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Re: Genau jetzt

von Imagica » Mi Feb 19, 2020 8:33 pm

Hi SH,

ich versteh das schon mit dem Essen/Trinken und der Decke. Hilft mir auch alles, nur dumm wenn man eigentlich abnehmen will und sollte (weniger Gewicht wär eindeutig besser für meinen Rücken). Aber die Zusammensetzung Eis und Decke wirkte eben doch ziemlich lustig ;-)

Ja, es ist erschreckend wie Außenstehende so denken. Wäre schön wenn es so einfach wäre, Hilfe zu bekommen!

Ok, also schreiben mag sie nicht so gerne, aber reden kannst Du auch nicht so gut. Und wenn Du ihr was schreibst, und sie es ausdrücklich in der Stunde, in Deinem Beisein lesen soll? Dann könnte sie dann direkt Fragen dazu stellen oder etwas sagen.
Ooooder: Du schreibst es auf und übst es laut zu sagen. Zuhause, für Dich. Du liest es laut vor und stellst Dir vor, da wäre jetzt jemand der Dir zuhören würde. Das ist garnicht so einfach! Ich hab das mal versucht und wirklich sehr damit gekämpft. Verstehen hätte mein Gestotter und Geschluchze wohl kaum jemand können, aber es fühlte sich trotzdem besser an, als ich es irgendwie ausgesprochen hatte. Danach wars ein klein wenig leichter, es gegenüber der Thera auszusprechen.

Cool, bei Dir gibts auch nen Drachen mittlerweile 8)

Für Deinen Fuß wäre Krankengymnastik sicher wirklich super um die Bänder zu festigen/stabiler zu machen. Wenn es denn noch nicht so weit fortgeschritten ist daß da nichts mehr zu machen ist. Bei mir ist das leider der Fall, laut Ärzten. Trotzdem hatte ich in den letzten Jahren etwas weniger Probleme damit. Also so ganz kann das dann auch nicht stimmen was die Ärzte da gesagt haben.

Also das ist ja auch geradezu ein geistiger Spagat, nach innen zu reden und zu erklären und zu beruhigen und das gleiche dann aber auch noch nach außen zu tun. Ich glaube nicht daß Du mental schwächelst, sondern ich glaube, daß das jedem sehr sehr große Probleme bereiten würde, das hinzukriegen! Mir gehts manchmal so wenn ich mit meiner Tochter rede und dann von innen gleichzeitig Fragen oder sogar eifersüchtige Gefühle kommen. Das ist auch unglaublich schwer und ich kriegs nicht wirklich hin, gleichzeitig in beide Richtungen zu reden.

Ich glaube schon, daß der Gedanke dahinter steckt daß sich um einen gekümmert wird, wenn man gestorben ist. Bei mir auch noch dazu: "Dann würde meine Mama vielleicht auch weinen und ich wüßte, daß sie mich doch lieb hat". Das war jetzt original von innen wiedergegeben. Sonderlich viel Gefühl hat Dir Deine Mutter ja wohl auch nie gezeigt, vielleicht ist es bei Dir also auch noch sowas?

Liebe Grüße,
Imagica

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Mi Feb 19, 2020 5:00 pm

Danke Laraa,

Immer wieder ist es beruhigend zu lesen dass es anderen ähnlich geht. Auch wenn es zugleich traurig ist :( Wünscht man ja niemandem.

Schreiben ist immer so eine Sache bei der Thera. So gern hat sie das nicht, glaube ich. Möchte lieber dass ich anrufe. Antwortet auch NIE schriftlich. Sie rief aber an, wenn ich etwas geschickt hatte.
Theras bekommen ja solche Dinge auch nicht bezahlt. Das macht es mir irgendwie schwer. Ja, ich schreibe, wenn es ganz dringend ist... aber was ist dringend?

Dazu kommt noch die Frage, übergehe ich mich dadurch nicht wieder? Oder ist es Vermeidung?
Wenn dieser vernachlässigte Champignon (das Bild werde ich nicht mehr los) reden wollen würde/könnte... nun, gerne! LOS!
Will/kann/darf aber wohl nicht (?) Ich merke manchmal wie ich da eine innere Grenze, die nicht wirklich meine ist, sehr, strapaziere. Kompliziert, das alles.


Oh, mir ist sehr wichtig, dass das nicht DISsiges ist... dissoziativ, ganz klar... aber bloß nicht DAS
Vielleicht wehre ich mich deshalb so sehr gegen manche Begriffe und Methoden?


Mhm, das mit dem sich selbst kümmern... also, sie hat sehr dabei geholfen den inneren sicheren Ort auszubauen. Der bestand zuvor einfach "nur" aus einer Art Beutel, in dem das kleine ich, sicher und warm herumgetragen wird...Mittlerweile ist es eine Art eigenes Land. Wie so eine Insel, mit Schloss, Bäumen... so richtig kenne ich noch nicht mal alles. Und eben auch ein Drache, eine Eule, der Panther/Puma und eine weise alte Fee....

Es gibt also durchaus Helfer...
Die Thera betont aber regelmäßig dass ich wichtig bin. Also meine Zuneigung, Interesse... mein, mich um mich selbst kümmern, statt abzulehnen und weg zu packen...



