Ptbs Assistenzhunde

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Re: Ptbs Assistenzhunde

von Sayeda » Fr Sep 18, 2020 4:39 pm

Genau. Einem Welpen kann man einfach nicht alles zeigen.

Meine Hündin kam mit gut einem Jahr zu uns. In unserem ersten gemeinsamen Urlaub stellten wir fest, dass sie Kühe noch nicht kannte. Das merkt man ziemlich schnell. Nun ja, dann haben wir uns eben langsam an diese großen unbekannten Tiere langsam angenähert. Heute ignoriert sie Kühe.

Meine Hündin kannte und liebte zwar Wasser, aber sie schwamm vorher noch nie. Das haben wir eben gemeinsam ausprobiert und heute schwimmt sie gerne.

Ich finde solche Situationen immer wieder sehr schön. Also das gemeinsame Entdecken von neuen Dingen. Wichtig ist eben, der Hündin/ dem Hund genug Zeit zu lassen, sich diesen neuen Dingen anzunähern und auch das alles zu verarbeiten. Und manche Dinge, von denen ich glaubte sie sind kompliziert, sind ganz einfach. So läuft meine Hündin von Anfang an wunderbar neben dem Einkaufswagen her.

Auch wenn es immer wieder auch Rückschläge gibt, so ist es in der Summe wunderbar die Welt so nochmal neu entdecken zu dürfen. Irgendwo schrieb Lara64 mal, wie sie mit Yoda gemeinsam Blümchen entdeckt hat. Es sind so Kleinigkeiten, die es so wunderbar mit einem vierbeinigen Kumpel machen. Und so viel wie seit meine Hündin da ist, habe ich noch nie lachen müssen.

LG, sayeda

Re: Ptbs Assistenzhunde

von Leben? » Do Sep 17, 2020 10:02 am

Bin derzeit nicht so häufig online. Nahm schon ein paar Anläufe, um euch zu antworten.

Zunächst einmal, die Prägezeit von 16 Wochen liegt bereits hinter uns. Erwähnte hier im offenen Forum ganz bewusst kein Alter.

In dieser Zeit lernte er Aufzüge am Bahnhof, jedoch kein Zugfahren kennen. Busse kennt er von außen, fahren werden wir nicht damit. Hier denke ich genügt das für ihn auch. Corona lässt mich da bewusst zurück haltend sein, da wir eh nie Bus und Bahn fahren.

Tiere verschiedener Arten kennt er und reagiert gelassen darauf. Beobachtet ohne zu jagen.

Geschäfte und kleinere Fußgängerzonen kennt er auch. Nur nicht die große Stadt.

Baustellen und den damit verbundenen Lärm hat er prima gemeistert.

Unser Problem hing mit der Uberforderung zusammen. Wie bereits erwähnt verbesserte sich das jedoch merklich.

Einem Welpen alles zu zeigen ist ja auch gar nicht möglich. Er wird, genau wie wir Zweibeiner immer wieder in Situationen kommen, die er noch nicht kennt. Und da zählt das Vertrauen im Team.

Re: Ptbs Assistenzhunde

von EineVonUns50 » So Sep 13, 2020 7:30 pm

wir können uns Luna nur anschließen. Der kleine muss ja die Erfahrungen auch verarbeiten und wenn da zuviel neues passiert, kann das auch zu stark verunsichern und auch wieder stressen. Es kommt ja auch sehr auf den Hund drauf an, manche sind ängstlicher, andere draufgängerisch... Was Leben? erzählt, wirkt es ja eher tendenziell so als ob der Hund schon auch schnell gestresst ist und dann überdreht und in die Hyperaktivität geht, da ist weniger wirklich mehr... Vielleicht stürzt er sich total gern auf alles Neue und muss eher lernen, runterzukommen und den Kontakt mit Frauchen zu halten.. Wir hatten einen Border, der das erste Jahr im Tierheim im Ausland verbracht hat und die hat alles mitgemacht und sich auf alles eingelassen, da war Neues überhaupt kein problem, weil sie eine starke Bindung zu uns hatte und auch noch ein zweiter Hund da war, der ihr Sicherheit gegeben hat.

