenig.



Denke schon das das gehen könnte... vielleicht... aber eben nicht in dieser Welt :(
Dazu bin ich zu langsam und zu schüchtern, zu schnell beschämt...



SH

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Okt 24, 2020 9:02 am

Laraaa hat geschrieben:
Mo Okt 19, 2020 11:34 pm
Hi SH,

wenn du eine Antwort darauf findest, ob man reden muss um zu verarbeiten, dann lass es mich bitte wissen ;)

Stehe auch immer (noch) an dem Punkt. Riesiges Bedürfnis es zu erzählen, vielleicht zu flüstern, vielleicht sogar zu brüllen? Bedürfnis, dass es jemand hört, jemand sieht, jemand da ist.. hatte es zig mal vor Gericht erzählt, das ist einfach scheisse, weißt du ja selbst. Man erzählt alles, aber es kommt (gefühlt) nicht an. Es wird nicht wahrgenommen, also nicht verständnisvoll, nicht wohlwollend, nicht mit dem Fokus auf das kleine Kind von damals. Sondern nur mit Fokus auf Wiedersprüche, auf eklige Details.

Vor Gericht ging das reden, völlig problemlos. Aber wenn jemand wirklich wohlwollend, fürsorglich, aufmerksam, liebevoll, präsent da ist, dann geht nix bis wenig. Blöd nicht wahr.

Laraaa

Sofort lasse ich dich das wissen :)


Bei mir ging es ja nicht vor Gericht. Aber das reden (müssen) bei der Kripo und dann bei der Gutachterin war schrecklich. Das erste Mal sagen was gewesen ist. In allen Details. Details die damals zu schlimm waren (klar, sonst wäre ich nicht traumatisiert) und auch heute noch zu viel sind. Selbst JETZT, also erwachsen, erfahrener, klarer, mit ewig Therapieerfahrung...

Das war ja kein hilfreiches Reden, es ging nie darum dass das hilft. Innerhalb eines Strafverfahrens ist man im Grunde kaum mehr als ein BeweisSTÜCK. "Opferzeuge" klingt da schon sehr nett.

Ich kam mir grundsätzlcih wie ein "STÜCK" vor dabei. Auch heute aus der Retrospektive betrachtet.

Weißt du Laraa, ich denke dass das Reden in dem Zusammenhang es eher kaputter macht/gemacht hat. Bei dir, meine ich. Zwar auch bei mir, aber da war es eben nicht so oft.

Du hast erzählt und ich glaube das ist ein ganz dirngendes Bedürfnis von einem als damaliges Kind. Reden, sagen was ist... um gerettet zu werden.
Genau darum geht es aber eben NICHT vor Gericht :(

Im Grunde wurdest du/dein früheres ich ignoriert, vielleicht sogar in negativen Gedanken bestätigt :(

Schlecht sein, schuldig sein, sich nicht (ausreichend) gewehrt haben, es verdient haben, oder gar zu lügen....


Elende Scheiße! So sollte das nicht sein.


Ich wollte mal Anwältin werden. Ab meinem zwälften Lebensjahr. Hatte Rechtkunde an der Schule belegt und erkannt dass ich bessere leistung bringen muss, um Abitur zu machen etc.

Nun, dieser Wunsch erledigte sich, als ich erkannte dass Recht, oft das gegenteil von Gerechtigkeit ist.


Irgendwie war ich weiser in meiner Jugendzeit ;)



Mhm, du konntest also relativ "leicht" reden in den Situationen?
Das war bei mir vollkommen anders. Es war quälend. Wirklich quälend. Ich dachte bisher dass das daran lag dass ich ja nicht angezeigt hatte, das alles im Grunde gar nicht gewollt hatte.

Mittlerweile befürchte ich, dass mein "darüber reden können" grundsätzlich gestört ist(?)

SH

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