Vielleicht bräuchte ich mal eine Doppelstunde, oder sowas... mir reicht die Zeit meist nicht. Wir räumen zwar noch auf und ich gehe nicht labil heim, aber so wirklich vorwärts komme ich nicht.
Wäre schön, nach dem in Sicherheit bringen... einen neuen Anlauf zu starten, oder so...



Irgendwie erschreckend wie uninformierte Außenstehende so denken, oder? Diese Überzeugung, man würde sich wehren, nicht mehr hingehen, oder dass es doch grundsätzlich jemand merkt. Dass es Hilfen gibt... Nun, ja, theoretisch stimmt das teilweise, aber irgendwie eben auch nicht. :(

SH

Re: Genau jetzt

von Laraaa » Mi Feb 19, 2020 1:40 pm

Hallo SH,

musste schmunzeln bei deinem Text.. nicht weil es lustig ist, aber irgendwie wirkst du da mit dem Umgang mit der Kleinen so... unbeholfen? Obwohl du ja bestimmt im beruflichen Kontext und bei anderen dich so toll kümmern kannst. Das scheint ja eigentlich eine Stärke von dir zu sein? Warum darf denn die Kleine daran nicht teilhaben, nicht auch davon profitieren? Oder zumindest nicht so richtig, nicht so wie andere?

Ja, dass du den Zirkus nicht im Alltag haben magst, kann ich schon verstehen.. aber überleg mal bitte, welchen "Zirkus" du stattdessen hast? Diese ganzen (alten? - weiß nicht was davon aktuell ist) Themen wie Duschen, Essen, Schlafen, Kochen.. das sind ja letztlich Symptome davon, dass die echten Gefühle nicht da sein dürfen. Also wäre es nicht irgendwie lohnend, diese Symptome gegen ein bisschen mehr Fürsorge und Zeit für die Kleine einzutauschen?

Und was anderes: Musst du dich denn wirklich immer selbst um die Kleine kümmern? Ich "lerne" es in der Therapie so, dass dich häufig andere Helferwesen um die verletzten Anteile kümmern. Meine Thera sagt immer wieder, ich muss das nicht alles alleine machen...es reicht zb einer guten "Oma" im inneren die Erlaubnis zu geben, dass es sich um die Kleinen kümmert. Also dafür muss halt schon die Bereitschaft von mir da sein, dass sich gekümmert werden darf. Aber ich muss nicht ständig selbst in Kontakt damit sein. Würde es das vielleicht einfacher machen?

Ich finde es übrigens nicht verrückt, dass da etwas in Resonanz geht.. ich selbst habe sicherlich keine DIS oder ähnliches, und bei mir geht da inzwischen (nach Jahren Therapie) auch was in Resonanz.. neulich konnte die kleine sogar tatsächlich etwas in "ich-form" sagen. Meine Thera spricht die kleineren Anteile manchmal auch direkt an. Für gewöhnlich nicht, aber bei ganz wichtigen Sätzen kommt das vor. Und (ja gut, ein bisschen verrückt ist es :wink:), das kommt an. Das trifft ganz anders, als wenn die Thera das zu mir als Erwachsenen sagt. Da kommt das Gefühl von innen antworten zu wollen. Also eher widersprechen zu wollen, sagen dass man eben doch Schuld hat zum Beispiel.

Also nur Mut! Lass dich darauf ein, so weit es eben geht. Ohne Stress, aber mit Offenheit.. Die Antworten und Lösungen liegen in dir selbst, davon bin ich inzwischen überzeugt.. es braucht eben nur Unterstützung, es zuzulassen.

Das "wegbrechen" kenne ich mehr als gut.. Kann auch mit Freunden darüber sprechen. Über die Gefahren aufklären, sagen dass es eben nicht so einfach ist.. aber in der Thera geht dann teilweise wieder gar nix.. aber ich glaube das ist halt etwas völlig anderes, ob man "neutral/allgemein" redet, oder das Trauma-Material angeht. Das ist wahrscheinlich sogar der Witz an einem Trauma.. ich fände es - wenn du dich traust - sehr sehr gut ihr alles aufzuschreiben. Habe damit ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Du musst halt auf deine Grenzen achten, kannst es ja stückchenweise machen. Vielleicht nicht alles auf einmal. Kannst ja auch bewusst Lücken lassen, dann an bestimmten Stellen einfach dazuschreiben, dass da noch was "fehlt", was eben noch nicht geht. Aber ich bin überzeugt, dass sie dich viel besser begleiten kann, wenn sie weiß was los war. Dass es heftig war. Was die üblen Punkte sind.

Kann gerade nicht auf mehr eingehen, finde aber dass du eigentlich alles wichtige selbst reflektierst.. kann so viele deiner Passagen nur unterstreichen und kenne es so so ähnlich. Also trau dich, es umzusetzen!