Wenn der Hund weniger, aber sehr gute Erfahrungen macht - vor allem auch, dass dann Sicherheit vermittelt werden kann und der Hund gut durch diese Situationen durchgeführt wird, dann stärkt das sein Selbstvertrauen und die Bindung und das ist eine sehr gute Basis für alles was dann noch kommt.

und was man dabei auch nicht vergessen darf: auch negative Erfahrungen brennen sich jetzt in dieser Lebensphase tief ein! also lieber bedacht vorgehen und nicht zuviel und immer Sicherheit bieten, Kontakt halten und auf Ruhe achten - finden wir am wichtigsten...

Re: Ptbs Assistenzhunde

von LunaSue » So Sep 13, 2020 6:55 pm

Hallo Silan,

Das kann ich so nicht bestätigen.
Wir haben eine "Auswahl" erlebt. Aber nicht das "volle Programm".
Aber da unser Hund sich stabil an uns orientiert sind neue Sachen gar kein Problem gewesen.
Mit 2 Jahren das erste Mal Bus gefahren, kein Problem.
In der Stadt waren wir auch viel später.

Aus meiner Sicht sollte man da keinen Druck aufbauen.
Wenn man das ein oder andere aus eine Erfahrungsgruppe übt kommt man zurecht.
Es baut sich auf. Unser Hund ist völlig selbstverständlich eine Feuerleiter mit mir runter.

Was viele nicht machen: wir sind zur Hauotfeuerwache gefahren. Da starten bei uns auch die Rettungswagen. Laut und aufregend.
Dann gab es ein abgebrannte Essen in der Nachbarschaft - Feuerwehr rückte an. Da sind wir dran vorbei marschiert.

Ich denke man nicht alles abarbeiten, denn ein sicherer Hund schafft später neue Eindrücke ganz selbstverständlich.

Dass man die kleine Welt vergrößern und erweitern sollte - da stimme ich zu.
Aber super wichtig ist die Bindung gut zu stärken.
Nicht überfordern, weder sich noch den Hund.

Viele Grüße
Luna

Re: Ptbs Assistenzhunde

von silan » So Sep 13, 2020 4:34 am

Hallo Leben?
ich freue mich sehr, dass es so positive veränderungen gibt.
Leben? hat geschrieben:
Sa Sep 12, 2020 4:51 pm

Wir unternehmen immer wieder kleine Ausflüge, um ihm Neues zu zeigen. Jedoch auf die Dinge reduziert, die für uns wichtig sind. Und Auto fahren immer mit Gassi und Spaß verbunden.
Wir können dir nur raten, dem kleinen Mann wirklich ganz viele Dinge zu zeigen in den ersten 16 Lebenswochen. Gerade wenn er als Assistenzhund ausgebildet werden soll, ist es wichtig für ihn und auch für dich, dass er sich auch in Situationen unproblematisch einfügen kann, die nicht zur "normalen Routine" gehören. Je mehr er jetzt kennenlernt, desto cooler kann er damit später umgehen und auch lernen zu übertragen auf andere Situationen.
Wenn du jetzt "nur" die Sachen machst, die für euch wichtig sind, wird er mit Dingen, die einfach so passieren eher Schwierigkeiten haben. Stell dir z.B vor, du willst mit deinem Hund irgendwann mal einkaufen gehen, wo er dich als Assistenzhund begleiten und dich sichern soll. Nun hat er noch nie eine Lautsprecherdurchsage gehört, schön laus, schön schrill, vielleicht etwas kreischend, mit Rückkopplung... das ganze Programm. Du hast es in der Hand, ob dein Hund irgendwann mal denkt... ok, Lautsprecher... laut, schrill, ungefährlich - kenn ich - tut nix oder ob er als Azubi damit zum ersten mal konfrontiert wird und erst mal mühsam mit viel Geduld genau das lernen muss, nämlich ok, ist nur der Lautsprecher und keine Mörderbande hinter dem nächsten Regal.
Außerdem kann dich sowas stärken, war jedenfalls bei uns so. Plötzlich wurden wir damit konfrontiert, durch den vollen Bahnhof zu laufen, an überfüllten Bahngleisen stehen zu müssen und dem quitschend einfahrendem Zug entgegen zu sehen, ruckende, übervolle, stickige, enge, Fahrstühle, brüllende Menschenmengen, Busse die ruckartig anfahren und bremsen, sich unvermittelt in die Kurve legen, volle Fußgängerzohnen etc.PP... und dem Hundekind zu vermitteln alles ok :roll: - wir sind Stolz, dass wir das geschafft haben.
Dein Hund soll dich irgendwann in schwierigen Situationen stützen, dafür ist es wichtig, dass er mit so vielen Situationen wie möglich sicher umgehen kann. Und diese Sicherheit bekommt er am leichtesten, wenn er als Baby ganz viel kennenlernt. Leider ist dieses Zeitfenster sehr eng, ab der 16. Lebenswoche ist das vorbei. Dann muss er sich das mühsam erarbeiten, was er noch nicht kennt.
Vielleicht macht dir das ja Mut und auch Lust, ihm jetzt schon mehr als deine kleine Welt zu zeigen?
Ganz liebe Grüße

Re: Ptbs Assistenzhunde

von LunaSue » Sa Sep 12, 2020 11:11 pm

Hallo Leben?

Das klingt doch super!

Leider wenig bekannt, aber Hunde schlafen beinahe so viel wie Katzen.

All die Tipps kann ich so unterschreiben.
Schön, dass du es annehmen kannst und direkt Erfolge siehst!

Viele Grüße
Luna

Re: Ptbs Assistenzhunde

von Leben? » Sa Sep 12, 2020 4:51 pm

Bin euch so dankbar für eure Hilfe. :D

Seitdem ich die Trainingsdauer deutlich herunter fuhr wird die Beziehung zwischen mir und dem kleinen besser. Er ist ruhiger, entspannter, hört besser, wenn ich ihn rufe. Morgens kommt er nun manchmal schon später an. Und er ist weniger fordernd.

Dachte nicht, dass die Zeit fürs Training so eine große Rolle spielt.

Für Spaziergänge kannte ich die 5 Minuten pro Lebensmonat Regel. Nur wie kurz eine Trainingseinheit höchstens sein darf war mir nicht bewusst.

Inzwischen artet spazieren gehen nicht mehr so stark in Stress aus, sondern macht sogar Spaß.

Ganz riesengroßes Danke euch allen.

Sein Spielzeug reduzierte ich auf 3 Teile. Da wechsel ich nun ab. Auch wenn er immer wieder damit kommt, springe ich die letzten Tage weniger darauf an.

Seine Intelligenzspiele gibt's nicht mehr jeden Tag. Und wenn, dann nur noch eine Runde. Dann lieber zum Schluss ein Leckerli aus der Hand.

Er wirkt soviel ausgeglichener. :D

Schade, dass mir das nicht in der Schule gesagt wurde.

@sayeda - so wie er sich derzeit entwickelt verstand ich unter "Dominanzverhalten" wohl seine Art mir zu zeigen das er mir gefallen möchte und erkannte nicht das es ein Ausdruck von Überforderung war.

Nähe sucht er nach wie vor gerne, jedoch schon ruhiger als noch vor ein paar Tagen.

Wir unternehmen immer wieder kleine Ausflüge, um ihm Neues zu zeigen. Jedoch auf die Dinge reduziert, die für uns wichtig sind. Und Auto fahren immer mit Gassi und Spaß verbunden.

@EineVonUns 50 - Danke für deine Auflistung der Bücher. Nur möchte ich hier gerne anonym bleiben. Von daher kann ich dein Angebot leider nicht annehmen. Vielleicht hilfst du damit ja jemand anders. Für mich schaue ich mal, wie es finanziell möglich ist.

Calming Signals steht wohl ganz oben auf der Wunschliste. Früher erkennen was mein kleiner Freund mir sagen möchte.

@silan - Danke für deine Tipps. Wie eingangs beschrieben, hilft es uns sehr weiter.