Lieben Gruß
Laraaa

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Mi Feb 19, 2020 12:38 pm

Danke Imagica,

ach dem Fuß geht's aufgrund von Überlastung schlecht. Faszie, Bänder... dauert...
Habe jetzt aber die Gunst der Stunde nutzen können und einen Termin beim Orthopäden, sogar voll zeitnah, nächste Woche ausmachen können. Sowas schiebe ich ja normalerweise vor mir her... Schmerzen habe ich ja immer mal wieder...
Und ich möchte zur Krankengymnastik und mein Fuß bekommt vielleicht EInlagen. Da bin ich aber noch zurück haltend. Denn ich trage doch Barfusschue und dadurch ist beim Fuß einiges besser geworden... mal sehen...


Ich bin hin und her gerissen. Immer wieder. Es fällt mir unendlich schwer mich konsequent auf dieses Innere Kind Zeugs einzulassen. Daheim geht es immer mal... aber bei der Thera ist das extrem schwierig....
Dazu dieses "hören" daheim ist es fast normal und ja auch nicht immer... an der Arbeit gar nicht, wenn ich das richtig erinnere... und auch sonst eher nicht… oder selten... ach keine Ahnung.
Bei meinem Opa hats mich eiskalt erwischt.
Vielleicht schreibe ich mal, was es konkret war... mal sehen.

Nun, ich neige dazu mich mit Essen zu beruhigen, ruhig zu stellen... aber eben auch mich zu belohnen und zu genießen. Und mit Decken... Rückzug, Ruhe...
Da kommt regelmäßig ein interessantes Durcheinander raus.
Eis habe ich heute nicht gekauft. Aber Chips und Cola und eine TK-Pizza (meine LIEBLINGSPIZZA) für morgen. Da kann ich endlich "Systemsprenger" anschauen. Der lief hier in der Gegend niergendwo damals :(


Bin ja, obwohl ich nur Montag und Dienstag wollte, bis Freitag krank geschrieben worden. Heute und morgen gehe ich auch nicht zu Oma/Opa, brauche Zeit für mich, Ruhe und Zeit für mich und RUHE ;)
Am Wochenende versuche ich dann mit Bandage zu arbeiten.

Bei der Thera habe ich heute nichts über die "Unruhe" auf dem Friedhof mit Opa erzählt. Aber von den beiden und mir und dem geplanten Urlaub... sie fragte ob Oma es weiß, also vom MB. Regte an es zu sagen.... ja, mal sehen...

Dann die Frage was ich eigentlich hätte besprechen wollen. Oh man, sie hat verstanden dass ich mich ablenken lasse... hatte ihr das ja auch geschrieben. Dass ich reden will, aber das so schwer ist, dass ich lieber über egal was anderes rede... Nun... dann ging es los. Ich breche sehr schnell weg, wenn es zu den alten Sachen geht. Nicht immer, also mit einer Freundin kann ich sehr oberflächlich über MB reden. Also nicht was mir konkret passiert ist, sondern eher der Umgang damit und über Ursachen reden, und Strategien damals... sie denkt, das man das ja merkt, als Mutter... denkt dass Kinder sowas ja nicht freiwillig mit machen... denkt man ginge ja zu jemand der missbraucht nicht mehr hin als Kind... man würde es merken... :( Nun, da habe ich sie unsanft auf den Boden der Tatsachen geholt.
Es ist die Freundin, mit dem kleinen Mädchen... das das ich jedes Mal "retten" will... obwohl ich da nichts vermute... ich sehe wohl eher mich in dem Kind :(

Nun, also ich kann das duchaus… und ich kann Worte sagen, Geschlechtsteile benennen usw. Es ist nicht so als könnte ich das nicht...

Bei der Thera aber knickte ich weg... und es war Übelkeit und Kälte und verkrampft sein und das Gefühl zu ersticken, bzw. die Angst davor zu ersticken...
Tja, die Thera war weit weg, nicht wirklich, aber ich hörte sie nur dumpf... dissoziiert, aber doch noch da. Ich bin ja selten komplett weg (zum Glück)

Sie ist so vorsichtig und sanft...

Aber ich bin frustriert...

Zu dem Frust kamen ein paar deutliche Worte. Nicht böse, oder so... nur deutlich...

"Jeder Champignon wird besser behandelt, als ihr Kind" Das saß.... hatte direkt, das wohl passende Bild im Kopf. Pilze in einem dunklen Keller, nur die nötigste Zuwendung...

Sie meint ich mag das Kind nicht... das stimmt aber nur teilweise, finde ich. Ich lehne es oft ab... es soll, ruhig und still im Nest sein. Mich nicht stören im Alltag... ja das stimmt...

Es sei gut es, sicher zu verpacken. Also mit Decke ins Nest, den Drachen, die Eule und das alles drumherum. Aber ich könnte ihm ja auch zwischendurch mal was liebes zusätzlich geben, ins Nest. (Was?????) und animieren, sich mehr zu zeigen... da sein, unterstützen...Zuneigung und schönes, Mut machen und zeigen...

Tja, schön und gut... ich will aber diesen inneren Zirkus tatsächlich NICHT in meinem Alltag haben (!)

Und ebenso Tja, mir geht es in der Therapie zu langsam. Nur geht es eben nicht schneller... Tolle Wurst, ich bin begeistert.


Nun, jetzt überlege ich, wie es gehen kann... und es gab durchaus (verrückte) Momente schon bei der Thera und auch danach in dem Laden (ich parke auf einem Kundenparkplatz, kaufe also hinterher immer noch etwas) und auch jetzt hier daheim. Verrücktes...

Ihr höre was sie sagt, also die Thera... aber eben auch das kleine in mir... wie gesagt verrückt...

Wie nun also...???

Würde es gern einfach mal sagen, nüchtern. Mal eine konkrete Info an die Thera... die denkt mittlerweile bestimmt ich wurde sonst wie misshandelt, oder so...
Einfach mal die Fakten auf den Tisch und DANN schauen was das damals angerichtet hat und sich das kleine anschauen.
Blöd nur, dass ich wegbreche, sehr schnell... und mich kaum wehren kann dagegen. Wie auch daheim manchmal nicht. Wobei das besser geworden ist. Verglichen mit damals vor, während und nach der Hohe Mark (scheißmistdrecksklinik!!!!!!!) da bin ich ja einmal fats tatsächlich erstickt und habe eben lange gar nichts dem entgegen setzen können... Heute kann ich mich beruhigen nachts... dauert, geht aber... ich kann mich auch relativ zeitnah wieder bewusst bewegen... also es ist besser geworden... viel besser...

Offensichtlich kann ICH aber das traumatische nicht ansprechen.

Ich mag es nicht, dass ich mich auf diese verrückten Formulierungen einlassen muss, um irgendwie verständlich mitzuteilen was da bei mir schief läuft. Frustrierend...

Also ICH, bin ICH und bleibe das auch. MIR ist das passiert und ich weiß auch, denke ich, nahezu alles....

Was sich da, evtl. abgespalten hat (???) ist ein Gefühl... also nix eigenes (!) sondern eben ich in jung, sozusagen....

Ja und ich in jung, rede offensichtlich kein Wort.... bin (laut Thera) total schüchtern und verängstigt.....


Habe nichts machen können... nichts gesagt... und auch ihr Angebote es mit der Hand zu sagen/zeigen, ging nicht...

Also, lieb verpacken und ins Nest, mit Drachen und Eule.


Als ich dann wieder mit ohne Ohnmachtsgefühl und durchaus redegewandt da war (ohne je weg zu sein) …. egal... nun also, ich verstehe durchaus dass es schwierig ist sowas zu sagen... ich verstehe durchaus, dass ICH (mich?) da mehr unterstützen muss. Die Hand reichen, Sicherheit geben...

Tja und da, in dem Moment, als sie sagte was es vielleicht braucht... auch Sätze wie "er ist nicht hier den Kind sagen, versichern, dass selbst wenn er käme, direkt der Notruf gewählt werden würde" sowas eben... nun, da war es umgekehrt... nicht die Therastimme war weit weg... sondern eher Resonanz im Innen...


Oh ich mag das nicht... wirklich nicht...


Das war ähnlich wie auf dem Friedhof mit Opa...


Ich hasse Verrücktheiten....

Was ich aber noch weniger mag, ist andere im Dunklen herumirren zu lassen. Das ist gemein, finde ich.
Nun, also, bevor sich da jemand falsche Gedanken macht.

Mit Opa auf dem Friedhof:

Zwar krank geschrieben, wegen Fuß, den ich aber definitiv bewegen soll (!) nun also ich war bei den beiden. Opa geht's Zwischen spätem Vormittag und frühem Nachmittag oft recht gut. Da ist er klar und auch fitter...

Er wollte spazieren gehen. Also raus... zum Friedhof, direkt um die Ecke.
Das ist nicht ungewöhnlich. Als ich noch klein war, sind wir oft zum Friedhof. Verwandte, die ich nie kennen gelernt habe besuchen. Frische Gräber besuchen... oder auch einfach nur, die Abkürzung über den Friedhof nehmen, um zur anderen Seite zu kommen...

Ich war schon EWIG nicht mehr mit Opa spazieren. EWIG... und auf dem Friedhof noch länger nicht...

Ein fremder Weg hin, den gab es früher nicht. Quasi durch die Hecke... da hatte ich mich als Kind mal versteckt, weil ich sehen wollte was dort passiert. Durfte nicht mit zu Beerdigungen, erst später dann ans Grab. War neugierig... und da hatte ich mich ij der Hecke versteckt.
Nun, da kann man jetzt offiziell durch. Mit Opa da hin... Gräber angeschaut... geredet über die Menschen...

Mir war klar, dass der obere Teil des Friedhofs nun anders ist. Ich fahre da ja immer mal vorbei und in den letzten Jahren sind die ganzen (uralt) Gräber verschwunden. Jetzt wird der untere Teil vom Friedhof genutzt.

Alles soweit gut.
Als wir auf den Hauptweg kamen, der den oberen und unteren Teil trennt wurde es laut. Das trifft es nicht, denn es gibt keine Lautstärke.
Ein wenig so wie bei der Thera war es. Ich, mir fremd und irgendwie doppelt (ja ich weiß wie bescheuert das klingt)

Falsch sei das, so gehört das nicht... und die Frage wo die Kindergräber hin sind... warum die weg sind...

verstanden dass alte Gräber entsorgt werden... aber eben auch Unverständnis, in Form von Widerwillen... entsetzen irgendwie...