Re: Ptbs Assistenzhunde

von EineVonUns50 » Di Sep 08, 2020 9:38 pm

hallo,
ich möcht noch mal gern die Buchtipps hier rein kopieren, sie stehen auch schon mal am Anfang vom Thread:

vor allem als basics finden wir die ersten beiden ein must-have, gerade auch um zu erkennen: will der hund jetzt immer mehr, weil er zu aufgedreht ist und gar nicht runterkommt oder ist ihm wirklich langweilig? machts ihm wirklich spaß oder ist er schon gestresst? (das ist, find ich, gerade bei den arbeitswilligen und motivierten hunden oft nicht so leicht zu unterscheiden, besonders wenn man noch nicht soviel erfahrung hat ...)

"calming signals" von Rugaas (beschwichtigungssignale, um die "Hundesprache" besser zu verstehen, gibts in deutsch)

"stress bei hunden" von nagel, reinhardt
(wichtig, um die Signale besser zu erkennen, vor allem auch, wenn man speziell ausbilden möchte)

für den menschenkopf hilfreich:
"dominanz" von hallgren (kleine broschüre die mit ein paar hartnäckigen vorurteilen aufräumt)

und dann noch weitere tolle und aufschlußreiche bücher:
"es würde knochen regnen" von clothier
"das andere ende der leine" von mcConnel

hilfe, mein hund zieht von Rugaas (schon zur vorbeugung, toller ansatz zur leinenführigkeit)
nasenspiele, glaub auch von Rugaas für sinnvolle Beschäftigung

ich weiß jetzt nicht, wie man das machen könnte, aber da wir keine Hunde mehr haben und einen Riesenstapel toller Hunde- und Pferdefachbücher, können wir da gerne auch welche günstiger abgeben, wer Interesse hat, gerne mal PN... vielleicht würd man das ja irgendwie hinkriegen..

Re: Ptbs Assistenzhunde

von Sayeda » Di Sep 08, 2020 5:09 pm

Silan hat ja bereits sehr viel ge- und beschrieben. So mache ich es auch.

Meine Hündin hat ihr Spielzeug auch zur freien Verfügung. Sie kann sich damit wunderbar auch selbst beschäftigen. Manchmal reagiere ich auch auf ihre Aufforderungen. Aber wenn es mir zu viel ist, dann ignoriere ich sie. Schnell hat sie verstanden, dass sie dann alleine spielen muss. Übrigens ist es auch eine schöne gemeinsame Beschäftigung, das Spielzeug am Ende des Tages einsammeln zu lassen.

Kauknochen etc. lass ich nur dann zur freien Verfügung, wenn ich da bin. Sobald sie alleine ist, räume ich es aus Sicherheitsgründen weg.

Übrigens finde ich das Wort "Dominanzverhalten" ganz schlimm. Für mich geht es bei der Hundeerziehung nicht um Dominanz. Ich zeige meiner Hündin die Welt und sie zeigt mir diese aus ihrer Sicht. Meine Aufgabe dabei ist, die entsprechenden Grenzen zu setzen, damit wir eine gute gemeinsame Zeit haben können. In einem Buch von Turid Rugaas (die ich übrigens zum Thema "Calmingsignale" nur empfehlen kann) habe ich einen Satz gelesen, der für mich das beschreibt was ich fühle und denke. Inhaltlich sagt dieser: "Es darf eine Freundschaft zwischen Hund und Mensch entstehen".

Und allgemein ist zu sagen: Weniger ist meistens mehr.
Zu Anfang wollte ich auch ganz viel machen. Dachte, mich anstrengen und meiner Hündin ganz viel bieten zu müssen. Damit habe ich mich und auch sie völlig überfordert. Immer mal wieder kleine Einheiten sind viel erfolgversprechender als lange.

Und denke bitte dran: Dein Hund ist noch ein Baby ... die brauchen noch ganz viel Schlaf und Ruhe und möchten gleichzeitig ganz viel von der Welt sehen.