Tja, super, wenn man den dementen Opa, der dann auch begann mental zu schwächeln (in der Zeit verrutscht ist) und körperlich auch rapide nachließ... nun, ihn führen, aufpassen und auch ZUHÖREN... gleichzeitig zu dem inneren Dialog (?)

Offensichtlich schwächele ich mental auch :(


Rückwirken betrachtet war der Einblick interessant... wie ich damals gedacht habe. Konnte mich zwar erinnern dass die Kindergräber mich immer fasziniert haben, besonders das weiße, mit dem Engel. Aber die Gedanken die heute dazu kamen (die aber alte sind?) waren interessant und sie passen zum Thema :(

Nun, ich dachte/denke ja dass ich damals fast gestorben bin. Mittlerweile denke ich auch dass er das bewusst ausgenutzt hat. Mir die Luft nehmen, oder auch nur damit zu drohen, machte mich sehr gefügig :(
Nun, diese Gräber damals... ich verstand nicht, warum sie so schön sind... muss auch (mit Opa wahrscheinlich) darüber geredet haben... also dass man ein Grab schön macht...
Meine Gedanken dazu damals, oder heute. Keine Ahnung... auf jeden Fall war der Gedanke schlimm dass die Gräber jetzt, einfach so, weg sind. Wo denn nun die Kinder sind... und wer es schön macht für sie...



Erschreckend finde ich gerade dass ich wohl schon sehr früh (früher als gedacht) irgendwie vom Tod fasziniert war. Ich dachte bisher das sei erst so ab 9 gewesen... aber das jetzt spricht für viel früher...
Unter 6.

Der Gedanke (die Hoffnung?) dass man es tot dann schön hat und umkümmert wird vielleicht auch... (???)


Es gibt, soweit ich das gesehen habe keine neuen Kindergräber dort. Und letztendlich war ruhe, als ich sagte Kinder sterben heute seltener. Inneres Erstaunen... warum? Man kümmert sich jetzt besser, während sie leben... sie müssen nicht sterben...


Ich elender Lügner ;)



So, jetzt vierzehn Tage keine Thera :(

Mir ist das zu wenig... aber die Thera sagt, sie hat zu viele Patienten... also... es muss irgendwie reichen... und in Krisen habe ich ja schon Termine bekommen. Also reicht es tatsächlich :)


Frage mich, ob ich es vielleicht doch schreibe. Ihr schreibe, der Thera. Die reinen Fakten. Damit sie weiß worum es geht... und dann gemeinsam nach dem kleinen schauen?




SH

Re: Genau jetzt

von Imagica » Mo Feb 17, 2020 9:07 pm

Hi SH,

also wer sich die Kombination aus Eis und Wolldecke wünscht, muß schon ein bißchen verrückt sein ;-)

Aber ernsthaft: Nein, Du bist sicher nicht verrückt! Wenn Du es wärest, würdest Du Dir diese Frage nicht stellen. Aber den Gedanken hatte ich bei mir ja auch immer mal wieder. Kann ich also sehr gut verstehen!

Und ja, ich weiß auch wie nervig das ist, wenn man irgendwas bestimmtes besprechen und bearbeiten will, aber dauernd was anderes dazwischen kommt. So gehts mir praktisch IMMER! Ich glaub, in den 1,5 Jahren die ich jetzt dort bin, hab ich bisher ganze drei Mal wirklich das Thema besprochen oder bearbeitet, was wir eigentlich geplant hatten. Ansonsten ist einfach immer was dazwischen gekommen. Mittlerweile hab ichs aufgegeben an was bestimmtem arbeiten zu wollen, es klappt ja doch nie.

Was für ein Schloß solls denn sein? Gibt ja so viele unterschiedliche Arten. Mir fallen da gerade so typische Disneyprinzessinnenschlösser ein, oder Elsas Eisschloß, Hogwarts (oder ist das eine Burg?), oder beim Herr der Ringe gibts ja auch so einige, von den Zwergen, den Elben, den Menschen... oder vielleicht ein ganz spezielles SH-Schloß, was ganz anders ist als alle anderen?

Was hast Du denn mit Deinem Fuß gemacht? Auf jeden Fall, gute Besserung!

Liebe Grüße,
Imagica

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Mo Feb 17, 2020 7:45 pm

Danke Gastacht :)

Heute bin ich einfach nur genervt davon.
Wenn mir jedes mal irgend so ein Mist dazwischen grätscht, werde ich nie sagen, was ich sagen will.
Es geht nicht vorwärts und auch wenn die Thera jedes mal hervorhebt was für tolle Fortschritte wie machen und wieviel besser sie mich versteht und die Dynamik und die Zusammenhänge... empfinde ich das als - herumkrebsen -
seitwärts, rückwärts, im Kreis herum


Und jetzt habe ich dazu auch noch nenn Hinkehuf und die Aussicht auf Schmerz trotz Behandlung.
Und überhaupt -Frust-

weiß nicht mal richtig, ob ich krank geschrieben zur Thera darf. Generell und auch von ihr aus...
als ich kränkelnd mit nicht abgeklungenem Infekt auftauchte, hieß es ich hätte absagen sollen. Neuer Termin...