LG, sayeda

Re: Ptbs Assistenzhunde

von silan » Di Sep 08, 2020 12:57 pm

Ich hab grad noch einmal gelesen, dein Hund ist ja noch ein Baby, denk dran pro Lebenswoche nur 1 Min laufen. und wirklich kurze sepuenzen mit Training. Dafür lieber mal mehr. und bis zu 6 Monaten sollte er wirklich 20 Std schlafen... Jetzt hast du die Chance ihn zur Ruhe zu erziehen. wenn er jetzt lernt, dass Action zu seinem Leben gehört, wird er die immer mehr einfordern. Zeig ihm ruhig Grenzen, besser sehr eng gesteckt als zu grob abgesteckt. Erweitern ist leicht, Grenzen enger zu machen ist sauschwer.
Und alles was er bis zur 16. Woche genacht hat, wird ihm später weniger Schwierigkeiten bereiten. Also ruhig auch ma Bus, Straßenbahn und Bahn fahren, Fahrstuhl, Taxi, Schiff, ins Wasser etc.

Re: Ptbs Assistenzhunde

von silan » Di Sep 08, 2020 12:44 pm

hallo Leben?
so ihr normales Spielzeug hat sie zur freien verfügung. Wenn sie damit allerdings in interaktion mit uns gehen möchte, ignorieren wir das meistens. Wenn sie sich alleine damit beschäftigt ist das ok, wir haben das ab und zu mal kontrollierend beobachtet, länger als 10 min macht sie das auch nicht und schläft dann oft darüber ein. Intelligenzspielzeuge hat sie gar nicht, bis auf einen Schnüffelteppich. Der kommt allerdings nur zum Einsatz, wenn wir oder sie mal aus irgend welchen Gründen nicht so können wie wir wollen. Das schnüffeln sollte man nicht unterschätzen. 10 min Schnüffeln ist oft anstrengender als lange Spaziergänge. Daher sollte man Such- und Schnüffelspiela auch immer als Arbeit für den Hund bewerten, nicht als zusätzliches Spiel.

Re: Ptbs Assistenzhunde

von Leben? » Di Sep 08, 2020 10:00 am

silan hat geschrieben:
Di Sep 08, 2020 8:27 am
Gemeinsames Spielen kommt IMMER von uns, denn Akira würde den ganzen Tag wenn sie dürfte. Und wir begrenzen das auch zeitlich.
Wie handhabt ihr das denn generell mit Spielzeug? Stehen Kuscheltiere und Kauobjekte zur freien Verfügung oder lasst ihr euren Hund danach fragen?

Intelligenzspielzeuge und Übungen brauchen ja unser Zutun.
silan hat geschrieben:
Di Sep 08, 2020 8:27 am
Hallo Leben?
du fragst zwar nicht uns, aber ich kann dir ja mal antworten, wie wir das handhaben...
Mir ist hier jede konstruktive Rückmeldung herzlich willkommen. Ebenso wie wenn andere Fragen hier auftauchen. Nur so kann ich für meinen Hund dazu lernen.

Re: Ptbs Assistenzhunde

von Leben? » Di Sep 08, 2020 9:30 am

Danke Silan für deine rasche Rückmeldung.

Dann wird es höchste Zeit für die Notbremse bei uns.

Mein Hundefreund gibt sich selten mit nur einem Spiel oder Übung zufrieden.

"Pause" kennt er zwar und akzeptiert es dann auch, aber er kommt schon von sich aus an und fordert uns auf. Stupst mit seiner Nase in Richtung Spiel oder Decke, die wir nach jeder Übung immer hoch legen. Bisher ging ich darauf ein. :(

Das werde ich nach deinem Tipp jetzt ändern.

Überfordert wirkt er echt selten.

Schlaf bekommt er seine festen Zeiten. Morgens ca eine Stunde wach sein, dann bis vormittags schlafen. Nach dem Mittagessen schläft er häufig bis zum Abendessen.

Unterbrochen wird das durch Hundeschule oder wenn wir uns mit Freunden treffen, damit er Hundekontakt erhält, bzw wir einkaufen müssen,Termine haben.

Besucher bei uns daheim sind eh eine Rarität.

Fahrräder, Autos, Motorräder, andere Tiere stellen bisher kein Problem dar.

Re: Ptbs Assistenzhunde

von silan » Di Sep 08, 2020 8:27 am

Hallo Leben?
du fragst zwar nicht uns, aber ich kann dir ja mal antworten, wie wir das handhaben...
Gemeinsames Spielen kommt IMMER von uns, denn Akira würde den ganzen Tag wenn sie dürfte. Und wir begrenzen das auch zeitlich. Als sie noch klein war, 2-3 min, heute vielleicht 5 - höchstens 10 min am Stück. Hunde merken oft nicht, wenn sie in eine Überforderung kommen. Auch mit den Pausen ist von uns klar vorgegeben. Das haben wir anfangs richtig trainieren müssen. Also uns mit ihr hinsetzen und ruhig werden. Heute brauchen wir nur noch das Komando "Pause" geben, dann bricht sie quasi sofort zusammen, wo sie steht und geht... oft mitten im Raum. daher schicken wir sie mittlerweile auf ihre Decke, bevor wir sie in die Pause schicken.
Trainingseinheiten waren und sind noch heute immer nur 5 -10 min am Stück, ausnahme Hundeschule und Assistenzausbildung. Aber das verankern hinterher immer nur kurz, aber dafür häufig, so 6 - 8x am Tag.
Und wir haben das erste Jahr akribisch darauf geachtet, dass sie ihre mindestens 18 Std. schläft. Da war dann bei uns auch ruhe, kein Besuch, keine Enkelkinder und wenn doch, mussten die sich ruhig verhalten. Als Lohn haben wir heute einen Aussie, der nicht24/7 powern will, sondern absolut ausgeglichen und ruhig ist. nicht auf alles und jeden zustürmt, keine Jogger oder Fahrradfahrer "hüten"will etc.

Re: Ptbs Assistenzhunde

von Leben? » Di Sep 08, 2020 2:12 am

Danke auch dir für deine Rückmeldung, Sayeda.

Lässt mich über manches nachdenklich werden.

Gar nicht so einfach dem Kleinen gerecht zu werden. Vor allem da einiges noch nicht so läuft wie ich es mir wünsche..

Du beschreibst so viele positive Unternehmungen.
Sayeda hat geschrieben:
Mo Sep 07, 2020 8:50 pm
einfach Hund sein lassen bedeutet für mich:
- gemeinsam spazieren gehen ohne viel Kommandos (nur, wenn es absolut notwendig ist) (entweder an Schleppleine oder frei)
- gemeinsam auf ein Bänkchen sitzen und die Ruhe genießen
- meine Hündin mit anderen Hunden herumtollen lassen
- schlafen lassen :-)
- gemeinsam herumtollen und Zerrspiele machen
- gemeinsam schwimmen oder meine Hündin alleine schwimmen lassen
- uns mit ihrer Hundefreundin und deren Zweibeinerin treffen und gemeinsam wandern oder spazieren gehen
- im Garten rumliegen lassen
Spaziergänge mit Freilauf bekommt er regelmäßig. Und auch andere Hundekontakte. Garten darf er hinaus, wenn er sich meldet. Und schlafen, ja.

Nur bei dir steckt da so viel mehr drin.

Wenn ich deine Worte lese ist da Lebendigkeit drin.

Nicht dieses erstarrte wie bei mir. Da muss ich noch mal genauer hinsehen.
Sayeda hat geschrieben:
Mo Sep 07, 2020 8:50 pm
Nur bedingt Suchspiele/ Apportierspiele/ Intelligenzspiele machen, da das schnell sehr fordernd werden kann.
Meinst du damit, dass du diese Spiele einschränkst, weil deine Hündin dann zu fordernd wird? So wie meiner, der sich das regelrecht fragt?

Dachte bisher es sei ok darauf einzugehen, wenn er es sich wünscht. Oder fördert das sein Dominanz Verhalten?

In dem Bereich bekommen wir derzeit immer mehr Stress mit ihm.

Wie häufig am Tag lässt du das denn zu? Wie lange? Wieviel Training ist für einen Junghund ok?

Wir können in der Hinsicht echt Hilfe brauchen. Bevor sich noch mehr einschleicht, was später nur schwer zu korrigieren ist.

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