Ich will nicht absagen und ich will nicht ständig so lange warten müssen....

Und meine Ruhe will ich und Döner und Eis und Wolldecke und Ruhe... Chips auch und Cola und das alles serviert in meinem Schloss, auf einer Insel....


Frust...

Re: Genau jetzt

von Gastacht » Mo Feb 17, 2020 8:59 am

Mmh also ich würde es der thera sagen.
Denn das ist wichtig.
Ohne richtige Diagnose keine passende Therapie...zumindest bei den Störungen..
Und ich glaub das weisst du auch.
Du bist nicht verrückt das ist ne dissoziative Störung. Das ist was anderes.
Gastacht

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Mo Feb 17, 2020 12:18 am


Ich werde verrückt.

So... ja was? "laut" war es lange nicht. In der HM ja, aber das ist ewig her jetzt und da war's ja frisch und neu...
eigentlich ist es auch nicht "laut" eigentlich gar keine Lautstärke. Also was ist das...

Ich bin verrückt.

Ging nicht um MB. Also was war das?

Und wie sage ich das der Thera?
muss ich das überhaupt?

Ich will weiter machen... nicht in Verrücktheiten versinken.

Auch nicht in Oma/Opa Themen. Auch wenn... ja das eben auch schwer ist :(

Weiter machen...

Wenn man merkt dass etwas nicht stimmt, ist es nicht so schlimm (oder?) tiefgreifend verrückt sein merkt man selbst ja nicht (?)

Re: Genau jetzt

von Gastacht » So Feb 09, 2020 8:46 am

Hi sh
Das mit deiner Oma tut mir echt leid... mann. Sch... traurig.

Mein Gefühl ist... sag ihr das bitte. Sobald sie das mit der Diagnose etwas verdaut hat... sie würde es sicher wissen wollen so wie du sie beschreibst. Kannst ja sagen dass sie so ein wichtiger Mensch war und ist sie dich gerettet hat... das freut sie sicher. Kannst ja dann betonen dass es dir ok geht du stark bist auch durch sie.
.
Meine Oma die ich auch sehr lieb hatte die wichtig war wusste es. Keine Details aber sie wollte ja immer Versöhnung. Hab dann erklärt oft wieso das nicht geht... da war mir wichtig. Und sie hat es dann auch irgendwann kapiert. Ihre Eltern und zig Freunde fielen im Krieg an der holländischen Grenze. Hab gesagt wenn ein Kampf Pilot dafür verantwortlich wär und sie den kennen würde ob sie dem verzeihen könnte. Sie sagte nein. Und dann hab ich eben gesagt das der MB so viel Schmerz macht wie der Verlust ihrer Eltern..

Ich sende dir viel krqft und weiterhin gute Unterstützung durch die thera.
Gastacht

Re: Genau jetzt

von Imagica » Sa Feb 08, 2020 8:57 pm

Hi SH,

hmm.. was würde denn Deine Oma sagen, wenn sie entscheiden könnte, ob sie es hätte wissen wollen oder nicht? Ich seh das so: Ja, sie ist krank und es geht ihr nicht gut und wird ihr wohl auch noch viel schlechter gehen. Aber sie ist sehr wichtig für Dich und ich denke, Du bist ihr auch sehr wichtig. Wenn man weiß, daß man nicht mehr viel Zeit hat, möchte man doch gerne noch seine Dinge regeln. Sagen was gesagt werden sollte, erleben was man immer schon erleben wollte, sich entschuldigen wenn man sich irgendwo noch schuldig fühlt.. also ich würde all das tun wollen. Und ich würde auch wollen, daß Menschen die mir sehr wichtig sind, mir alles sagen was ihnen auf dem Herzen liegt. Auch wenn es nicht schön ist. Vielleicht projiziere ich jetzt zu viel meine eigenen Gedanken auf Deine Oma, aber ich könnte mir gut vorstellen, daß sie das genauso sieht. Ob das so ist oder nicht, kannst aber nur Du wissen (und natürlich sie selbst). Was sagt Dein Gefühl dazu? NUR Dein Gefühl.. nicht der Verstand der sagt, Du solltest sie jetzt nicht noch mehr belasten.

Würdest Du auch einem Tier das sich in einer Gefahrensituation totstellt, einen Vorwurf machen, daß es sich nicht gewehrt hat sondern sich tot gestellt hat? Vermutlich nicht. Weil es sein Instinkt ist. Aber wir Menschen sind nunmal auch Tiere und es ist auch unser Instinkt sich in manchen Situationen eben lieber nicht zu wehren.

Uff..dieser Satz.. mit den Schlägen.. ich habe den als Kind oft zu hören bekommen, grinsend gesagt, aber immer mit einem unterschwelligen drohenden Tonfall. Sobald ich das höre, oder auch nur lese, will ich mich automatisch ducken und versuchen so schnell wie möglich wegzukommen. Kannst Du natürlich nix für, konntest Du ja nicht wissen. Obwohl ich mich frage, tut Dir dieser Satz wirklich gut? Oder hat er nicht vielleicht auch auf Dich so eine Wirkung wie auf mich? Ich kann mir irgendwie kaum vorstellen, daß irgendein Mensch positiv auf diesen Satz reagiert. Liegt vielleicht aber auch an mir..

Liebe Grüße,
Imagica

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Sa Feb 08, 2020 5:41 pm

Danke für die Antworten.

Ja Gastacht, so würde ich es anderen sagen und VIELLEICHT(!) würde es ein Richter auch so sehen. Ich glaube nicht mehr wirklich ans Rechtssystem, zumindest nicht wenn man keine Beweise hat.... es würde in erster Linie, überhaupt nicht erst bis zu einem Richter kommen :(

Schlimm oder? Also dass man wieder so wehrlos wäre, nichts machen würde/könnte.

Wobei es im Fall des Falles ja vielleicht doch anders wäre? Vielleicht....


Imagica, ich finde es immer wieder schlimm zu lesen was in deiner Beziehung war und ist. Und ehrlich gesagt finde ich es gut, dass die Polizistin da so offen/ehrlich war.

Schlimm aber eben auch, dass eben nichts passiert. Dass sowas nicht reicht um sicher geschützt zu werden, oder doch zumindest um den Täter dingfest zu machen...

Ich hoffe und wünsche dir, dass du sehr schnell aus dieser Wohnsituation heraus kommst.


Hallo Bambus,

ja es war Thema bei der Thera. Ausschließlich Thema... aber mit sehr interessanten Aspekten und Wendungen. Die Thera meint, meine Oma sei offentsichtlich sehr wichtig für mich... sie habe nun ein (noch) klareres Bild von meiner Familie (oder so ähnlich)
Ob meine Oma "es" weiß...
Soll es ihr sagen... wäre wichtig... ihre Reaktion... vielleicht wichtiger als die meiner Mutter...

Mhm… nein... sie ist alt und krank jetzt. Schon immer krank und schon immer viele Schmerzen... trotzdem tolle Oma gewesen, verwöhnt und gesorgt... IMMER und jetzt soll ich sie damit belasten, nur damit ich eine gute Reaktion bekomme? Ich glaube nicht...
Aber es ist schon etwas dran an dem, was die Thera sagt...


Und zum Schluss meinte sie von sich aus, dass ich ja eigentlich ein anderes Thema hätte... das jetzt aber eben auch wichtig ist.
Also, sie bleibt mit mir dran... hat wohl gemerkt, dass ich es unbedingt sagen will, aber eben tatsächlich Hilfe dabei brauche...
Hatte es ja ziemlich deutlich geschrieben...


Meine Mutter macht den Hauptteil. Ich mache das was ich gut kann. Es ist schwer... aber ich halte mich, sehr, sher zurück und mache mir (deswegen) sehr, sehr, sehr viele Vorwürfe...

Freundin und Thera sind sich aber einig... und mein Kopf sagt ja auch "zurück halten" aber es ist schwer.

Sie wird weg sein. Das macht mir Angst und der Weg bis zum Weg sein auch... also nicht jetzt gerade, aber wenn es schlimmer wird...

Habe Menschen elendig sterben sehen.... elednigst…. an Krebs eben...






Aber zurück zum Wort. Dem Wort...

Es tat mir nicht gut das zu lesen. KEIN VORWURF! Nur eine Festtelleung.
Mir ging es nicht gut damit. War ein wenig ein Schlag.
Ins Gesicht? In den Nacken?

"Leichte Schläge auf den Hinterkopf, erhöhen das Denkvermögen"

Vielleicht ist da war dran... Vielleicht


Dr.K hatte das auch so genannt. Nicht in der Therapie, also nicht mir gegenüber meine ich. Habs gelesen in 2017, als ich zurfällig die Unterlagen bekamt.

Da hatte sie etwas dass ich geschildert hatte, eben so dokumentiert. Mit dem Wort.

Das traf ähnlich (hart)


"leichte Schläge...."


Dr. R ist deutlich direkter... also auf ihre Art... in manchen Dingen ist sie sanfter, bzw. weniger pragmatisch als Dr.K.


Was eigentlich egal ist... fühle mich wohl bei ihr... und fühlte mich wohl bei Dr.K die weg ist... Rente... alt...
Dr.R ist auch alt...

Irgendwie beunruhigt mich das.


Das war früher besser.... ich war jünger und die bei denen ich war auch... weniger Druck... weniger Angst... es war irgendwann ein ganz sicherer, gefestigter Gedanke... dass sie da sein würde.... immer...

Sie war dann zwar weg... und nochmal weg... aber ich habe sie gefunden. Wieder gefunden... aber nur weil sie noch Ärztin war... angestellt...

Kein Facebook, oder Instagram, oder sonst was...
Hätte ich die Handynummer nicht (darf ich haben, sie weiß es) wüsste ich nicht mal ob sie noch lebt...


Aber zurrück zum Wort...

Es macht etwas... vielleicht weil ich bin wie ich bin und denke wie ich denke und weil ich eben auch Vorurteile habe... voreingenommen bin... aber mehr bei mir als bei anderen... mir eben den Vorwurf mach mich nicht gewehrt zu haben...

Das Wort tat nicht gut.

Frage mich gerade ob es das muss... also, gut tun, meine ich(?)


Leichte Schläge....


Nach dem Schlag hier.. aso dem Wort... fehlte wieder Zeit.. aber mittlerweile nehme ich das gelassener hin. Es ist nichts passiert bisher... außer das eine Mal auf dem Dachboden, wo ich hinterher Schmerzen hatte... aber so generell passiert außer Chaos nichts...


Leichte Schläge....


SH

Re: Genau jetzt

von Imagica » Mi Feb 05, 2020 11:16 am

Liebe SH,

für das mit 18 gibts nicht nur ein Wort, sondern mehrere. Denn es ist ziemlich genau das gleiche was zwischen mir und meinem Mann war. Die Polizistin die mich verhört hat, sagte es hinterher ganz deutlich (Trigger, weil ich schreibe es jetzt aus!) : Das ist emotionaler Mißbrauch/Erpressung mit Vergewaltigung!

Und bei mir ist das noch nicht so lange her und ich bin jetzt 41. Deutlich älter als 18! Trotzdem war es noch immer möglich sowas mit mir zu machen. Weil ich es genau so gelernt habe, genauso wie Du auch!

Tut mir sehr Leid mit Deiner Oma! Ich persönlich würde von den Medikamenten abraten die Zeit bringen sollen. Die Menschen die ich kannte, die sie genommen haben, haben vielleicht länger gelebt, aber so wirklich gelebt kann man das nicht nennen. Zeit und Möglichkeit, den Rest ihres Lebens einigermaßen zu genießen hatten sie jedenfalls nicht, das haben die Medikamente komplett zerstört. Aber das ist meine persönliche Meinung, das muß natürlich jeder selbst entscheiden. Ich wünsche Euch auf jeden Fall, daß es trotzdem noch eine gute, lange Zeit geben wird!

Liebe Grüße und viel Kraft!
Imagica

Re: Genau jetzt

von Bambus 1 » Di Feb 04, 2020 1:04 pm

Hi SH,

das hört sich wirklich nach einer schlimmen Zeit an, ich weiß gar nicht so recht was ich schreiben soll... versuche trotzdem irgendwie, dass du auch auf dich selbst achtest, nicht nur schauen was du tun kannst für die anderen, sondern für dich selber Grenzen setzen und dir nicht zu viel zumuten. Und in deiner Therapie, klar wird das jetzt auch Thema sein, es ist ja wirklich eine ganz schwierige Situation, aber du kannst der Thera ja auch sagen, dass du weiter an dem damals arbeiten möchtest und nicht nur im Jetzt.... bitte lass dir selber Ruhepausen, opfer dich nicht auf für die anderen, hör auch darauf, wie es dir geht!!

Alles Gute und viel Kraft
Bambus

Re: Genau jetzt

von Gastacht » Di Feb 04, 2020 7:07 am

Hi sh

Nur kurz... du willst ein Wort?
Vergewaltigung widerstamfsunfähiger Personen da über 12 jahre bedroht, manipuliert, gef*lert...vorher.
Als ob du die Wahl hattest.

Was würdest du mir denn sagen?
Jeder Richter würde das genauso sehen der sich ansatzweise auskennt und das weiss ein Teil in dur auch. Als ob du emotional da erwachsen gewesen wärst. Eine Seite in dir war doch stehen geblieben...
Der andere streikt eben (noch) dagegen....
Gastacht
stünde mein Vater an schlechten Tagen vor mir, ich glaube ich würde es heute noch tun...tut er nicht zum Glück. Aber deiner stand eben... :twisted: und weisst du wieso? Er wusste es.

Re: Genau jetzt

von ~SteinHart~ » Di Feb 04, 2020 12:11 am

Ich bedauere immer mal wieder dass meine Geschichte hier nicht mehr steht.

Es zusammen zu fassen ist so schwer. Es fehlen Details und ich kann es nicht mehr strukturiert niederschreiben.

Ich will nicht durchdrehen und mich verlaufen.

Will verstanden werden... aber das ist bei dem Kauderwelsch unmöglich.



Eine von vielen. Nichts besonderes. Auch nicht besonders schlimm. Nur an manchen Stellen ein wenig tragisch.
Manches so typisch und anderes untypisch.

Hilfe gab es... aber keine Anerkennung.

Für manche/viele Punkte in meinem Leben hätte ich gern Anerkennung. Wie für Helfer, die Fehler machen, nicht dazu stehen und einen mit dem angerichteten Mist allein lassen.
Dass die Anzeige keine Lösung war.



Und irgendwie will ich gerade ein Wort. für das mit achtzehn. Irgendein Wort. Nein, eins das passt(!)


Und ich will das mit drei erzählen... weil es mit achtzehn eine Verbindung hat. Weil ich da jeweils keine Luft kriege.

Weil er mich mit Luftnehmen, vorenthalten erpresst (oder bedroht ein passenderes Wort?) hat. Weil ich, vor lauter Angst, oder automatisch, oder warum (?!?!?!?!) auch immer gemacht habe, still gehalten habe...

Mein Zuhause will ich wieder haben. Daheim ankommen und ich sein und sicher sein. Wissen was ich tue, meine Körperfunktionen im Gruff haben und überhaupt.


Ich war doch schon viel weiter, verdammt


SH

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